Künstliche Intelligenz (KI) birgt das Potenzial, den Aufwand für die Migration von Vertragsbeständen deutlich zu senken und so aus einem Hemmschuh von Fusionen und Zusammenschlüssen in der Versicherungsbranche einen Treiber zu machen. Das sagte der der Co-Vorstandschef von Barmenia Gothaer Andreas Eurich auf einer Veranstaltung der Universität Leipzig.
Archiv ‘KI’
KI gewinnt vor dem Policenkauf an Bedeutung
Immer mehr junge Menschen setzen bei der Suche nach einer Kfz-Versicherung auf künstliche Intelligenz. Laut einer Studie von Sirius Campus nutzt bereits jeder vierte Angehörige der Generation Z entsprechende Tools – doppelt so viele wie im Vorjahr. KI hilft nicht nur beim Tarifvergleich, sondern auch beim Verstehen von Leistungsunterschieden. Auch Vermittler entdecken die Technologie zunehmend für Beratung und Kommunikation.
Versicherer-Apps in Chat GPT: Was Tuio & Insurify wirklich zeigen
Open AI hat in Chat GPT erstmals eine „insurer-built“ KI-App freigegeben – und plötzlich diskutiert die Branche nicht mehr über nette Chatbots, sondern über den härtesten Hebel überhaupt: Distribution. Wenn Versicherungsangebote direkt in der Konversation auftauchen, wird aus „Search“ ein „Chat-Funnel“. Wer den Erstkontakt kontrolliert, kontrolliert den Lead, schreibt Simon Moser, Mitgründer und CEO des KI-Spezialisten Muffintech.
KI revolutioniert nichts, solange die Strukturen im Gestern stecken
Künstliche Intelligenz (KI) entfaltet ihr Potenzial erst in modernen Strukturen. Wer neue Technologie in alte Prozesse presst, skaliert vor allem bestehende Schwächen, aber keine fortschrittlichen Lösungen. Echte Transformation gelingt erst, wenn Organisation, Kultur und Verantwortung neu gedacht werden. Ebenso ist nicht die Menge an Daten entscheidend, sondern die Fähigkeit, daraus die richtigen Entscheidungen abzuleiten, schreibt Sylvia Eichelberg, Chief Operating Officer der Barmenia Gothaer.
KI-Versicherungen: Munich Re kooperiert mit Mosaic
Die Munich Re arbeitet künftig mit dem auf den Bermuda Inseln ansässigen Versicherer Mosaic bei Policen zur künstlichen Intelligenz (KI) zusammen. Die Münchener bringen ihr Produkt „AIsure“ in die Partnerschaft ein. Mit diesem können sich Unternehmen gegen Fehler versichern, die durch KI entstehen. Auch Mosaic hat ein solches Angebot, das nun um das der Munich Re ergänzt wird.
KI-Börsenschock: Zu früh, übertrieben oder ein Weckruf?
Die Entwicklung der künstlichen Intelligenz (KI) verläuft rasend schnell. Ein möglicher Durchbruch durch die nächste Stufe von KI-Agenten bewegte jüngst die Börsenkurse von Maklern und Softwareunternehmen. Der Ansatz, komplexe Aufgaben ohne Dialog mit einem Menschen zu lösen und autonom zu Ergebnissen zu kommen, ist disruptiv. Doch die Branche muss die Innovation für bessere Beratung nutzen, nicht als Beziehungsersatz, schreibt Ralph Rockel, Vorstandssprecher der MRH Trowe AG Holding.
Wer fliegt das KI-Flugzeug?
Viele Versicherer suchen zurzeit nach konkreten Anwendungsbereichen der künstlichen Intelligenz (KI). Während die Anwendungen häufig im Service angesiedelt sind, arbeitet die Hannover Rück an einem Co-Piloten für Underwriter. Dabei geht es um viele und sensible Daten. Das bringt eine Reihe von Risiken mit sich – und die Frage, wer am Steuer sitzt.
Fehlen den Versicherern die Visionen?
In rasanter Geschwindigkeit ist die künstliche Intelligenz (KI) zur Normalität geworden – auch in der Versicherungswirtschaft. Doch wie halten die Gesellschaften mit? Michael Zwiefler, General Manager bei Microsoft Deutschland, ist da nicht so optimistisch und sieht einigen Nachholbedarf. Dabei hat die Branche seiner Meinung nach zahlreiche Chancen in diesem Bereich.
Was Europas Versicherer vom chinesischen Markt lernen können
Chinas Versicherungssektor hat sich vom Verkäufermarkt zum datengetriebenen Ökosystem entwickelt – mit Plattformlogik, industrieller KI, Open-Source-Sprachmodellen und kompromissloser Kundenzentrierung, schreibt Patrick Dahmen, Managing Partner der auf die Versicherungsbranche spezialisierten Beratungsgesellschaft Valytics. Europas Versicherer müssen daraus Konsequenzen ziehen: weg von Piloten, hin zu Produktivitätssprüngen, eingebetteten Angeboten und belastbarer Daten-Governance.
Ergo macht Ernst mit dem Stellenabbau
Die Munich-Re-Tochter Ergo will in den nächsten fünf Jahren in Deutschland 1.000 Stellen streichen. Darauf hat sich der Düsseldorfer Versicherer mit den Arbeitnehmervertretern geeinigt. Betriebsbedingte Kündigungen und Standortschließungen sind ausgeschlossen. Weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, deren Stellen wegfallen, sollen umgeschult werden. Das Handelsblatt hatte darüber zuerst berichtet. Die Maßnahme ist Teil des Zukunftsprogramms „Ambition 2030“ der Munich Re, das Kosteneinsparungen in Höhe von 600 Mio. Euro vorsieht.
Alte Systeme, neues Verständnis: Wie Nomain Versicherern ihren Code erklärt
Das finnische Start-up Nomain will eines der größten IT-Probleme von Versicherern lösen: den jahrzehntealten Mainframe-Code verständlich machen. CEO und Mitgründer Henri Kasurinen setzt dafür auf KI-gestützte Codeanalyse. Zu den Unterstützern des jungen Unternehmens zählt Ex-HDI-Chef Christopher Lohmann. Er sieht in der Technologie großes Potenzial für die Transformation, die Erfüllung regulatorischer Anforderungen und den KI-Einsatz bei Versicherern. Neben den nordischen Ländern ist für Nomain vor allem der deutsche Markt hochinteressant.
Neue Töne von Versicherungschefs, weiter so vom GDV
Stefanie Schlick, Chefin der Sparkassenversicherung Sachsen, und Axa-Deutschlandchef Thilo Schumacher fanden beim SZ-Versicherungstag Anfang Februar deutliche Worte zur Lage der Branche. GDV-Präsident Norbert Rollinger dagegen glaubt, dass eigentlich alles in Ordnung ist. In der Branche hat endlich die längst überfällige Diskussion begonnen, schreibt Herbert Fromme.
Investitionen in Insurtechs steigen weiter
Mit den weltweiten Investitionen in Insurtechs geht es den Aufzeichnungen des Rückversicherungsmaklers Gallagher Re zufolge weiter aufwärts: Im vierten Quartal 2025 haben Start-ups im Versicherungsbereich 1,68 Mrd. Dollar (1,41 Mrd. Euro) von Investoren erhalten, das ist der höchste Wert seit dem dritten Quartal 2022. Besonders im Fokus standen im vergangenen Quartal – ebenso wie im Gesamtjahr – Jungunternehmen im Schaden- und Unfallbereich sowie Firmen mit einem Fokus auf künstlicher Intelligenz.
KI-Risiken neu bewerten: Was das künftige Produkthaftungsgesetz für Versicherer bedeutet
Die neue Produkthaftungsrichtlinie und ihre künftige Umsetzung in einem überarbeiteten deutschen Produkthaftungsgesetz werden die Anforderungen für den rechtssicheren Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) in der Versicherungsbranche grundlegend verschärfen. Zudem gilt es, die neuen Anforderungen der KI-Verordnung umzusetzen. Für Versicherer kommt es jetzt darauf an, sich wertvollen Compliance-Vorsprung zu sichern und ihre Position im Wettbewerb um seriöse und vertrauenswürdige KI-Produkte zu stärken, schreiben Benedikt Kohn und Christian Zander von der Kanzlei Taylor Wessing.














