Archiv ‘Kfz-Versicherung’

Check24 vor den Urteilen gelassen

 Exklusiv  Am Dienstag will das Landgericht München I sein Urteil im Streit zwischen dem Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) und dem Vergleichsportal Check24 verkünden. Am 19. Februar 2020 kommt es vor dem Landgericht Köln zum nächsten Verhandlungstag in Sachen HUK-Coburg gegen Check24. Im Interview mit dem Versicherungsmonitor zeigen sich Check24-Gründer und Geschäftsführer Henrich Blase und sein Kollege Christoph Röttele ziemlich entspannt.

LVM gewinnt in Kfz

Der Versicherer LVM gehört zu den Gewinnern der Wechselsaison in der Kfz-Versicherung im vergangenen Jahr. Auch darüber hinaus zeigt sich die LVM mit 2019 zufrieden. Vorläufigen Zahlen zufolge stiegen die Beitragseinnahmen gegenüber dem Vorjahr um 4 Prozent auf 3,77 Mrd. Euro. Der Versicherungsverein profitierte außerdem von einer geringen Großschadenbelastung, einem Anstieg der Kundenzahlen und einem kräftigen Umsatzplus in der Sachversicherung.

Die ambidextrische Herausforderung für die Versicherer

 Meinung am Mittwoch  Ambidextrie bezeichnet die Fähigkeit, die rechte und die linke Hand gleich gut benutzen zu können. Dieser Herausforderung sehen sich auch Versicherer gegenüber. Sie müssen heute die Weiterentwicklung ihres bestehenden Geschäfts in kleinen Schritten ebenso gut beherrschen wie das Management ganz neuer innovativer Geschäftsmodelle. Dazu müssen Versicherer die klassische Silo-Organisation überwinden und mit einer Überlagerung heterogener Organisationsformen nicht nur zurechtkommen, sondern auch Resultate liefern. Das klingt einfacher, als es ist.

Der Versicherungsombudsmann hat weniger zu tun

Beim Versicherungsombudsmann sind im vergangenen Jahr insgesamt 16.928 Beschwerden gegen Versicherer eingegangen, 7,1 Prozent weniger als im Vorjahr. Lebensversicherer und Rechtsschutzversicherer waren dabei am häufigsten Gegenstand der Anträge. Beschwerden gegen Vermittler blieben die Ausnahme. Der Ombudsmann der privaten Krankenversicherer (PKV) hat das Antragsverfahren erleichtert. Kunden, deren Anbieter weder beim PKV- noch beim Versicherungsombudsmann mitmachen, haben seit dem 1. Januar eine neue Anlaufstelle.

Ergo bringt US-Telematik-Anbieter nach Deutschland

Fast unbemerkt hat die Munich Re-Tochter Ergo ein Telematik-Angebot auf den Markt gebracht. Zusammen mit dem US-amerikanischen Start-up The Floow bietet der Versicherer seit kurzem den Zusatzbaustein „Safe Drive“ für seine Kfz-Policen an. The Floow stellt dabei die App zur Verfügung und wertet die Fahrdaten aus. Werbung macht die Ergo für ihr neues Angebot allerdings kaum. Trotzdem konnte der Düsseldorfer Versicherer im ersten Monat eine dreistellige Zahl an Kunden gewinnen.

Kfz-Flotten in den USA versichern

 Meinung am Mittwoch  Unternehmen, die eine Kfz-Flotte in den USA versichern wollen, sollten auf den Deckungsumfang Acht geben. Während in Deutschland die zu versichernden Fahrzeuge in der Regel zumindest mit Nummernschild in der Police aufgeführt sind, gibt es in den Vereinigten Staaten Abstufungen nach Fahrzeuggruppen. Dienstfahrten von Mitarbeitern in privaten Fahrzeugen lassen sich dagegen recht unkompliziert absichern. Sinnvoll kann auch sein, die deutsche Muttergesellschaft in die lokale „Commercial Auto Policy“ mitaufzunehmen.

Preise für Anhängerversicherung könnten sinken

Die Regierung will die Haftung bei Anhängern ändern: Künftig soll bei Haftpflichtschäden, die etwa ein LKW mit Anhänger verursacht, grundsätzlich der Versicherer der Zugmaschine zur Kasse gebeten werden. Bisher mussten sich die Versicherer von Zugmaschine und Anhänger die Schäden je zur Hälfte teilen. Das hatte der Bundesgerichtshof 2010 beschlossen und damit für steigende Anhänger-Haftpflichtprämien gesorgt. Nun könnten die Preise wieder sinken.

Eiopa warnt vor Risiken für Verbraucher

Die europäische Versicherungsaufsicht Eiopa warnt in einem aktuellen Bericht vor den derzeit größten Risiken für Verbraucher. Die größten Problemstellen sind demnach fondsgebundene Produkte, Zusatz- und Restschuldversicherungen sowie das Schadenmanagement in der Kfz-Versicherung. Neben intransparenten Produkten führen für die Aufsichtsbehörde vor allem die hohen Provisionen zu Nachteilen für Verbraucher. Im Bereich Bancassurance kritisiert Eiopa zudem, dass Kreditinstitute ihren Kunden immer häufiger Policen unterjubeln, die nicht unbedingt notwendig sind.

Bäume pflanzen mit der Assekuranz

 Kommentar  Die „Fridays for Future“-Bewegung kommt bei der Versicherungswirtschaft an. Immer mehr Gesellschaften schließen Kooperationen mit Vereinen, die sich für Klimaschutz und Aufforstung der Regenwälder engagieren. Wer eine Kfz-Versicherung kauft, kann gleichzeitig für das Pflanzen eines Baums spenden. Die Kombination aus Autoversicherung und Klimaschutz mutet doch ziemlich kurios an und klingt nach Greenwashing und Gewissensberuhigung. Besser wären Initiativen für den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs.

E+S Rück: Personenschäden werden immer teurer

Kfz-Versicherer und ihre Rückversicherer müssen für Personenschäden immer tiefer in die Tasche greifen. „Schwere Personenschäden sind eine der größten Herausforderungen für uns“, sagte Michael Pickel, Chef des Rückversicherers E+S Rück, auf einer Konferenz in Köln. Selbst schwer geschädigte Unfallopfer hätten eine immer höhere Lebenserwartung, außerdem mache das Zinsumfeld den Versicherern das Leben schwer. Dadurch steige das Risiko, dass Schadenrückstellungen nicht ausreichen.

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