Mit strengeren ESG- und Greenwashing-Vorgaben rückt für Versicherer der Nachweis tatsächlicher Umweltwirkungen in den Fokus. Warum digitale Risikoüberwachung und eine IoT-basierte Schadenprävention künftig nicht nur Risiken senken, sondern auch zu einem belastbaren Baustein des Nachhaltigkeitsreportings werden können, erläutert Verena Brenner, Geschäftsführerin des Technologiedienstleisters Proth!nx.
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Droht beim Altersvorsorgedepot Greenwashing?
Die Grünen interessieren sich dafür, ob die Bundesregierung bei der Riester-Reform das Risiko im Blick hat, dass Anbieter Produkte fälschlicherweise als nachhaltig bewerben. Beim Bund der Versicherten sieht man Greenwashing in der Finanzbranche als einen Grund für die Zurückhaltung von Sparern bei nachhaltigen Anlagen.
Ferma-Leitlinien für nachhaltigkeitsbezogene Versicherungen
Wie kann ein auf Nachhaltigkeit ausgerichtetes Versicherungsprogramm aussehen? Mit dieser Frage hat sich die Vereinigung der Risikomanager Ferma beschäftigt. Ihre neuen Leitlinien sollen dabei helfen, Greenwashing zu verhindern.
Reputationsrisiko Promi-Werbung
Der Makler Willis hat ein datenbasiertes Modell entwickelt, mit dem sich die Reputationsrisiken von Unternehmen, die mit Werbeträgern und Markenbotschaftern zusammenarbeiten, bemessen lassen sollen. Das Modell ist in Zusammenarbeit mit dem britischen Datenunternehmen Polecat entstanden und basiert auf künstlicher Intelligenz.
Nach der ESG-Regulierung kommen die ESG-Klagen
Nachdem Berichtspflichten, gesetzliche und regularische Vorgaben zu ESG-Aspekten (Environment, Social, Governance) inzwischen gang und gäbe sind, ist die Aufregung darüber etwas abgeebbt. Versicherer und ihre Kunden haben Routine bekommen. Doch nun folgt laut der Spezialkanzlei Clyde & Co die nächste Herausforderung: zunehmende Klagen aus dem ESG-Bereich. Deutschland könnte dabei ein neuer Hotspot werden.
Auf Nachhaltigkeit kommt es nicht mehr an
Das Thema Nachhaltigkeit verliert in der Versicherungsbranche an Bedeutung – diesen Eindruck bestätigt die aktuelle Umfrage des German Sustainability Networks in Zusammenarbeit mit V.E.R.S. Leipzig. Während zum Start der halbjährlichen Umfragen im Jahr 2022 noch zwei Drittel der Anbieter davon ausgingen, dass die Bedeutung von Nachhaltigkeit für den Unternehmenserfolg stark zunehmen wird, erwarten dies jetzt nur noch 7 Prozent. Allerdings glauben die Studienautoren auch, dass das Thema in der Branche trotz allem fest verankert ist.
HDI Global lanciert ESG-Lieferkettenpolice in Deutschland
HDI Global bringt nach eigenen Angaben als erster Anbieter eine Versicherungslösung für ESG-Risiken in Lieferketten auf den deutschen Markt. Der neue Baustein soll Unternehmen vor finanziellen Schäden, vertraglichen Haftpflichtansprüchen und Reputationsverlusten schützen, die durch Verstöße ihrer Zulieferer gegen Umwelt-, Sozial- oder Governance-Standards (ESG) entstehen. Mit der Police reagiert der Industrieversicherer auf die wachsenden Anforderungen durch das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz und die EU-Richtlinie CSDDD.
ESG-Berichte werden besser
Die deutschen Versicherer haben 2024 die Qualität ihrer Nachhaltigkeitsberichterstattung deutlich verbessert. Das zeigt die neue ESG-Analyse (Environment, Social und Governance) von Zielke Rating und Zielke Research Consult, die 50 deutsche Versicherer bewertet. Die Zurich Gruppe Deutschland hat es erstmals an die Spitze des Rankings geschafft, auf Platz 2 ist die Versicherungskammer Bayern. Während einige Versicherer Nachhaltigkeit als Werttreiber begreifen, nutzen andere die regulatorische Situation, um Transparenz zurückzuschrauben, meint Analyst Carsten Zielke.
Erneuerbare: Hybridstrategien für weniger Volatilität
The Long View – Der Hintergrund Erneuerbare Energien spielen für institutionelle Investoren inzwischen eine bedeutende Rolle bei der Asset Allocation. Versicherer profitieren von dem langfristigen Charakter, stabilen und gut prognostizierbaren Cashflows, attraktiven Renditen und dem positiven ESG-Footprint. Eine Herausforderung stellt jedoch die Volatilität dar. Die sogenannte Hybridisierung wird dabei zu einem wichtigen Baustein.
Regulatorik treibt Nachhaltigkeitsanstrengungen
Die Regulatorik ist der Haupttreiber für die aktuellen Bemühungen der Versicherer in Sachen Nachhaltigkeit, in Zukunft verschiebt sich der Fokus aber zunehmend auf Themen wie das Management von Risiken. Das ist ein Ergebnis einer Befragung von 35 deutschen und österreichischen Anbietern. Sie sind mehrheitlich zuversichtlich, dass sie die Herausforderungen in dem Bereich stemmen werden. Und: Net-Zero-Ziele sind im Underwriting derzeit eher die Ausnahme.
Fiedler: Markt zeigt Aufweichungstendenzen
Die Preise in der Industrieversicherung gehen in vielen Sparten nach unten. Allerdings können kleinere Unternehmen weniger stark von Prämienreduktionen profitieren als größere, sagt Patrick Fiedler, Vorstandsvorsitzender des Industriekundenverbands GVNW, im Interview mit dem Versicherungsmonitor. Er spricht außerdem über die geplanten Datenplattform, die Gründung neuer Captives und erklärt, warum Unternehmen, die vor kurzem aus ESG-Gründen Probleme beim Versicherungsschutz hatten, jetzt wieder Deckung bekommen.
Monte Carlo und Lebensversicherer
An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: Das Rückversicherungstreffen in Monte Carlo und das Strategiemeeting Lebensversicherung des Handelsblattes
Willis: Kreditversicherer halten sich zurück
Exklusiv Kreditversicherungen gewinnen angesichts steigender Insolvenzen für Unternehmen an Bedeutung, schreibt der Makler und Berater Willis in einem aktuellen Marktbericht. Allerdings halten sich Versicherer zunehmend zurück, wenn es darum geht, sie gegen Zahlungsausfälle abzusichern. Obwohl sich die Lage in den meisten industriellen Sparten laut Experten entspannt hat, verhärtet sich nach Angaben von Willis der Kredit-, Luftfahrt-, und Kfz-Versicherungsmarkt.
GVNW-Spezial: Harter Markt am Ende?
Vom 10. bis 12. September 2025 treffen sich Versicherungseinkäufer aus der Industrie mit Versicherern und Maklern beim Symposium des Gesamtverband der versicherungsnehmenden Wirtschaft (GVNW) in Unterschleißheim bei München. Wir haben im Vorfeld mit Experten wie dem GVNW-Chef Patrick Fiedler über aktuelle Markttrends gesprochen. Hier finden Sie alle Interviews und Analysen aus unserem GVNW-Spezial in voller Länge.
Vermittler klagen über regulatorischen Aufwand
Der hohe regulatorische Aufwand macht Versicherungs- und Finanzvermittlern zu schaffen. Gleichzeitig liefern aus ihrer Sicht nicht alle Regeln einen Mehrwert für die Kunden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Befragung im Auftrag der Bundesarbeitsgemeinschaft zur Förderung der Versicherungsmakler BFV. Erst vor Kurzem hatte sich die europäische Versicherungsaufsicht Eiopa nach verdeckten Testkäufen selbstkritisch zu den Vorgaben für den Vertrieb geäußert.














