Archiv ‘Börse’

Insurtech Hippo geht an die Börse

Lemonade, Root, Metromile, Oscar, jetzt Hippo. Die Liste der Börsengänge von US-Insurtechs wird immer länger. Der mit 5 Mrd. Dollar bewertete Gebäudeversicherer wählt für den Sprung aufs Parkett wie derzeit viele Start-ups keine klassische Aktienemission, sondern will mit einem bereits börsengelisteten Firmenmantel, einem sogenannten SPAC, fusionieren. Hippo war als Assekuradeur gestartet, hat im vergangenen Jahr aber seinen Versicherungspartner Spinnaker gekauft. … Lesen Sie mehr ›

Herbert Fromme

Niedrige Zinsen für Jahrzehnte?

 Herbert Frommes Kolumne  Der 27. August 2020 könnte in die Geschichte eingehen als der Tag, an dem die US-Notenbank Federal Reserve der klassischen Lebensversicherung endgültig den Todesstoß versetzt hat. Denn am Donnerstag hat die Fed die Grundlagen ihrer künftigen Politik festgelegt. Der Kern: Sie gibt die bislang bestehende enge Bindung der Zinsentwicklung an die Inflation auf. In der Praxis könnte das bedeuten, dass die Zinsen noch auf Jahrzehnte sehr niedrig bleiben – gerade angesichts der Covid-19-Pandemie und deren Folgen für die Wirtschaft. … Lesen Sie mehr ›

Herbert Fromme

Aktienrausch aus Verzweiflung

 Herbert Frommes Kolumne  Die US-Börsen haben am Mittwoch Rekordstände erreicht. Auch der Dax und die anderen großen Indizes schlagen sich wacker. Angesichts der Tatsache, dass die Welt in der schwersten Rezession seit Jahrzehnten steckt, wirkt das fast wie ein Wunder. Was steckt dahinter? Ist es die Hoffnung auf eine Rezession in V-Form, mit scharfem Rückgang und ebenso heftigem Aufstieg der Wirtschaftsleistung? Ist es die Zuversicht, dass die Unternehmen und die Konjunktur mit großzügigen Staatshilfen schon überleben werden? Tatsächlich handelt es sich um einen Aktienboom aus Verzweiflung. Es fehlen die Alternativen, und es gibt sehr viel Kapital. Für die Versicherer […] … Lesen Sie mehr ›

DFV will zum Konzern werden

An Selbstbewusstsein mangelt es der Deutschen Familienversicherung (DFV) gewiss nicht. Das 2007 gegründete Unternehmen, das sich gerne als „einzig funktionierendes Insurtech“ bezeichnet, will zum Konzern werden. Das notwendige Geld dafür haben die Frankfurter jetzt bei einer Kapitalerhöhung eingenommen. Damit sollen die Gründung von drei Tochterunternehmen finanziert und das Wachstum weiter vorangetrieben werden. Der Börsengang des jungen US-Versicherers Lemonade war an der überzeichneten Kapitalerhöhung der DFV nicht ganz unbeteiligt. … Lesen Sie mehr ›

Herbert Fromme

Tulpenzwiebeln an der Wall Street

 Herbert Frommes Kolumne  Die Börsen haben die hohen Verluste zwischen Ende Februar und Ende März, die sich so negativ auf die Quartalsergebnisse von Versicherern und Banken ausgewirkt hatten, zum großen Teil wieder aufgeholt. Und das zu einem Zeitpunkt, an dem wir am Beginn der schwersten Rezession der modernen Wirtschaftsgeschichte stehen. Die Entwicklung der Aktienkurse hat sich völlig losgelöst von der realen Wirtschaft. Wir erleben eine Blase, die politisch und gesellschaftlich höchst schädlich ist. Sie erinnert an den Tulpenzwiebel-Wahn von 1637 in Holland. … Lesen Sie mehr ›

Zeitreise: Stürme, Allianz und Munich Re vor Scheidung

 Vor 20 Jahren  In unserer Zeitreise erinnern wir an wichtige Ereignisse aus der Geschichte der Versicherungsbranche. Heute geht es um den schweren Sturm im Dezember 1999, die Pläne von Finanzminister Hans Eichel, die Steuern beim Verkauf von Beteiligungen abzuschaffen und damit ungeahnte Möglichkeiten für Munich Re und Allianz zu schaffen, und natürlich das Jahr-2000-Problem, die Computerprobleme mit dem Übergang von 1999 auf 2000. … Lesen Sie mehr ›

Versicherer mit Kursgewinn nach M&A

Aus Aktionärssicht haben sich Zusammenschlüsse und Übernahmen (M&A) von Versicherern in den vergangenen Jahren ausgezahlt. Im Vergleich zum Markt legte der Kurs der Unternehmen mit M&A-Aktivitäten seit 2008 um 3,7 Prozentpunkte zu. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung des Beratungs- und Maklerunternehmens Willis Towers Watson. Das Unternehmen hat alle Deals weltweit mit einem Wert von mindestens 50 Mio. Dollar seit 2008 unter die Lupe genommen. … Lesen Sie mehr ›

Aktiencrash schmerzt Versicherer

Die Aktienquote der deutschen Lebensversicherer liegt bei 4,4 Prozent, bei den Schaden- und Unfallversicherern sind es 6,6 Prozent, alle Erstversicherer zusammen kommen auf 4,5 Prozent. Es handelt sich um vergleichsweise kleine Anteile an den gesamten Kapitalanlagen. Dennoch kann die Branche den Crash an den Aktienbörsen nicht gelassen betrachten. Erstens sind trotz kleiner Prozentzahlen hohe Summen im Spiel. Dazu kommt, dass die höhere Volatilität der Märkte den Versicherern enorm schadet. Außerdem sind die großen Anbieter von fallenden Kursen ihrer eigenen Aktien betroffen. … Lesen Sie mehr ›