Der Versichererverband GDV hat anlässlich des Verkehrsgerichtstages in Goslar die Bedeutung von Gebrauchtteilen bei der Reparatur von Unfallfahrzeugen betont. Sie könnten einen erheblichen Beitrag zum Klimaschutz und zur Kreislaufwirtschaft leisten. Dafür müssten aber zunächst ein klarer rechtlicher Rahmen, gewisse Qualitätsstandards sowie eine entsprechende Akzeptanz bei Fahrerinnen und Fahrern geschaffen werden, so der Verband. Dass die Versicherer auf die Weise auch ihre Ausgaben ob der exorbitant gestiegenen Preise für Teile und Werkstattstunden reduzieren können, liegt auf der Hand.
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Versicherer sehen EuGH-Urteil größtenteils positiv
Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat in der vergangenen Woche ein Urteil gefällt, das unter anderem einige Vorgaben aus der Solvency-II-Richtlinie auch auf andere europäische Richtlinien ausgeweitet hat. Überrascht sind Versicherer von dieser Entscheidung nicht. Erste Reaktion sind positiv, allerdings wollen die Gesellschaften das Urteil noch im Detail prüfen. Außerdem bleibt abzuwarten, wie es sich in der Praxis auswirkt.
PFAS: GDV-Ausschluss findet kaum Anklang
Der Vorschlag des Versichererverbands GDV, Risiken durch die Ewigkeitschemikalien PFAS in der Haftpflichtversicherung zunächst auszuschließen, bevor ein Risikodialog mit Kunden über einen möglichen Wiedereinschluss stattfindet, hat sich in der Praxis anscheinend nicht durchgesetzt. Bei einer Diskussionsrunde auf der Euroforum-Haftpflichtkonferenz in Köln fremdelten Makler, Kunden und auch Versicherer mit dem Konzept. Der GDV sieht eine neue Dynamik beim Thema – auch durch vermehrte Klagen in Europa.
GDV reagiert auf Schäden durch Phantomfrachtführer
Sogenannte Phantomfrachtführer setzen den Transportversicherern zu. Dabei übernehmen vermeintliche Frachtfirmen den Transport von Lkw-Ladungen und machen sich damit aus dem Staub. Weil die Schäden zuletzt stark zugenommen haben, plant der Gesamtverband der Versicherer (GDV) Änderungen der Musterbedingungen für die Verkehrshaftungsversicherung. Kunden sollen ihre Belegschaft über das Phänomen aufklären und im Schadenfall einen Selbstbehalt übernehmen.
Wenn der falsche Chef anruft
An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: Schadenstatistik von Allianz Trade und Neujahrsempfang von Munich Re
GDV beim Lobbybudget weiter vorn
Mit rund 15,3 Mio. Euro ist der Versichererverband GDV branchenübergreifend weiterhin unangefochten die Organisation mit dem größten Budget im Lobbyregister des Bundestags. Das zeigt der aktuelle Bericht der Bürgerbewegung Finanzwende. Auf der Rangliste der Finanzunternehmen folgen auf den GDV vier Bankenverbände. Der Verband der privaten Krankenversicherung PKV belegt mit 1,9 Mio. Euro Rang sechs. Die Allianz ist die „heimliche Nummer drei“.
GDV: Naturkatastrophenschäden deutlich geringer
Die Versicherer melden weniger Schäden durch Naturkatastrophen im laufenden Jahr. Nach vorläufigen Zahlen des Branchenverbands GDV fallen sie rund 3 Mrd. Euro geringer aus als 2024. Die Versicherer betonen aber, dass die klimabedingten Extremwetterereignisse insgesamt zunehmen. Weil viele Hausbesitzer keinen Schutz gegen Überschwemmungen und andere Elementarereignisse haben, gibt es Forderungen nach einer Versicherungspflicht.
Der Rückblick auf 2025, Teil 3: D&O-Beben, PKV-Preisschock und Captive-Comeback
Sinkende Rückversicherungspreise, neue Datenschnittstellen und ein Generationswechsel in der Maklerszene treffen im Herbst auf eine Welle von Großschäden. Von September bis Dezember prägen milliardenschwere D&O-Konflikte, stark steigende PKV-Beiträge, schärfere BaFin-Vorgaben im Vertrieb und im Kfz-Markt sowie weitere Umbrüche bei Maklern und Assekuradeuren die Schlagzeilen. Parallel erlebt das Captive-Thema in Deutschland ein Comeback.
Der Rückblick auf 2025, Teil 2: Übernahmen, Captives und Cyberattacken
Naturkatastrophen, politischer Druck und teure Risiken stellen die Versicherungsbranche auch im Sommer auf die Probe. Von Mai bis August reicht die Spanne von Kapitalproblemen beim Bäckerei-Versicherer SHB und der Suche nach einem Käufer über den Boom firmeneigener Versicherer – Captives – bis zu spektakulären D&O-Fällen. Gleichzeitig verschärft die BaFin den Ton im Vertrieb, Munich Re verlässt Klimainitiativen, und Cyberangriffe treffen erneut die Branche. Bei den Maklern eskaliert der Wettbewerb.
Stress mit dem Vertrieb
An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: Dringend benötigte Pause für Versicherer und Vorbereitung auf Diskussionen mit dem Vertrieb
Altersvorsorge: Zucker für die Fonds, Essig für Versicherer
Die Regierung hat sich bewegt und die lang angekündigte Reform der privaten Altersvorsorge tatsächlich auf den Weg gebracht. Damit kann die Versicherungswirtschaft zufrieden sein, schreibt Herausgeber Herbert Fromme. Vor allem die Abschaffung der vollständigen Beitragsgarantie beim Riester-Nachfolgeprodukt dürfte die Branche erfreuen. Doch in dem zentralen Punkt der lebenslangen Rente haben sich die Fonds durchgesetzt, und der Entwurf enthält weitere Kröten für Versicherer und Vertriebe. Das wird zu erheblichen Spannungen führen.
Aufzugs-Posse im GDV
Mit der Einführung eines neuen Arbeitsflächenkonzepts wollte sich der Versichererverband GDV eigentlich als modern und offen präsentieren. Jetzt sorgt ausgerechnet die Nutzung eines Aufzugs für Unfrieden in Teilen der Belegschaft. Im Mittelpunkt: Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen, den eine wachsende Zahl von Mitarbeitern als abgeschottet und unnahbar empfinden.













