Wegen deutlich geringerer Einnahmen aus Kapitalanlagen musste der Versicherungsmarkt Lloyd’s of London im ersten Halbjahr einen Gewinneinbruch hinnehmen. Das versicherungstechnische Ergebnis hat sich dagegen verbessert.
Archiv ‘Kapitalanlagen’
GDV rüstet PR-Abteilung auf
Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) baut die Geschäftsführung aus. Künftig gibt es den neuen Geschäftsbereich Kommunikation. Geschäftsführer wird nach Informationen des Versicherungsmonitors Christoph Hardt, der von Siemens kommt und davor lange beim Handelsblatt war. Ulrike Pott wird wie bisher die Pressestelle des Verbandes leiten, die jetzt zu Hardts Geschäftsbereich gehört.
Garantieprodukte nicht auf dem Abstellgleis
Die klassische Lebensversicherung ist mitnichten ein Auslaufmodell. Bei den Kunden steht sie immer noch hoch im Kurs. Es wird weiterhin Garantieprodukte geben, auch wenn sie nur noch bei einem Teil besonders finanzstarker Lebensversicherer im Angebot sein werden.
Brüchige Einheit
Continentale-Chef Helmut Posch hat in dieser Woche öffentlich die Frage gestellt, ob große Finanzkonzerne und mittelgroße Krankenversicherer noch genügend Gemeinsamkeiten haben, um sich durch denselben Verband vertreten zu lassen. Ähnliche Überlegungen stellt sich auch mancher Vorstand in Bezug auf den Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft. Aber leichter wird die Interessenvertretung auch in getrennten Verbänden nicht.
Bewertungsreserven: Änderung nicht nötig
Die von der Assekuranz angemahnte Änderung der Regeln für die Beteiligung der Kunden an den Bewertungsreserven ist aus Sicht des Experten Hermann Weinmann nicht nötig. Der Professor an der Hochschule Ludwigshafen analysiert zum dritten Mal, was die Lebensversicherer mit dem Geld ihrer Kunden machen.
Fitch: Niedrigzins bleibt Hauptrisiko
Nicht der Zufluss von Geldern aus dem Kapitalmarkt, sondern der Niedrigzins bleibt die Hauptbedrohung für Rückversicherer. Das erklärte die Ratingagentur Fitch bei ihrem Pressegespräch in Monte Carlo.
Rückversicherer müssen umdenken
Kleinere Rückversicherer sollten sich auf spezielle Sparten konzentrieren, wenn sie überleben wollen, glaubt die Rating-Agentur Standard & Poor’s. Weil immer mehr externes Kapital in den Markt strömt, wird der Wettbewerb spürbar härter. Die Preise sind unter Druck.
Versicherer und Großkunden beklagen Regulierung
In der Ablehnung stärkerer Regulierung sind sich Versicherer und Risikomanager auf dem DVS-Symposium einig. Die einen fürchten Mehrkosten durch höhere Kapitalanforderungen, die anderen glauben, dass die neuen Regeln als Argument für höhere Prämien herhalten müssen.
Industrie moniert raue Schadenbehandlung
Kostendruck, die Auslagerung der Schadenregulierung und die VVG-Reform haben dazu geführt, dass sich die Regulierung von Schäden verschlechtert, beklagt die Industrie auf der Jahreskonferenz des Deutschen Versicherungs-Schutzverbands.
Zurich fürchtet Vertrauensverlust
Zurich-Konzernchef Martin Senn muss um die Reputation des Unternehmens bei Anlegern und Großkunden kämpfen. Die Schlammschlacht um die wahren Gründe für den Suizid von Finanzchef Pierre Wauthier und den Abgang des Verwaltungsratspräsidenten Josef Ackermann droht zu einer ernsthaften Bedrohung zu werden.
Hagel richtet Rekordschaden für SV Versicherung an
Die SV Sparkassenversicherung erhöht die geschätzten versicherten Schäden durch den Hagel von Ende Juli auf 600 Mio. Euro. Damit bewegt sich die Belastung für den gesamten Markt in Richtung einer Milliarde Euro. Die Hoffnung der Gesellschaften auf flächendeckende weitere Gewinnverbesserung in der Sachversicherung ist damit für 2013 wohl zunichte.
Lohrmanns Verunsicherung IV
An dieser Stelle nimmt sich unser Zeichner Konrad Lohrmann jeden Freitag ein Thema aus der Branche vor. Heute: die Kapitalanlagen.
Rückversicherer: Profitabel aber wachstumsschwach
Das erste Halbjahr brachte den Rückversicherern verbesserte versicherungstechnische Ergebnisse. Geringe Katastrophenschäden halfen dabei. Ein Argument für höhere Preise liefern die Zahlen nicht.
Harte Garantien sollen BaFin erweichen
Der Investor Cinven und die Hannover Rück wollen mit der Heidelberger Leben die erste Abwicklungsplattform in Deutschland bauen. Ein Kernproblem: Sie müssen die skeptische Haltung der Finanzaufsicht BaFin zu Lebens-Runoffs überwinden. Der Versicherungsmonitor erfuhr in Branchenkreisen, wie die neuen Eigner der Heidelberger das erreichen wollen.
Heidelberger wird Abwickler für Lebensbestände
Die Hannover Rück beteiligt sich mit 30 Mio. Euro an der Heidelberger Leben und hält künftig 20 Prozent. Die Mehrheit geht an den Hedgefonds Cinven. Cinven und Hannover Rück wollen die Heidelberger Leben zu einer Plattform für die Abwicklung von deutschen Lebensversicherungsbeständen machen. Aufsichtsratschef wird der frühere HUK-Coburg-Chef und GDV-Präsident Rolf-Peter Hoenen.












