Herbert Frommes Kolumne Vor 20 Jahren konnten sich die Versicherer gar nicht retten vor guten Empfehlungen von Beratern, die ihnen ein rasches Ende des Vertretervertriebs und die güldene Zukunft des Online-Vertriebs vorhersagten. Sie haben falsch gelegen. Doch daraus die Konsequenz zu ziehen, auf ewig am aktuellen System festzuhalten, wäre ein grober Fehler. Das Beispiel Allianz zeigt, wohin es führen kann, wenn man zu sehr auf die Vertreter setzt.
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Die Pandemie-Prämien der Assekuranz – Teil 1
Exklusiv Gratisaktien, neue Bürostühle, kostenfreie Parkplätze, mehr Urlaubstage oder Anti-Stress-Seminare – die Versicherer haben in der Krise gezeigt, wie unterschiedlich Unterstützungsangebote für Mitarbeiter aussehen können. Interessieren dürfte aber vor allem die Frage nach dem Corona-Bonus. Wer macht von der Möglichkeit einer steuer- und abgabefreien Sonderzahlung Gebrauch? Und wie viel zahlen die Gesellschaften? Der Versicherungsmonitor hat bei Versicherern nachgefragt, ob sie einen Corona-Bonus zahlen und welche anderen Unterstützungsangebote sie für ihre Mitarbeiter gestartet haben.
Google ist schon lange da
Herbert Frommes Kolumne Hartnäckig hält sich die Auffassung, dass die Internet-Giganten im Versicherungsmarkt nicht aktiv seien. Das Gegenteil ist der Fall. Google ist sehr prominent unterwegs, die anderen großen Tech-Konzerne mehr oder weniger auch. Google erzielt Milliardenumsätze mit Versicherern – gerade in Deutschland. Das spielt eine große Rolle für die künftige Strategie auf beiden Seiten: bei den Versicherern und bei den Digital-Konzernen.
HUK-Coburg: Befreit die Daten!
Die Autofahrer sollten selbst bestimmen können, wer Zugriff auf ihre Daten haben darf, fordert HUK-Coburg-Vorstand Jörg Rheinländer bei der Online-Diskussion anlässlich des Verkehrsgerichtstags in Goslar. Uneigennützig ist das nicht, die Autoversicherer möchten auf Basis der Daten Telematik-Tarife und andere Serviceleistungen anbieten. Bisher hüten die Autohersteller ihren Datenschatz aber eifersüchtig – und wollen ihn nicht im großen Stil teilen. Neben den Versicherern gibt es auch noch eine ganze Reihe anderer Parteien, die sich dafür interessieren.
Der Datenschatz im Auto
Was die Woche bringt An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: Das von Kfz-Marktführer HUK-Coburg getragene Goslar Institut veranstaltet eine Podiumsdiskussion zu den im Auto anfallenden Daten.
Innovationswillig, aber zu träge
Die meisten deutschen Versicherer wollen ihr Geschäftsmodell modernisieren. Von der viel diskutierten Disruption ist aber noch nicht viel zu sehen, zeigt eine Studie des Beraters EY Innovalue. Neun von zehn Versicherern und Maklern glauben, dass die Veränderung in kleinen Schritten erfolgt und nicht in einem großen radikalen Schnitt. Ein explizites Forschungs- und Entwicklungsbudget ist bei den Unternehmen noch nicht selbstverständlich. Dabei könnte ein systematischerer Ansatz die Innovationskraft erhöhen, vermutet EY Innovalue.
Versicherer kämpfen um Relevanz
Den bisherigen Verlauf der Pandemie haben die deutschen Versicherer und Makler im Wesentlichen gut überstanden. Wollen die Unternehmen mit ihrem Geschäftsmodell auch in Zukunft Bestand haben, müssen sie aber sicherstellen, dass die Kunden sie weiter als relevant ansehen. Das war das Fazit einer Diskussionsrunde beim virtuellen Versicherungstag der Süddeutschen Zeitung. Wer keinen klar erkennbaren Kundennutzen aufweist, verliert, glaubt Jörg Rheinländer von der HUK-Coburg. Der Vorstand des größten deutschen Kfz-Versicherers fürchtet weniger die Konkurrenz aus der Branche als Wettbewerber von außen – allen voran die Autohersteller selbst.
Kfz-Telematik: MSK und Neodigital greifen an
Noch dominieren Allianz und HUK-Coburg den Markt für Telematik-Angebote in der Kfz-Versicherung. Das könnte sich bald ändern. Denn das aktuarielle Beratungshaus Meyerthole Siems Kohlruss (MSK) und der Digitalversicherer Neodigital haben sich zusammengetan, um noch in diesem Jahr zur Kfz-Wechselsaison einen Telematik-Tarif auf den Markt zu bringen. Das Angebot soll als „Telematics-as-a-Service“ in den kommenden Jahren auch weiteren Kfz-Versicherern zur Verfügung stehen. Die Ambitionen sind groß: Nicht weniger als ein Datenpool in der Größenordnung der bisherigen Marktführer wird angestrebt.
Axa sortiert OBD-Stecker bei Kfz-Telematik aus
Die Axa hat in Belgien ihre alte Telematik-App vom Markt genommen und bietet Autofahrern eine neu entwickelte Alternative an. Ab sofort arbeitet der Versicherer mit dem Technologiedienstleister Cambridge Mobile Telematics zusammen, der auch das Telematik-Zubehör der HUK-Coburg liefert. Die neue Axa-App ist das einzige Kfz-Telematik-Programm, das der Versicherer derzeit in den App-Stores hat. Die App kommt ohne den bisher benötigten Stecker im On Board Diagnose-Port (OBD) des Fahrzeugs aus. Gedacht ist das Programm für junge Fahrer, die damit kräftig bei der Prämie sparen können.
Keinen Bock auf Versicherungswechsel
Trotz großer Bemühungen der Kfz-Versicherer, Autofahrer zu einem Anbieterwechsel zu bewegen, sind den werbewirksamen Aufrufen im Jahresendgeschäft 2020 nur relativ wenige Kunden gefolgt. Laut einer Studie der Unternehmensberatung Sirius Campus haben nur 4,7 Prozent der rund 40 Millionen privaten Kfz-Versicherungsnehmer einen neuen Versicherer gesucht. 2019 waren es noch 5,2 Prozent oder 2,1 Millionen Wechsler. Die Wechselmüdigkeit ist nicht nur Corona geschuldet.
Die persönliche Versicherungsmaschine
The Long View – Der Hintergrund Die Digitalisierung der Versicherungswirtschaft ist schon weiter fortgeschritten, als viele denken. Eine persönliche Versicherungsmaschine, die vollautomatisiert, effizient und datengetrieben mit den Kunden interagiert und auf ihre Bedürfnisse eingeht, muss keine Utopie bleiben. Dafür braucht es allerdings neue Rahmenbedingungen und eine Weiterentwicklung von Technologie und Organisation.
Bereit für die zweite Welle?
Exklusiv Corona gehört mittlerweile zum Alltag. Doch jetzt kommt die zweite Welle. Welchen Einfluss hat sie auf die Versicherer in Deutschland? Der Versicherungsmonitor hat bei Versicherern und Maklern nachgefragt, wie sie mit dieser zweiten Welle umgehen und was sie aus dem ersten Lockdown gelernt haben. Im ersten Teil berichten Talanx, Debeka, Zurich, Nürnberger, Allianz, HUK-Coburg und Alte Leipziger-Hallesche, wie die Stimmung ist, welche Schäden sie erwarten und welche neuen Maßnahmen sie eingeführt haben.
So zahlt die HUK Beiträge zurück
Der Marktführer in der Kfz-Versicherung HUK-Coburg hat seinen Kunden versprochen, ihnen Teile der Versicherungsbeiträge für 2020 zurückzuerstatten. Da es in der Pandemie weniger Schäden gab als normalerweise, sank der Aufwand. Jetzt hat der Versicherer die Kunden informiert, wie er die Beitragsanteile erstatten will und nutzt die Aktion geschickt für die Kundenbindung.
Morgen & Morgen hält PKV für stabil
Das Analysehaus Morgen & Morgen (M&M) bescheinigt den privaten Krankenversicherern (PKV), sich im vergangenen Jahr gut geschlagen zu haben. Schwachpunkte sind nach wie vor der Rückgang bei der Zahl der Vollversicherten und der sinkende Rechnungszins, der für die Kunden steigende Beiträge bedeutet. Alles in Allem hält das Unternehmen die Branche für stabil. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie werden sich allerdings erst im kommenden Jahr bewerten lassen. In seinem Rating verteilt M&M die Höchstnote an 3 von 30 Anbietern.
HUK-Coburg baut Finanz-Vorstandsressort um
Leute – Aktuelle Personalien Bei der HUK-Coburg wird Thomas Sehn (Bild) ab dem Jahreswechsel das neue Ressort Kapitalanlagen und Finanzen leiten. Er übernimmt damit Aufgaben von Sarah Rössler, die das Unternehmen im Sommer verlassen wird. Weitere ihrer Aufgaben gehen an Helen Valerie Reck, die Generalbevollmächtigte bei der HUK-Coburg wird. Außerdem: Bei der Schweizer Munich Re-Tochter New Re wird Thomas Braune Nachfolger von Chefin Renate Strasser. Volker Eggers wird Finanzchef von MSIG Insurance Europe. Thomas Neuer wird Director Sales bei xbAV und FM Global hat erstmals einen Chief Client Experience Officer.












