Archiv ‘Axa’

Herbert Fromme

Punktsieg für Manfred Knof

 Herbert Frommes Kolumne  Verkehrte Welt: Bei einer Podiumsdiskussion während der DKM bekommt Allianz-Deutschlandchef Manfred Knof große Zustimmung – obwohl er eigentlich den kleineren Konkurrenten mitteilt, dass sie keine Chance mehr in der Lebensversicherung gegen die großen Kapitalstaubsauger vom Schlage einer Allianz haben. Thomas Buberl von der Axa dagegen stößt auf Ablehnung, obwohl nur seine Zukunftsvision auch kleinen und mittleren Anbietern noch eine Chance lässt. Dahinter steckt viel Nostalgie und ein Missverständnis über die Lage.

DKM: Branchengrößen geben sich optimistisch

Es gibt Veränderungen, aber die Versicherungsbranche kommt damit zurecht. Das war der Eindruck, den die Elefantenrunde – eine Podiumsdiskussion von Vorstandschefs – bei der diesjährigen Messe DKM in Dortmund vermittelte. Allianz, Axa, Ideal und Nürnberger waren mit ihren Chefs oder Deutschlandchefs vertreten. Die Digitalisierung sei eine Chance, die Lebensversicherung sei sicher und Vertriebler brauche man auch in Zukunft, so die Kernbotschaften.

Allianz zur Digitalisierung: „Bereit sein zu scheitern“

Auf der Suche nach einem erfolgreichen Geschäftsmodell im digitalen Zeitalter müssen die Versicherer mehr Mut zum Scheitern beweisen. Das sagte Carlo Bewersdorf, Leiter des weltweiten digitalen Geschäfts der Allianz SE, auf einer Fachkonferenz in München. Die Assekuranz habe nur zwei Möglichkeiten: Entweder sie probiert neue Wege aus, fällt dabei auch einmal auf die Nase und probiert weiter. Oder andere finden den Stein der Weisen und machen den Versicherern das Geschäft streitig. Andrea van Aubel aus dem Vorstand der deutschen Axa monierte lange Entwicklungszyklen bei Versicherern und die komplexen Infrastruktur- und Anwendungssysteme.

Noch Luft nach oben bei PKV-Policen für Arbeitnehmer

Die betriebliche Krankenversicherung hat großes Potenzial und kann sich langfristig zu einer eigenständigen Säule in der privaten Krankenversicherung entwickeln. Davon geht der Vorsitzende des PKV-Verbands Volker Leienbach aus. Bis dahin liegt aber noch ein weiter Weg vor der Branche: Die Vertriebe müssen sich stärker um das Thema kümmern und Arbeitgeber sowie Arbeitnehmer von den Vorteilen überzeugen. Die Axa sieht in der Digitalisierung eine gute Möglichkeit, das Geschäft weiterzuentwickeln.

Allianz und Panasonic suchen Zukunftsmarkt

Der Versicherer Allianz und der Elektronikkonzern Panasonic bringen gemeinsam ein Angebot für die Absicherung von Häusern und Wohnungen auf den Markt. Allerdings geht es nicht um Versicherungen, Allianz ist nur als Assistance-Dienstleister beteiligt. Die digitale Vernetzung von Häusern gilt neben der von Autos und dem digitalen Umbruch im Gesundheitswesen als einer der wichtigsten Zukunftsmärkte. Auch die Axa ist in dem Segment aktiv und hat eine Vereinbarung mit RWE geschlossen.

Aktiencrash schmerzt Versicherer

Die Aktienquote der deutschen Lebensversicherer liegt bei 4,4 Prozent, bei den Schaden- und Unfallversicherern sind es 6,6 Prozent, alle Erstversicherer zusammen kommen auf 4,5 Prozent. Es handelt sich um vergleichsweise kleine Anteile an den gesamten Kapitalanlagen. Dennoch kann die Branche den Crash an den Aktienbörsen nicht gelassen betrachten. Erstens sind trotz kleiner Prozentzahlen hohe Summen im Spiel. Dazu kommt, dass die höhere Volatilität der Märkte den Versicherern enorm schadet. Außerdem sind die großen Anbieter von fallenden Kursen ihrer eigenen Aktien betroffen.

Axa sucht Pressesprecherin

 Leute – Aktuelle Personalien  Die deutsche Axa steht wieder ohne Pressesprecherin da. Kerstin Bartels verlässt das Unternehmen Ende August. Außerdem: Ein bemerkenswerter Wechsel in Arizona, wo die Chefin der Versicherungsaufsicht Germaine Marks zum Versicherer Prudential geht. Beim britischen Regionalmakler Lycetts wird Edward Creasy neuer Chairman, also Vorsitzender des Verwaltungsrats.

Axa profitiert von schwachem Euro

Der französische Versicherer hat im ersten Halbjahr bei Umsatz und Gewinn zugelegt – dabei profitiert er von dem schwachen Euro. Die Ziele des Strategieprogramms „Ambition Axa“, dass dieses Jahr ausläuft, werden alle erreicht, manche übertroffen, sagte Konzernchef Henri de Castries. Danach will der Versicherer sich neue Ziele setzen.

UK: Beschäftigte leiden unter Depressionen

Unternehmen sollten sich intensiver um die psychische Verfassung ihrer Mitarbeiter kümmern. Neben Stress, dem Belastungsfaktor Nummer eins, klagen immer mehr Beschäftigte über Depressionen. Das hat eine Auswertung der Anrufe bei der Assistance-Hotline für Unternehmenskunden von Canada Life in Großbritannien ergeben. Die Angst, entlassen zu werden spielt demnach eine große Rolle bei der Entstehung von Depressionen.

Axa gründet eigenes Start-up

Der deutsche Axa-Konzern hat eine eigene Gruppe mit der Aufgabe betraut, neue Lösungen für den digitalen Umbau des Konzerns zu finden. Die zehn Mitarbeiter sitzen nicht in der Konzernzentrale, sondern in räumlicher Distanz. Sie sollen wie ein Versicherungs-Start-up die Versicherungswirtschaft der Zukunft entwickeln. Offenbar traut Deutschlandchef Thomas Buberl dem großen Konzern mit seinen knapp 10.000 Mitarbeitern die Agilität für die erforderliche Wende nicht zu.

Axa und Schindewolf trennen sich

 Leute – Aktuelle Personalien  Axa-Vorstand Hanns Martin Schindewolf verlässt das Unternehmen. Der frühere Versicherungschef von Daimler war seit April 2014 im Unternehmen und leitete das Privatkundengeschäft Sach, Unfall, Haftpflicht und Kraftfahrt. Nachfolger wird Alain Zweibrucker, allerdings nicht als Vorstand. Damit verlängert sich die Liste der Vorstände weiter, die das Kölner Unternehmen unter Vorstandschef Thomas Buberl verlassen haben.

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