Die Generali glaubt an profitables Wachstum auch durch Zukäufe im Gefolge der Pandemie. Deutschlandchef Giovanni Liverani erwartet, dass viele Versicherer schon bald unter Druck kommen. Das sagte er im Interview mit Süddeutscher Zeitung und Versicherungsmonitor. Die Generali könne zukaufen, werde aber keine Gesellschaft mit „toxischen Beständen“ an klassischen Policen anfassen. Generali verteidigte die Riester-Rente, sieht aber die Zeit gekommen für neue Konzepte. Der Großvertrieb DVAG, der regelmäßig von seinen Wirtschaftsprüfern wegen Bilanzmängeln gerügt wird, sei ein „großes und seriös geführtes Unternehmen“. Zum ersten Mal nannte er Zahlen zu Vitality.
Archiv ‘DVAG’
Da wirste ja beKLOPPt
Meinung am Mittwoch Seit 2016 ist Liverpool-Trainer Jürgen Klopp das Werbegesicht der Deutschen Vermögensberatung (DVAG). Für die DVAG ist das eine kluge, wenn auch sicherlich teuer bezahlte Entscheidung. Klopp hat im Fußball schon einiges erreicht, das soll auf den Strukturvertrieb und seine Produkte abstrahlen. Doch das System der DVAG ist höchst umstritten – nicht nur für die Vermittler*innen, die sich darauf einlassen, sondern auch für die Kund*innen.
DVAG sorgt sich um politische Debatten
Die Vertriebsorganisation Deutsche Vermögensberatung (DVAG) ist beunruhigt über die politische Debatte um die Altersversorgung im Vorfeld der Bundestagswahl. Die Diskussion um eine kapitalgedeckte, obligatorische Altersversorgung bereite erhebliche Sorge, schreibt der Vorstand im Geschäftsbericht. Das Unternehmen meldete für 2020 einen Umsatzanstieg um 5,9 Prozent auf 1,98 Mrd. Euro und einen höheren Gewinn. Wie in den Vorjahren bricht die Gesellschaft in ihrem Jahresabschluss das Gesetz und veröffentlicht nicht die Vorstandsgehälter. Erneut trug ihr das einen Rüffel der Wirtschaftsprüfer ein und einen nur eingeschränkten Bestätigungsvermerk.
DVAG-Aufsichtsratschef Bohl geht
Leute – Aktuelle Personalien Der langjährige Aufsichtsratschef der Deutschen Vermögensberatung (DVAG) Friedrich Bohl wird offenbar den Finanzvertrieb Ende März verlassen. Sein Nachfolger soll Hans-Theo Franken werden. Außerdem: Der Versicherungsmarkt Lloyd’s of London macht den Aviva-Manager Patrick Tiernan zu seinem neuen Chief of Markets. Axa XL hat unterdessen einen neuen Chief Data and Analytics Officer, und bei der Allianz gibt es einen Wechsel im Aufsichtsrat.
Finleap: „Wir gehen in die nächste Wachstumsphase“
Exklusiv Mit 27 Jahren hat Ramin Niroumand den Berliner Unternehmensgründer Finleap aufgemacht. Inzwischen hat Finleap zehn Firmen gegründet, die zusammen eine Milliarde Euro wert sind. Jetzt verordnet Niroumand Finleap einen Kurswechsel, erläutert er im Interview mit Süddeutscher Zeitung und Versicherungsmonitor. Nicht mehr im Alleingang Firmen gründen, sondern mit bestehenden Konzernen die Veränderungen vorantreiben, das ist sein neues Motto.
Finleap holt Digitalteam von Wirecard
Der Fintech-Inkubator Finleap hat unter dem Namen „Finleap Forward“ ein neues Geschäftsfeld aufgebaut. Damit bietet sich das Berliner Unternehmen künftig Banken, Versicherern und mittelständischen Firmen aus der Finanzbranche als Digitalisierungshelfer an. Das Team, das für den Bereich zuständig ist, besteht bisher aus sechs Experten des insolventen Zahlungsdienstleisters Wirecard. Für die Leitung hat Finleap Jörn Leogrande gewonnen, den früheren Chef des Wirecard Innovation Labs.
Unser Bilderrätsel – heute mit der DVAG
Nachschlag – Der aktuelle Kommentar Der Finanzvertrieb DVAG – hier Reinfried und Andreas Pohl – legt großen Wert auf die Chancengleichheit zwischen Männern und Frauen im Unternehmen. Im Geschäftsbericht 2019 werden die gleichen Aufstiegschancen für Frauen im Unternehmen ausdrücklich betont. Wir haben nachgeschaut und sind verblüfft. Das gab Anlass zum allerersten Bilderrätsel des Versicherungsmonitors.
DVAG startet digitales Beratungstool
Die 17.000 Vermögensberater des Finanzvertriebs DVAG bekommen ein volldigitales Beratungstool an die Hand. Es ermöglicht eine vollständig papierlose Beratung mit integrierter Videofunktion. Dahinter steht Deutsche Fintech Solutions, ein Joint Venture mit dem Berliner Brutkasten für digitale Finanzunternehmen Finleap. Eigentlich war der Start für die zweite Jahreshälfte geplant, er wurde angesichts der Corona-Krise aber vorgezogen. Bei Deutsche Fintech Solutions übernimmt Pascal Müller als CEO.
Zeitreise: Allianz, Axa, Aachener und Münchener
Vor 20 Jahren In unserer Zeitreise erinnern wir an wichtige Ereignisse aus der Geschichte der Versicherungsbranche. Heute geht es um Preiserhöhungen der Allianz in der Kfz-Versicherung, politischen Druck auf die Branche, ein Interview mit Axa-Chef Michael Dill und die neue Politik der Aachener und Münchener, die erstmals eigene Fonds anbot. Und schließlich: Was die Kai-Pflaume-Show auf Sat1 mit Versicherung zu tun hatte.
Liebt euch und kauft Versicherungen!
Nachschlag – Der aktuelle Kommentar Blumenhändler und Schokoladenfabrikanten sollen ja den Valentinstag zwecks Geschäftemacherei so lange gepusht haben, bis auch hierzulande endlich jeder wusste, was es mit dem 14. Februar auf sich hat, behaupten die Gegner dieses Import-Feiertages. Dabei kann jeder profitieren, wenn er es nur geschickt anstellt – auch die Versicherer. Viele Marketingabteilungen haben für diesen Tag alles gegeben.
Der Fehlkauf des Andreas Pohl
Was wirklich wichtig ist Klatsch, Tratsch und die wirklich wichtigen Informationen über Unternehmen und Manager – das gibt es am Kaffeeautomaten, auf dem Flur und hier. Heute: Andreas Pohl, Chef der Deutschen Vermögensberatung, verklagt das britische Auktionshaus Coys.
Too little, too late
Herbert Frommes Kolumne In dieser Woche haben die Verbände der Versicherer, der Fondsgesellschaften und der Bausparkassen einen Plan vorgestellt, mit dem sie die Vereinfachung der Riester-Rente fordern und sich gegen die Deutschlandrente wenden, die Teile der CDU, die SPD und die Grünen planen. Der Vorschlag der Verbände kommt zwar gerade noch rechtzeitig zum CDU-Parteitag, auf dem die Sache möglicherweise diskutiert wird. Aber in Wirklichkeit kommt er zu spät – und er geht nicht weit genug. Dabei könnten gerade die Versicherer echte Alternativen bieten, wenn sie sich denn an ihre Tabuthemen herantrauen würden: die hohen Kosten und die Garantien.
Sachversicherung ist wieder hip
Der Kieler Assekuradeur Domcura will auch in Zukunft mit freien Maklern, Vertrieben und Pools weiter wachsen. „Die Sachversicherung ist seit ein paar Jahren wieder hip geworden“, sagt Uwe Schumacher (Bild), Vorstandsvorsitzender der MLP-Tochter, im Interview mit dem Versicherungsmonitor. Um die Digitalisierung im Unternehmen voranzutreiben, hat der ehemalige Chef des Versicherers Direct Line Ende Oktober einen Chatbot in der Schadenmeldung eingeführt. Für die Zukunft hat er sich größere Ziele gesetzt: Ein Ökosystem im Bereich Wohnen ist geplant.
Generalis Maklerversicherer Dialog komplett
Der Versicherer Generali Deutschland betreibt sein Maklergeschäft künftig ausschließlich über den Maklerversicherer Dialog, der jetzt auch über einen Komposit-Risikoträger verfügt. Die Vertragsbestände der früheren Generali Versicherung im Maklergeschäft wurden auf die Dialog übertragen. Damit ist die 2017 angestoßene Fokussierung des Vertriebs bei Generalis Deutschlandgeschäft weitgehend abgeschlossen. Der Ausschließlichkeitsvertrieb wurde im Finanzvertrieb DVAG gebündelt, Cosmos Direkt ist für den Direktvertrieb verantwortlich.













