Archiv ‘Klimawandel’
Descartes will in Deutschland wachsen
Der französische Assekuradeur Descartes möchte in Deutschland und Österreich stärker Fuß fassen – und hat deswegen mit Felix Dalheimer einen Beauftragten für diese Länder eingestellt. Dabei ist das Unternehmen, das sich vor allem mit parametrischen Lösungen einen Namen gemacht hat, im deutschsprachigen Raum längst aktiv. Ein paar ungefüllte Lücken sieht Descartes aber noch.
Terzariol: Versicherer müssen aktiv gestalten
Die Versicherungswirtschaft sieht sich vielen Herausforderungen, aber auch Chancen gegenüber. Es gelte, die Zukunft aktiv zu gestalten, betonte Giulio Terzariol, der stellvertretende Chef des italienischen Versicherers Generali, beim Versicherungstag der Süddeutschen Zeitung. Insbesondere sieht er die Versicherer gefragt, wenn es darum geht, Deckungslücken bei der Absicherung gegen Klimarisiken sowie in der Altersvorsorge und Pflege zu schließen und die Resilienz der Gesellschaft zu stärken.
Ist das Insurtech-Glas halbvoll oder halbleer?
Die Investitionen in Insurtechs gehen zurück. Das stellt der Wagniskapitalgeber Astorya in einem aktuellen Bericht fest – und schließt daran die Frage an, ob das ein eher schlechtes oder nicht doch sogar eher gutes Zeichen ist. Der abflachende Trend zeigt nämlich auch, dass der Markt gereift ist. Und doch gibt es immer neue Möglichkeiten für Neugründungen in der Versicherungswirtschaft.
Marsh-Managerin Radoncic: „Der Makler wird noch stärker Risikoberater sein“
Mirela Radoncic ist seit 16 Jahren in der Versicherungsbranche – eher zufällig, aber mit klarem Ziel: Verantwortung zu übernehmen und gestalten zu können. Heute ist sie Geschäftsführerin von Marsh Risk Deutschland und Leiterin des Konzernkundengeschäfts. Im Interview spricht sie über Karrierewege, Frauenförderung, das Netzwerk „Women at Marsh“, den Einfluss von Konzernstrukturen, die Maklerkonsolidierung und die wachsende Bedeutung von Risikoberatung. Außerdem erklärt sie, wie künstliche Intelligenz den Markt verändert.
Aktuare warnen vor unterschätztem Klimawandel
Britische Aktuare warnen davor, dass veraltete Modelle die Auswirkungen des Klimawandels auf die globalen Volkswirtschaften verharmlosen. Bei der Vorstellung einer aktuellen Studie erklärten sie, dass der weltweite Temperaturanstieg schon deutlich weiter vorangeschritten sei als bislang angenommen. Damit schreite auch der Rückzug von Versicherern aus Hochrisikogebieten schnell voran. Es brauche dringend einen „Sanierungsplan“.
KI wird zum Top-Risiko
Parallel zur wachsenden Nutzung von künstlicher Intelligenz (KI) in den Unternehmen steigt auch die Angst vor den Risiken, die die neue Technologie für Firmen und Manager mit sich bringt. KI ist damit in Deutschland als neues Thema in die Top-Ten-Risiken des jährlichen Risk Barometers von Allianz Commercial aufgestiegen. Größter Angst-Punkt bleibt aber das Thema Cyber – das sich an vielen Stellen mittlerweile mit der KI-Problematik überschneidet.
Munich Re: Hoffen auf zusätzliche Prävention
Die verheerenden Brände in Los Angeles waren mit einem versicherten Schaden in Höhe von 40 Mrd. Dollar (34 Mrd. Euro) die teuerste Naturkatastrophe im vergangenen Jahr. Und: Die Schäden insgesamt fielen geringer aus als im Vorjahr, zeigt die Bilanz von Munich Re. Im Interview mit dem Versicherungsmonitor spricht der Chefklimatologe des Rückversicherers Tobias Grimm über Schadentrends, die Rolle des Klimawandels und die Versicherungskrise in Teilen der USA.
Klimawandel bedroht öffentliche Infrastruktur
Der Klimawandel wirkt sich immer stärker auf städtische Infrastruktur aus und bedroht Straßen, Gebäude und Energieversorgung in Deutschland. Wie stark diese Gefahr ist, haben Wissenschaftler des Instituts der deutschen Wirtschaft gemeinsam mit Experten des Versicherers Ergo ermittelt. Sturm, Starkregen und Hitze spielen bereits jetzt eine große Rolle in Städten und Kommunen, doch bis 2050 wird sich die Lage zuspitzen. Welche Städte in Deutschland besonders betroffen sind und wie die Politik auf die Ergebnisse reagieren sollte.
GDV: Naturkatastrophenschäden deutlich geringer
Die Versicherer melden weniger Schäden durch Naturkatastrophen im laufenden Jahr. Nach vorläufigen Zahlen des Branchenverbands GDV fallen sie rund 3 Mrd. Euro geringer aus als 2024. Die Versicherer betonen aber, dass die klimabedingten Extremwetterereignisse insgesamt zunehmen. Weil viele Hausbesitzer keinen Schutz gegen Überschwemmungen und andere Elementarereignisse haben, gibt es Forderungen nach einer Versicherungspflicht.
Okan Meses Insurance Rap. Heute: Der Klimawandel
Versicherungsmonitor-Redakteur Okan Mese berichtet regelmäßig über Versicherer, Makler, Rückversicherer und Politik. Manchmal arbeitet Mese auch mit einer ganz anderen Form: Er nimmt in seinem Insurance Rap die Branche aufs Korn, aufgenommen im Studio des Versicherungsmonitors in Köln. Im aktuellen Rap geht es um den Klimawandel und die Rolle von Versicherern wie der Munich Re.
Riga-Müller: „Wir sehen mehr und größere klimainduzierte Schäden“
Petra Riga-Müller, Vorständin der Zurich Gruppe Deutschland, sieht den Klimawandel als ernsthafte Bedrohung für Unternehmen, Städte und Kommunen. Mit der im Jahr 2021 gegründeten Geschäftseinheit Zurich Resilience Solutions erhofft sie sich Lösungen und berichtet im Interview mit dem Versicherungsmonitor von ersten Erfolgen. Außerdem spricht sie über die Situation in der Industrieversicherung und wie sich die Zurich angesichts der derzeitigen Herausforderungen positioniert.
Rückversicherertreffen: Protest auf dem Augustaplatz
Orangener Rauch, blockierte Eingänge und ein giftgrün gefärbter Brunnen auf dem Augustaplatz: Mehrere Klimaschutzgruppen haben erneut beim Rückversicherertreffen in Baden-Baden protestiert. Im Mittelpunkt ihrer Kritik stand vor allem die Munich Re und ihre Entscheidung, sich aus mehreren internationalen Klimaschutz-Initiativen zurückzuziehen. Die Branche präsentiere sich als nachhaltig, befeuere aber den Klimawandel, so der Vorwurf.
Die Woche in Bildern 42/2025
Schwere Überschwemmungen in Mexiko, demonstrierende Umweltschützer vor dem Hauptsitz der Munich Re in München, Proteste und Ausschreitungen in Spanien und Peru sowie Rene Benko, Gründer des ehemaligen Signa-Imperiums, vor Gericht: In unserer Woche in Bildern stellen wir Eindrücke der vergangenen sieben Tage zusammen.
Rollinger: Erderwärmung bedroht Versicherbarkeit
Ehrgeizige Klimaziele bleiben für die Versicherer trotz Wirtschaftsschwäche, geopolitischer Herausforderungen und gestiegener Energiepreise wichtig. Das betonte der Präsident des Lobbyverbands der Branche GDV Norbert Rollinger auf einer Veranstaltung in Berlin. Ohne eine Begrenzung der Erderwärmung sei letztlich die flächendeckende Versicherbarkeit bedroht. Der CO2-Fußabdruck der Kapitalanlage der Branche hat sich nach aktuellen Zahlen verbessert.














