Archiv ‘Generali’

Swiss Re ernennt Chief Risk Officer für neue Einheit

 Leute – Aktuelle Personalien  Der Schweizer Rückversicherer Swiss Re hat Attila Kerényi zum Chief Risk Officer für die Schaden- und Unfallrückversicherung ernannt. Außerdem: Der Abwicklungsspezialist Viridium sucht einen neuen Kommunikationschef, und das Softwareunternehmen Teckpro sowie der Digitalberater Elaboratum vergrößern ihre Geschäftsführung. Personelle Neuigkeiten gibtesauch bei Verisk, Generali, N2G und Miller.

Finanzvertrieb DVAG stagniert

Deutliche Rückgänge beim Verkauf von Lebensversicherungen und Baufinanzierungen meldet der Vertrieb Deutsche Vermögensberatung AG (DVAG) für das Jahr 2022. Dass der Umsatz dennoch nur leicht um 1,6 Prozent auf 2,2 Mrd. Euro zurückging, verdankt das Unternehmen dem starken Wachstum bei der Vermittlung von Bausparverträgen und einem moderaten Zuwachs bei direkten Investments. Der Gewinn nach Steuern stieg um 1,7 Prozent auf 246 Mio. Euro. Für den Rückgang in der Lebensversicherung sei die Politik verantwortlich, weil sie die Riester-Rente nicht reformiert habe, so der DVAG-Vorstand Andreas Pohl.

Generali: Ökosysteme sind keine Selbstläufer

Der Aufbau von Ökosystemen im Bereich Gesundheit ist alles andere als eine Selbstverständlichkeit. Die Plattformen funktionieren nur, wenn es gelingt, eine hohe Frequenz an Kundenkontakten zu erreichen und die Kunden mit relevanten Inhalten zu versorgen, sagte Jochen Petin, Vorstand der Generali Deutschland, bei einer Fachtagung. Die Ausgründung der Generali Health Solutions ermöglicht es der Gruppe, Gesundheitsprogramme über den deutschen Markt hinaus anzubieten. Dabei setzt das Unternehmen auch auf die Kooperation mit anderen Krankenversicherern.

Das Beste vom Feste

 Nachschlag – der aktuelle Kommentar  Firmenfeste sind wichtig für den Zusammenhalt der Belegschaft und die Identifikation mit dem Arbeitgeber. Und sie sagen natürlich auch etwas über das Selbstverständnis eines Unternehmens aus. Beim Finanzvertrieb DVAG ist die Aussage ganz klar: Für unsere Mitarbeitenden nur das Beste, Kosten spielen keine Rolle. Also lud der Strukturvertrieb 13.000 Menschen in die Kölner Lanxess Arena und überraschte sie mit Robbie Williams. Warum auch nicht – noch ist das Provisionsverbot von der EU ja nicht beschlossen und das Geld fließt noch reichlich.

Insure Our Future verlangt sofortige Reaktion

Die Klimaschützer der internationalen Kampagne Insure Our Future verschärfen ihre Forderungen an die 30 weltweit größten Versicherer im Bereich fossile Brennstoffe, unter ihnen sind auch Allianz und Munich Re. Sie verlangen sofortige Handlungen im Bereich Versicherung und Kapitalanlage. Das Konzept eines Dialogs mit Kunden anstelle eines Deckungsausschlusses habe nicht funktioniert, meinen die Aktivisten.

Credit-Suisse-Anleiheausfall trifft Versicherer kaum

Wegen der Übernahme der Schweizer Bank Credit Suisse (CS) durch den Rivalen UBS verlieren Besitzer von nachrangigen Anleihen in Höhe von 16 Mrd. Franken ihr Geld. Das hat die Schweizer Finanzaufsicht Finma beschlossen. Die Analysten der Bank Berenberg haben nachgefragt, wie die Versicherer betroffen sind. Das Ergebnis: Es geht um sehr kleine, einstellige Millionenbeträge bei Aegon, Zurich und Allianz. Ohnehin ist die Exponierung der Konzerne in diesem Segment niedrig. Ein Grund ist die Wirkung von Solvency II. Allerdings müssen auch Versicherer spürbare Abschreibungen auf CS-Aktien und die normalen Anleihen von Credit Suisse vornehmen.

Rainer Sommer wird Provinzial-Vorstand

 Leute – Aktuelle Personalien  Der Umbau und die Modernisierung der IT ist für die Versicherer eine Mammutaufgabe, das gilt auch für die öffentlichen Versicherer wie die Provinzial. Der Konzern holt dafür einen ausgewiesenen IT-Fachmann an Bord: Der frühere Zurich- und Generali-Vorstand Rainer Sommer soll ab Juni als Vorstand für Vertragsservice im Kompositbereich, Schaden und Technologie die technologische Weiterentwicklung der Gruppe vorantreiben. Der Holdingvorstand wächst damit wieder auf sechs Mitglieder an. Für die übrigen Vorstandsmitglieder ist die Ernennung Sommers eine Entlastung.

Keine Panik, aber viel Vorsicht nötig

 Herbert Frommes Kolumne  Die Bankenkrise frisst sich weiter in den Finanzsektor hinein. Nach dem Kollaps der Silicon Valley Bank und der kleineren Signature Bank in den USA meldete am Donnerstag die dortige Regionalbank First Republic Probleme. Auch die Schweizer Credit Suisse musste aufgefangen werden. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis auch deutsche Banken Probleme mit den massiven Zinserhöhungen haben werden. Das wird auch Versicherer treffen.

Schmidt: Honorarberatung aus der Nische herausholen

Während es unter den Grünen viele Befürworter eines Provisionsverbots bei Finanzprodukten gibt, das auf europäischer Ebene im Rahmen der EU-Kleinanlegerstrategie diskutiert wird, ist der Koalitionspartner FDP dagegen. Als ersten Schritt sollte es darum gehen, die Honorarberatung aus ihrem Nischendasein zu befreien und als ernstzunehmende Alternative zum Provisionsmodell zu etablieren, sagte Stefan Schmidt (rechts) von den Grünen bei einer Fachveranstaltung. Finanzstaatssekretär Florian Toncar (FDP) hofft derweil, dass die EU das Thema Provisionsverbot ad acta legt.

Generali mit starkem operativem Ergebnis

Trotz Ukraine-Krieg, hoher Inflation und wirtschaftlicher Unsicherheiten hat der italienische Versicherer Generali 2022 operativ so viel verdient wie noch nie. Dank eines Profitabilitätsschubs im Lebensversicherungsgeschäft stieg das Ergebnis um 11,2 Prozent auf 6,5 Mrd. Euro. Der Konzern will die Dividende um 9 Cent auf 1,16 Euro pro Aktie erhöhen. Wegen Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf die Beteiligung am russischen Versicherer Ingosstrakh stieg der Nettogewinn aber nur leicht um 2,3 Prozent auf 2,9 Mrd. Euro.

Run-off und Inflation

 Was die Woche bringt  An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: Geschäftszahlen von der Talanx und der italienischen Generali sowie die Run-off-Konferenz der Süddeutschen Zeitung und das Breakfast Briefing des Versicherungsmonitors zum Thema Inflation.

Kunst-Sponsoring: Tue Gutes und rede darüber

 Was wirklich wichtig ist  Klatsch, Tratsch und die wirklich wichtigen Informationen über Unternehmen und Manager – das gibt es am Kaffeeautomaten, auf dem Flur und hier. Heute: Die Kunst ist ein beliebtes Sponsoring-Feld für die Generali. Das ist nicht überraschend, schließlich gehört zum Konzern mit der Arte Generali ein eigener Kunstversicherer. Manchmal kommt bei solchen Sponsoringaktionen etwas richtig Gutes heraus, so wie die Open-Air-Ausstellung mit Bildern des Fotografen Oliviero Toscani auf dem Kölner Neumarkt.

Jochen Petin verlässt Generali Kranken

 Leute – Aktuelle Personalien  Still hat die Generali einen Personalwechsel an der Spitze ihres Krankenversicherers vollzogen. Jochen Petin (Bild) ist nicht länger Chef der Generali Kranken, sondern leitet den Bereich Bausparen in der Gruppe. Neuer Chef der PKV-Gesellschaft ist Uli Rothaufe, bislang schon CEO der Lebensversicherer. Außerdem stehen personelle Änderungen bei Swiss Life Deutschland, der Dela Lebensversicherung und dem Schweizer Versichererverband an.

[…]

Dittmann verlässt HDI Deutschland

 Leute – Aktuelle Personalien  Beim Versicherer HDI Deutschland steht erneut ein Vorstandswechsel im Bereich Vertrieb an. Malte Dittmann (Bild) verlässt das Unternehmen Ende März. Außerdem: Die DEVK Re baut ihre Führungsetage aus. Der Großmakler Aon eröffnet eine Niederlassung in Bremen. Der Maklerversicherer Dialog strukturiert seine Vertriebsorganisation um. Der Makler- und Beratungskonzern Marsh McLennan befördert Christos Adamantiadis, und der Council of Lloyd’s hat einen neuen stellvertretenden Vorsitzenden.

ESG-Ranking geht in die nächste Runde

Die Nachhaltigkeitsberichterstattung der europäischen Versicherer hat sich im Jahr 2021 erneut verbessert. Zu diesem Ergebnis kommt Carsten Zielke, Geschäftsführer der Zielke Research Consult, der die Nachhaltigkeitsberichte von 20 führenden europäischen Versicherern analysiert hat. Es sei aber nach wie vor ein Problem, dass einige Unternehmen ihre CO2-Emissionen nicht transparent genug darstellen. Crelan und BNP Paribas schneiden besonders schlecht ab, wo hingegen Axa und Zurich sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den ersten Platz liefern. Bei deutschen Versicherern hat es ebenfalls Verbesserungen gegeben.

WordPress Cookie-Hinweis von Real Cookie Banner