Digitale Trends 2020 Der Direktversicherer Cosmos Direkt hat eine App entwickelt, in der Kunden Rechnungen ihres Autoversicherers einsehen, archivieren und aktualisieren können. Per Push-Nachricht informiert Cosmos Direkt sie darüber, dass die Rechnung da ist und überprüft werden kann. Kunden können Änderungen bei der Fahrleistung oder dem Versichertenkreis schnell eingeben. Ändert sich dabei der Preis, erfährt es der Versicherte direkt. Während zunächst die Rechnungsstellung im Fokus der Entwickler stand, soll künftig auch die Schadenabwicklung komplett digital auf der App laufen.
Archiv ‘Kfz-Versicherung’
Thofern: Nichts deutet auf steigende Preise hin
Die Kapitalisierung der Rückversicherer ist nach wie vor auf einem Rekordhoch. Jan-Oliver Thofern, Deutschlandchef des Rückversicherungsmaklers Aon Benfield, kann deswegen die Erwartungen von Marktteilnehmern auf steigende Preise nicht teilen. Er sehe keine Indikatoren, die auf Preiserhöhungen hindeuten könnten, sagte er im Interview mit dem Versicherungsmonitor. Außerdem spricht er über neue Wettbewerber, die Problematik von Silent Cyber und aktuelle Trends bei der Rückversicherung von Kraftfahrzeugen.
One surft auf der grünen Welle
Der digitale Sachversicherer One will mit sogenannten grünen Versicherungsprodukten vom Öko-Boom profitieren. Gemeinsam mit dem Makler „Grün versichert“ bietet die Wefox-Tochter anderen Vermittlern zunächst eine grüne Variante ihrer im Oktober lancierten Kfz-Police an. Im kommenden Jahr sollen weitere Produkte folgen. Der Versicherer setzt damit auf eine zahlungskräftige Kundschaft, die bereit ist, für Versicherungsschutz im Öko-Stil tiefer in die Tasche zu greifen.
Blechschäden mit KI regulieren
Digitale Trends 2020 Das Londoner Start-up Tractable bietet Kfz-Versicherern zwei auf künstlicher Intelligenz (KI) basierende Softwareanwendungen an. Die eine überprüft bereits erstellte Schadengutachten zu Blechschäden auf ihre Richtigkeit, die andere gibt im Vorfeld eine Ersteinschätzung zur Schadenhöhe. Mit dem Angebot will das Jungunternehmen Versicherern bei der Bearbeitung von einfachen Schadenfällen helfen. Der französische Versicherer Covea und die britische Tochter von Ageas nutzen bereits die Software des Start-ups, aber auch in Japan ist das Interesse groß.
Mehr Mut zur Telematik
Meinung am Mittwoch In der Kfz-Versicherung stehen die Zeichen mal wieder auf Preiskampf. Statt dieses Spiel zulasten der Ertragskraft mitzuspielen, sollten sich Anbieter stärker der Telematik zuwenden. Mit ihr lassen sich Risiken deutlich präziser kalkulieren und so auch in einem hart umkämpften Markt ertragreiches Geschäft schreiben. Wer zu klein ist, um eine eigene Telematik-Lösung auf die Beine zu stellen, sollte sich Partner suchen. Es gibt einige erstklassige Insurtechs, die nur darauf warten, ihre Lösungsansätze mit einer Gruppe von Versicherern in die Praxis umzusetzen.
Interview: Allianz-Deutschlandchef Röhler sieht Wende
Die Allianz Deutschland hat im ersten Halbjahr bei den Beiträgen um 15 Prozent zugelegt. „Wir haben einen sich selbst verstärkenden Wachstumskreislauf in Gang gesetzt“, sagte Deutschlandchef Klaus-Peter Röhler im Interview mit Süddeutscher Zeitung und Versicherungsmonitor. Vorher sei das nur der Allianz Leben gelungen. Röhler spricht auch über die Digitalisierung, IT-Ausfälle, über den Plan, in der Kfz-Versicherung wieder die Nummer eins zu werden, über den Vertrieb der Stuttgarter Allianz Leben in Italien und über die Positionierung der Allianz Deutschland gegenüber der neuen Allianz Direct. Hier der Wortlaut des Gesprächs.
Erste Abschlüsse bei Joonko
Joonko-Chefin Carolin Gabor zieht zwei Wochen nach Start des neuen Online-Vergleichsportals für Versicherungen ein positives Fazit. Das Ende Oktober 2019 online gegangene Angebot des Unternehmens werde von den Kunden wahrgenommen, und es gibt bereits erste Abschlüsse, sagte sie am Rande des Insurance Summit des Handelsblatts in München. Auch die Zahl der gelisteten Versicherer nehme stetig zu – mit S-Direkt, Barmenia Direkt, Signal Iduna und Friday haben sich bereits die nächsten vier Gesellschaften angekündigt. Zudem präsentierte Gabor den neuen vierköpfigen, hochkarätig besetzten Transparenzbeirat ihres Unternehmens.
HUK: Telematik-Tarife sind diskriminierungsfrei
Die HUK-Coburg steht mit breiter Brust hinter ihrem Telematik-Angebot und hat deutliche Thesen formuliert, die sich vor allem an Skeptiker von Telematik-Tarifen richten. Datenschutzprobleme gebe es nicht und das Fahrverhalten werde nachweisbar positiv verändert, betont der Versicherer. HUK-Coburg-Vorstand Jörg Rheinländer geht sogar einen Schritt weiter und hält die verhaltensbasierten Tarife für absolut diskriminierungsfrei. Es komme schließlich nur auf das Fahrverhalten an und nicht auf das Alter, das Einkommen oder den Beruf.
Ergo gründet Joint Venture in China
Der Ergo-Konzern will gemeinsam mit dem chinesischen Autohersteller Great Wall Motors (GWM) ein Gemeinschaftsunternehmen zum Verkauf von Versicherungen gründen. Im ersten Schritt soll es um die Vermittlung von Kfz-Policen, Garantie- und Restschuldversicherungen über die GWM-Händler an Autokäufer gehen. Langfristig sind auch Industrieversicherungen für die Fabriken des Herstellers sowie Gewerbe- und Privatversicherungen für die 1.000 Händler und 70.000 Mitarbeiter des sechstgrößten chinesischen Autoherstellers geplant.
Niedrigere Kfz-Preise – aber nur für Wechsler
Die Kfz-Versicherer versuchen in der aktuellen Wechselsaison, Kunden mit niedrigeren Prämien zu gewinnen, erhöhen aber gleichzeitig im Bestand leicht die Prämien, prognostizierte die E+S-Rück, die das Deutschland-Geschäft in der Hannover Rück-Gruppe macht. Die Ergebnisse der Autoversicherer werden im kommenden Jahr deutlich schlechter ausfallen als 2019, teilte das Unternehmen auf dem Rückversicherertreffen in Baden-Baden mit. Der Rückversicherer kommt außerdem mit einer Telematik-Lösung für Erstversicherer auf den Markt, die auf eine Bewertung des Fahrverhaltens verzichtet.
Warum die Telematik eine Zukunft hat
Herbert Frommes Kolumne Die Mehrheit des deutschen Marktes bleibt skeptisch. Zwar arbeiten die beiden Marktführer HUK-Coburg und Allianz mit Telematik-Angeboten, aber die meisten anderen Kfz-Versicherer nicht. Zu wenig Nachfrage, Nischenangebot, technisch komplex. Das mag alles sein. Dennoch werden die Telematiktarife in Zukunft eine sehr große Rolle spielen – vor allem bei jüngeren, aber auch bei älteren Autofahrern.
Bermuda-Versicherer wirft Uber raus
Der Bermuda-Versicherer James River Group hat alle Verträge mit der Uber-Tochter Rasier vorzeitig zum 31. Dezember 2019 gekündigt. Das Unternehmen nannte keine Gründe für die Trennung von seinem größten Kunden, deutete aber an, dass hohe Verluste im dritten Quartal ihre Ursache auch bei Uber-Risiken haben. Der Mietwagenvermittler gehört weltweit zu den großen Kunden der Versicherer und gibt jährlich etwa 4 Mrd. Dollar (3,6 Mrd. Euro) für Versicherungsschutz aus.










