Exklusiv Der bekannte Cyber-Experte Thomas Pache verlässt nach Informationen des Versicherungsmonitors den Großmakler Aon. Pache arbeitet seit 2020 für Aon, zuletzt als Director Digital Risks. Vorausgegangen war offenbar ein Konflikt innerhalb des Cyberteams, der zu einigen Abgängen führte. Aon hat mittlerweile Verstärkung für den Bereich gefunden und dafür eine profilierte Fachfrau beim Konkurrenten Marsh abgeworben.
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Auslaufmodell Risikofragebogen?
Kommentar Das Angebot für deutsche Kunden in der Cyberversicherung wird noch einmal größer. Ab dem 1. August will auch der US-Assekuradeur Coalition hierzulande starten. In den vergangenen Jahren sind zahlreiche neue Anbieter auf den Cyber-Markt gekommen. Sie setzen den Markt nicht nur mit ihren Kapazitäten unter Druck, sondern auch mit ihren Methoden der Risikoerfassung. Das hat für die Kunden Vorteile, birgt aber auch Gefahren.
Cyber-Spezialist Coalition startet in Deutschland
Exklusiv Am 1. August will der US-Cyber-Assekuradeur Coalition auf den deutschen Markt kommen. Aufgebaut wird die deutsche Einheit von Martin Swider, der vom Makler Hendricks kommt, als Head of Business Development. Er hat bereits zwei weitere Mitarbeiter angeworben. Risikoträger von Coalition in Deutschland ist die Allianz. Der deutsche Cybermarkt ist in Bewegung. Nach dem großflächigen Ausstieg der Axa Deutschland aus dem Geschäft ist einiges an Prämie neu zu verteilen.
Cybermarkt wächst im DACH-Raum
Mehr als die Hälfte der Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz (DACH-Region) sind mittlerweile gegen Cyber-Risiken versichert. Zu diesem Ergebnis kommt das IT-Sicherheitsunternehmen Arctic Wolf in einer aktuellen Umfrage. Einige der befragten Unternehmen seien aber aufgrund der hohen Prämien und der verschärften Sicherheitsanforderungen noch zurückhaltend, wenn es um den Abschluss einer Police geht.
Stoïk: Cyberschutz ohne Police
Exklusiv Der im vergangenen Jahr in Deutschland gestartete französische Cyber-Assekuradeur Stoïk hat jetzt auch Sicherheitsprodukte ohne Versicherungsschutz im Angebot. Sie sind unabhängig von einer Cyberpolice erhältlich und richten sich zumindest teilweise an Kunden, die keine Cyberpolice bekommen oder wollen. Die Angebote beinhalten zum einen ein Präventionspaket und Hilfe durch IT-Experten im Schadenfall, zum anderen eine 24-Stunden-Echtzeitüberwachung der Systeme des Kunden.
Cyberspezialist Cogitanda vor dem Verkauf
Exklusiv Der Assekuradeur Cogitanda, der auf Cyberversicherungen spezialisiert ist, soll nach Informationen des Versicherungsmonitors verkauft werden. Das Unternehmen mit Sitz in Altenahr ist seit 2016 auf dem Markt aktiv. Im vergangenen Jahr war Gründer Jörg Wälder überraschend verstorben. Jetzt wollen sich die Eigner, darunter die Familien Wälder und Erichsen, von dem Unternehmen trennen. Eine Übernahme könnte für große Makler und Konsolidierer interessant sein.
Keine Entspannung in der Feuerversicherung
Naturkatastrophen, geopolitische Risiken und steigende Schadenkosten stellen die Versicherungsbranche weiterhin vor zahlreiche Herausforderungen. Versicherer entscheiden sich zunehmend, bestimmte Risiken wie Feuer oder Chemikalien der PFAS-Gruppe nicht zu versichern oder in bestimmten Segmenten die Preise zu erhöhen, schreibt der Makler Martens & Prahl in einem aktuellen Marktbericht. Für gut gemanagte Risiken, etwa im Cyberbereich, zeigt sich die Assekuranz aber wieder offener.
Malek: Sanktionsrisiken im Blick behalten
Wollen Unternehmen, die Opfer einer Cyberattacke geworden sind, Lösegeld zahlen, müssen sie unbedingt darauf achten, ob Sanktionen gegen die Kriminellen vorliegen. Das Thema treibt Unternehmen und ihre Cyberversicherer derzeit stark um, berichtete Paul Malek von der Kanzlei Clyde & Co beim Financial Lines Day. Es sei ein Fehler, zu glauben, dass es deutsche Unternehmen nicht betrifft, wenn Cyberkriminelle auf Sanktionslisten in den USA stehen.
S&P: Cyber wächst rasant
Die Prämien für Cyberversicherungen haben weltweit ein Volumen von rund 15 Mrd. Dollar (13,8 Mrd. Euro) erreicht und dürften bis 2025 auf rund 22 Mrd. Dollar steigen, prognostiziert die Ratingagentur S&P. Dabei weist die USA den stärksten Cyberversicherungsmarkt auf. Doch die Versicherer erkennen zunehmend auch andere Regionen als potenzielle Märkte.
Munich Re: „Wir werden stabile Preise sehen“
Naturkatastrophenschäden und Inflation haben die Rückversicherungspreise in die Höhe getrieben. Inzwischen sei ein rückläufiger Preistrend zu beobachten, waren sich die Teilnehmer des Rückversicherungssymposiums an der Technischen Hochschule Köln einig. „Wenn wir auf die kommenden Erneuerungen in Europa schauen, werden wir sehr stabile Preise sehen“, sagte Claudia Hasse, Deutschlandchefin der Munich Re. Die Entwicklung hänge aber von Naturkatastrophenereignissen und dem verfügbaren Kapital im Rückversicherungsmarkt ab.
Auf Augenhöhe mit dem Hacker
Wenn Cyberkriminelle sensible Unternehmensdaten abgreifen und Lösegeld fordern, sollten Unternehmen gut vorbereitet in die Verhandlungen gehen, sagte Jannik Stuckstätte vom Assekuradeur Stoïk auf einer Veranstaltung des Deutschen Anwaltvereins in Berlin. Wer die wichtigsten Fragen vor der Kontaktaufnahme klärt, kann Schlimmeres verhindern und die geforderte Summe häufig senken – nach Erfahrungen von Stoïk durchschnittlich um die Hälfte. Er empfiehlt dafür die Zusammenstellung eines handlungsfähigen Teams und ein professionelles Vorgehen.
Cyberversicherer vor Klagewelle
Cyberversicherer könnten es bei Verstößen gegen die IT-Sicherheit bei Unternehmenskunden zunehmend mit Ansprüchen von individuellen Betroffenen zu tun bekommen. Treiber der Entwicklung sind private Rechtsdienstleister, sagte Rechtsanwältin Lea Stegemann von der Kanzlei Noerr auf einer Veranstaltung des deutschen Anwaltvereins in Berlin. Derzeit seien 50.000 Klagen an deutschen Gerichten anhängig.
Descartes mit neuer Cyber-Lösung
Exklusiv Der französische Assekuradeur Descartes Underwriting hat in Zusammenarbeit mit seiner Tochtergesellschaft Descartes Insurance eine neue parametrische Lösung für Cyberrisiken auf den deutschen Markt gebracht. Sie richtet sich an Unternehmen mit einem Umsatz zwischen 50 Mio. Euro und 1,5 Mrd. Euro und sichert sie gegen Betriebsunterbrechungen durch Cyberangriffe ab.
Etablierte Cyber-Versicherer verlieren Maklergunst
Viele Makler sind im Cyberversicherungsgeschäft tätig oder interessieren sich dafür. Etablierte Versicherer verlieren allerdings zunehmend ihre Gunst. Zu dem Ergebnis kommt zumindest eine aktuelle Studie von Alsterspree Research. So bevorzugen Makler im Neugeschäft immer häufiger spezialisierte Häuser anstelle von Allianz, HDI oder Axa. Darüber hinaus gehen die befragten Makler davon aus, dass der Markt mittelfristig wachsen wird und die Prämien steigen werden.













