Alexander Mahnke, Vorstandsvorsitzender des Gesamtverbands der versicherungsnehmenden Wirtschaft (GVNW), hat flächendeckenden Preiserhöhungen in der Industrieversicherung eine Absage erteilt. Das sei nicht der richtige Weg, sagte er bei der Eröffnung des diesjährigen Symposiums des Lobbyverbandes der deutschen Wirtschaft in Versicherungsfragen. Außerdem seien Preiserhöhungen schwer durchzusetzen, der Markt ist immer noch käuferfreundlich. Ebenfalls unzufrieden ist Mahnke mit den Digitalisierungsbemühungen und den Kostensätzen der Anbieter in der Industrieversicherung. … Lesen Sie mehr ›
Die Risiken für deutsche Firmen wandeln sich dramatisch, schreibt der Großmakler Aon in einem aktuellen Bericht. Vor allem rechtliche Risiken setzten die Unternehmen unter Druck. Für Manager werde das Arbeiten angesichts von Regulierung, Datenschutz und den bald auch in Deutschland drohenden Sammelklagen zum Spießrutenlauf. Für das eigentliche Kerngeschäft bleibe wenig Zeit. All das führt laut Aon bei einigen Firmen zu der „absurden Situation“, dass rechtliche Risiken die Betriebsgefahren übersteigen. … Lesen Sie mehr ›
Versicherungsmonitor Analyse In diesem Jahr wollen die Industrieversicherer das erreichen, was ihnen seit Jahren nicht gelingt: Die Preise in der gebeutelten Feuerversicherung sollen endlich steigen. Noch ist unklar, wie erfolgreich sie sein werden. Makler halten einen marktweiten Prämienanstieg für unwahrscheinlich, schließlich hätten die Anbieter auch schon in den vergangenen Jahren Sanierungsversuche aus Sorge vor Umsatzeinbußen regelmäßig nach kurzer Zeit wieder aufgegeben. Außerdem gibt es immer noch ausreichend Kapazität im Markt. Eine weitere Hürde ist, dass nicht alle Anbieter mitziehen, wenn ein Konkurrent mit einer Preiserhöhung vorprescht. Sie spekulieren stattdessen auf die Kunden, die er bei der Sanierung verliert. … Lesen Sie mehr ›
Was die Woche bringt An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: GVNW-Symposium und Rückversicherungstreffen in Monte Carlo. … Lesen Sie mehr ›
Gerichtliche Auseinandersetzungen wegen Patentverletzungen nehmen weltweit zu, so ein Bericht des Maklers und Beraters Willis Towers Watson. Versicherer, die entsprechende Deckungen anbieten, beobachten bereits eine steigende Nachfrage. Allerdings sind die Policen immer noch nicht weit verbreitet. Auch hierzulande wächst das Risiko. Laut dem Bericht liegt Deutschland mittlerweile auf Rang drei der Länder mit den meisten Prozessen wegen Verletzungen geistigen Eigentums. Auf Platz eins liegen die USA, dahinter folgt China. … Lesen Sie mehr ›
Der Schweizer Versicherer Baloise musste im ersten Halbjahr 2018 erneut hohe Nachreservierungen für sein deutsches Krankenhaus-Haftpflichtportfolio vornehmen. Stolze 46,8 Mio. Franken musste die Gesellschaft in den Bestand stecken. Die Baloise hat ihn für das Neugeschäft geschlossen und will ihn intern in der konzerneigenen Run-off-Einheit abwickeln. Die Nachreservierung drückt auf den Konzerngewinn: Er ging von 298,6 Mio. Franken auf 269,3 Mio. Franken zurück. … Lesen Sie mehr ›
Die Seekasko-Sparte, in der Versicherer Schäden an Schiffen decken, steckt seit Jahren in den roten Zahlen. Jetzt will der Versicherungsmarkt Lloyd’s of London offenbar die Reißleine ziehen. Laut einem Bericht des Wall Street Journals hat Lloyd’s eine Reihe von Syndikaten aufgefordert, ihr Geschäft in der Sparte zu überprüfen. Der Londoner Markt ist ein wichtiger Kapazitätsgeber für die Schiffsversicherung, sollten sich die Anbieter hier spürbar aus dem Geschäft zurückziehen oder die Prämien erhöhen, hätte das auch Auswirkungen auf den Gesamtmarkt. … Lesen Sie mehr ›
Kommentar In der Diskussion um Preiserhöhungen in der D&O-Versicherung hat der US-Versicherer AIG in dieser Woche eine konkrete Zahl auf den Tisch gelegt. Er will die Prämien im gesamten deutschen D&O-Bestand um rund zehn Prozent anpassen. Auch wenn andere Anbieter nachziehen, kann das nur ein Anfang sein. Um die hoch defizitäre Sparte marktweit wieder ins Verdienen zu bringen, wären weit mehr als zehn Prozent nötig. Dafür müssten die Versicherer den Kunden aber auch einen Mehrwert bieten. … Lesen Sie mehr ›
Die Ratingagentur A.M. Best hat zwei Großschadenszenarien in der Cyberversicherung modelliert: einen Zusammenbruch von Cloud-Servern und eine Sicherheitslücke in einer weit verbreiteten Software. Sollte eines davon eintreten, könnte das mehrere der größten 20 Cyberversicherer viel Geld kosten. Die prognostizierten Schadenhöhen liegen zwischen 15 und 119 Prozent des Eigenkapitals. Das liege allerdings immer noch deutlich unter den Maximalannahmen für Naturkatastrophenschäden, so A.M. Best. … Lesen Sie mehr ›
Bisher erfreut sich die außergerichtliche Streitbeilegung in Managerhaftpflichtverfahren keiner großen Beliebtheit. Der Makler Howden und der Rechtsanwalt Michael Hendricks wollen das ändern. Zusammen mit Partnern haben sie ein neues Regelwerk für D&O-Verfahren vor Schiedsgerichten entwickelt, an dem Unternehmen, Manager und Versicherer gleichermaßen beteiligt sind. Das soll die jahrelangen Auseinandersetzungen auf maximal sechs Monate beschränken und die Kosten für die Rechtsstreitigkeiten drastisch senken. … Lesen Sie mehr ›
Der Versicherer Talanx hat seine Prämieneinnahmen und sein operatives Ergebnis im ersten Halbjahr gesteigert, der Gewinn fiel wegen einer höheren Steuerlast aber geringer aus. Das lag auch an der US-Steuerreform. Vorstandschef Torsten Leue kündigte eine deftige Preiserhöhung für die deutsche Industrieversicherung an, die weiter unter hohen Feuerschäden leidet. Beim Umbau des Geschäfts mit deutschen Privat- und Firmenkunden sieht sich Talanx weiter als geplant, im Ausland legt der Konzern wie gewollt weiter zu. Leue bestätigte das Gewinnziel für 2018 von rund 850 Mio. Euro. … Lesen Sie mehr ›
Meinung am Mittwoch Wer als Entscheider glaubt, dass sich betriebliche Risiken schnell mal nebenbei managen lassen, der irrt gewaltig. Ein ganzheitliches strategisches Risikomanagementsystem aufzubauen, ist harte Arbeit und bedarf der funktionsübergreifenden Zusammenarbeit, dem Streben nach einer durchgängigen Risikokultur und der Unterstützung adäquater Sparringspartner. Denn häufig sind es alltägliche Angelegenheiten und falsche subjektive Einschätzungen, die großen Schaden anrichten können. Die meisten Unternehmen sind heute umfangreich gegen die Folgen eines Sturmschadens, einer Überschwemmung oder eines Rückrufs vorbereitet und abgesichert. Aber nicht selten ist es dann gerade eine kleine Unachtsamkeit, die das Unternehmen in eine tiefe Krise stürzt. … Lesen Sie mehr ›
Die Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway hat ihren Gewinn im ersten Halbjahr kräftig gesteigert. Unter dem Strich machte die von Investorenlegende Warren Buffett geführte Gruppe einen Gewinn in Höhe von 10,9 Mrd. Dollar nach 8,3 Mrd. Dollar im Vorjahr. Gewinntreiber war unter anderem das Versicherungsgeschäft, vor allem der US-Autoversicherer Geico. Im Vergleichszeitraum 2017 hatte der Versicherungsbereich noch rote Zahlen geliefert. … Lesen Sie mehr ›
Der Schweizer Rückversicherer Swiss Re will die Anteile an seiner Plattform für geschlossene Lebensversicherungsbestände in Großbritannien weiter reduzieren. Im vergangenen Jahr hatte der japanische Versicherer MS&AD Insurance Group bereits 5 Prozent erworben, jetzt erwägt Swiss Re für 2019 einen Börsengang des Unternehmens, will aber Minderheitseigner bleiben, sagte Konzernchef Christian Mumenthaler anlässlich der Veröffentlichung der Halbjahreszahlen. Der Gewinn des Rückversicherers ging in den ersten sechs Monaten zurück – eine Folge von Änderungen beim Rechnungslegungsstandard US-GAAP, so Swiss Re. … Lesen Sie mehr ›