Archiv ‘Digitalisierung’
Hallesche: Kooperation mit dem BDI
Die Hallesche Krankenversicherung hat mit dem Bundesverband der Deutschen Industrie eine Branchenlösung für die betriebliche Krankenversicherung vereinbart. BDI-Mitglieder können für ihre Mitarbeiter zu besonderen Konditionen ein Paket mit Zusatzversicherungen und weiteren Angeboten abschließen. Um den veränderten Kundenbedürfnissen gerecht zu werden, bietet das Stuttgarter Unternehmen den Vermittlern ein neues Tool an: die Videoberatung. Langfristig soll der komplette Online-Abschluss möglich sein. Hoffnungen setzt die Hallesche auch in neue Gesellschaft zum Leistungsmanagement, die sie mit Barmenia, Gothaer und Signal Iduna gegründet hat.
Bewersdorf geht zur Hannoverschen
Leute – Aktuelle Personalien Digitalisierungsexperte Carlo Bewersdorf verlässt nach Informationen des Versicherungsmonitors die Allianz SE und wird Vorstand bei der Hannoverschen Leben, die zur VHV gehört. Offenbar will VHV-Chef Uwe Reuter die digitale Kompetenz der Gruppe stärken. Die Hannoversche Leben gehört seit 2003 zur VHV. Sie hat weniger Probleme als andere Lebensversicherer, weil sie sich früh auf biometrische Produkte konzentriert hat. Für die Allianz dürfte der Abgang schmerzlich sein – auch deshalb, weil Bewersdorf nicht der erste Manager im Digitalisierungsbereich ist, der das Unternehmen gerade verlässt.
Von Bomhard erwartet „Soft Brexit“
Munich Re-Vorstandschef Nikolaus von Bomhard glaubt, dass sich EU und Großbritannien auf eine Kooperation „irgendwo zwischen EEA und EFTA“ verständigen werden, also zwischen den Modellen der Zusammenarbeit mit Norwegen und der Schweiz. Das sagte von Bomhard am Dienstagabend vor Journalisten in München. Er erläuterte auch die Digitalisierungsanstrengungen des Konzerns. Am Mittwochmorgen musste sich das Unternehmen einer unangenehmeren Nachricht stellen: Die Investmentbank J.P. Morgan stufte die Aktie des Rückversicherers herab – von „übergewichten“, also kaufen, auf „neutral“.
Axa startet digitale Berater-Mappe
Die Ära dicker Versicherungsordner geht zu Ende. Jetzt hat auch der Kölner Versicherer Axa eine digitale Informationsmappe für die Beratung entwickelt. In der „Digi Mapp“-App können die rund 4.300 Axa-Vertreter alle Unterlagen zusammenstellen, die sie Kunden im persönlichen Gespräch oder im Skype-Videochat zeigen möchten. Gekostet hat die Entwicklung einen zweistelligen Millionenbetrag, sagte Axa IT-Vorstand Andrea van Aubel. In Zukunft will der Versicherer die Beratungs-App auch Maklern anbieten. Außerdem plant die Axa, Prozesse für die Schadenbearbeitung in die „Digi Mapp“ einzubinden.
Die Zukunft ist vor allem eins: einfach
Herbert Frommes Kolumne Selbst bei einem äußerst effizient und freundlich arbeitenden Versicherer ist eine Schadenmeldung für einen nur wenig komplexen Schaden immer noch ein kleines Drama, das vor allem viel Zeit kostet. Für Abhilfe könnten Entwicklungen der großen Versicherer sorgen. Wenn sie halten, was ein Blick auf erste Prototypen zum Beispiel bei der Allianz verspricht, bringen sie wirklich eine Wende in der Schadenbearbeitung – jedenfalls aus Sicht des Kunden.
LVM: Ohne Online-Vertrieb in die Zukunft
LVM-Chef Jochen Herwig geht mit 69 in den Ruhestand, Mathias Kleuker übernimmt ab Freitag. Zum Abschied machte Herwig noch einmal klar, wo er die Zukunft des LVM sieht: Bei seinen Vertretern, „Vertrauensleute“ genannt. Einen Online-Vertrieb werde es nicht geben, sagt der scheidende Chef der Landwirtschaftlichen Versicherungsvereins Münster. Dabei gehört der Versicherer seit Jahrzehnten zu den technisch weit vorn liegenden Gesellschaften. Aber einen Online-Vertrieb will der fünftgrößte Autoversicherer des Landes nicht aufbauen.
DEVK sieht „digitalen Hype“
Der Kölner Gegenseitigkeitsverein DEVK, der aus Eisenbahner-Versorgungseinrichtungen hervorgegangen ist, wendet sich gegen den „beachtlichen Hype“ zur Digitalisierung, so Vorstandschef Gottfried Rüßmann. Das hindert das Unternehmen nicht daran, selbst eine Reihe von Initiativen aufzusetzen. Die DEVK meldet das „zweitbeste Vertriebsergebnis“ in 130 Jahren Geschichte. Allerdings ist es um 5,4 Prozent niedriger als 2014 – dem bisherigen Rekordjahr. In der Kfz-Versicherung erwartet der Versicherer – mit 2,5 Millionen Fahrzeugen ein Schwergewicht im Markt – Druck in Richtung Preissenkungen. In der Lebensversicherung hat das Unternehmen das Geschäft gegen Einmalbeitrag spürbar reduziert und will biometrische und fondsgebundene Verträge ausbauen. Positiv verlief die aktive Rückversicherung.
Fintechs und Schnittstellen
Was die Woche bringt An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: Fintech-Konferenz der BaFin, Bilanz-Pressekonferenz von DEVK und Süddeutscher Krankenversicherung, Bipro-Tag und Pressegespräch der Deutschen Aktuarvereinigung.
Bildergalerie: Versicherungsmonitor Breakfast Briefing
Am Freitag hat der Versicherungsmonitor seine zweite Kurzkonferenz im Hotel Mondial am Dom in Köln veranstaltet. Thema war die Digitalisierung der Industrieversicherung. Andreas Berger, Vorstand bei Allianz Global Corporate & Specialty, Oliver Dobner, Geschäftsführer von Marsh, und Gregor Köhler, Nordeuropa-Chef von Berkshire Hathaway Specialty Insurance, und andere Experten diskutierten darüber, welchen Nutzen die Digitalisierung der Industrieversicherung bringen kann und wie sich die Branche verändert. In dieser Bildergalerie zeigen wir Ihnen Impressionen der Veranstaltung.
Das zweite Breakfast Briefing des Versicherungsmonitors drehte […]
Industrieversicherer: Wer nicht digitalisiert, verliert
Länger als viele andere Branchen hat sich die Industrieversicherung gegen die Digitalisierung gewehrt. Das ändert sich gerade. Darüber waren sich Experten auf dem 2. Breakfast Briefing des Versicherungsmonitors einig. Viele Risiken werden sich vom Privatkunden- in den Industrieversicherungsbereich verlagern, Standardverträge zur Absicherung großer Risiken verschwinden, die strikte Trennung der Versicherungssparten wird aufgehoben. Versicherer, die sich nicht darauf einstellen, werden große Probleme bekommen.
Generali: So funktioniert Vitality in Deutschland
Am 1. Juli fällt der Startschuss für das umstrittene Vitality-Programm des Versicherers Generali. Neukunden in der Risikolebens- und der Berufsunfähigkeitsversicherung, die das Programm nutzen wollen, belohnt der Versicherer für gesundheitsbewusstes Verhalten. Besonders aktiven Kunden winken je nach Sparte maximale Prämiennachlässe zwischen 11 und 16 Prozent sowie Rabatte für Reisen und Einkäufe. Generali hat zahlreiche Partner vom Sportartikelhersteller Adidas über die Fitness-Studio-Kette Fitness First bis hin zu Weight Watchers für das Programm gewinnen können. Ein Lebensmittelhändler fehlt allerdings noch.










