Axa-Konzernchef Henri de Castries glaubt, dass die großen europäischen Versicherer auch weiterhin mit der Niedrigzinsphase zurechtkommen werden, sie sei ein Problem, aber kein großes. Viel schwieriger sei es, sich auf die Digitalisierung einzustellen und die Komplexität der heutigen Produkte abzuschaffen. Das werde die Branche innerhalb der nächsten zehn Jahre gewaltig verändern. De Castries glaubt an die Mehrkanalstrategie und kann sich auch den Vertrieb über den Online-Händler Amazon vorstellen – wenn die Margen für beide Seiten stimmen.
Archiv ‘Lebensversicherung’
Rosskur für die Lebensversicherer
Herbert Frommes Kolumne: Zwei Tiefschläge für die deutsche Assekuranz binnen weniger Tage: Die Regierung verabschiedet das Lebensversicherungs-Reformgesetz und die Europäische Zentralbank senkt die Zinsen weiter. Jetzt wird es ernst für die Konzerne. Das Gesetz zwingt sie, die Probleme in der Lebensversicherung anzugehen. Das wäre aber ohnehin dringend nötig gewesen.
Lohrmanns Verunsicherung XLV
An dieser Stelle nimmt sich unser Zeichner Konrad Lohrmann jeden Freitag ein Thema aus der Branche vor. Heute: Alle sind unglücklich mit dem Lebensversicherungs-Reformpaket.
Erdland: „Sparer bringen unsinniges Opfer“
GDV-Präsident Alexander Erdland hat die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank kritisiert. Durch die erneute Zinssenkung werde es für die Lebensversicherer noch schwieriger, die den Kunden zugesagten Garantien zu erwirtschaften. Für den Wettbewerb der Versicherung mit anderen Anlageformen habe die Entscheidung aber keine negativen Konsequenzen, sagt Erdland.
Bundesregierung beschließt Leben-Reform
Die Bundesregierung hat am Mittwoch das Lebensversicherungsreformgesetz auf den Weg gebracht. Es soll noch vor der Sommerpause verabschiedet werden. Damit treten dann auch die Änderungen zu den Bewertungsreserven in Kraft, so die Planung der großen Koalition. Die Senkung der Garantieverzinsung und die Reduzierung der bilanziell anrechenbaren Abschlusskosten von 40 Promille auf 25 Promille sollen zum 1. Januar 2015 kommen – das ist viel zu wenig Zeit, heißt es in der Branche.
Provinzial hält an klassischer Lebensversicherung fest
Die Provinzial Rheinland hofft auf Änderungen am geplanten Lebensversicherungsreformgesetz der Bundesregierung. Einige Punkte würden am Ende das Versichertenkollektiv belasten, so der Düsseldorfer Versicherer. Mit seiner Bilanz für 2013 steht das Unternehmen im Branchenvergleich gut da. Der Gewinn ging allerdings runter, gerade weil die Provinzial von großen Elementarschäden verschont blieb.
Lebensversicherung: Reformgesetz betrifft auch bAV
Das heute vom Kabinett beschlossene Gesetz zur Reform der Lebensversicherung wird auch Auswirkungen auf die betriebliche Altersversorgung haben. Am stärksten wird die Direktversicherung betroffen sein, aber auch Änderungen bei anderen Durchführungswegen wie Pensionskasse und -fonds sind nicht ausgeschlossen. Experten fürchten einen steigenden Verwaltungsaufwand.
Der Schuss, der nach hinten losging
Meinung am Mittwoch: Im Gesetz zur Lebensversicherungsreform winken der Branche zwar Erleichterungen bei der Beteiligung der Kunden an den Bewertungsreserven. Doch dafür müssen sie den Kunden jetzt wohl zu 90 Prozent am Risikoergebnis beteiligen. Das macht es noch schwerer, ein für Neukunden attraktives Kapitalanlageergebnis zu erwirtschaften. Dabei ginge es auch anders.
Axa investiert massiv in die IT
Der Axa-Konzern wird seine sieben verschiedenen IT-Systeme in der Lebensversicherung in ein einziges überführen – zum stolzen Preis von 100 Mio. Euro. Damit will sich der Versicherer zukunftssicher machen. Mit den Zahlen des Jahres 2013 ist Vorstandschef Thomas Buberl zufrieden. Beim Sparprogramm liegt die Axa im Plan. Beim Neugeschäft ist das Bild sehr durchwachsen.
Zweitmarkt: Besteuerung droht
Geschrieben von Lea Deuber.
Die Bundesregierung will die Todesfallleistungen beim Verkauf von Lebensversicherungspolicen besteuern. Damit schließt sie nur scheinbar eine Gesetzeslücke. Auf den deutschen Zweitmarkt hat die Neuregelung kaum Auswirkungen.
Lebensversicherungsgesetz bleibt spannend
Was die Woche bringt: An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: Debatte um die Lebensversicherungsreform, Flut und Versicherung, Rückversicherungsrecht und Cyber-Gefahren.
Entspanntere Lage für Versicherer
Eine Reihe von positiven Faktoren sorgt nach Ansicht der Ratingagentur Standard & Poor’s dafür, dass der Druck auf die Versicherungsbranche weltweit nachlässt. Bei einer Vielzahl von Versicherern sieht S&P einen stabilen Ausblick. Negativ bewerten die Analysten den Prämienrückgang bei den Rückversicherern und die regulatorischen Einflüsse.
Munich Re: Auch E-Raucher sind Raucher
In der Lebensversicherung sollten Nutzer von E-Zigaretten wie Raucher behandelt werden, also höhere Prämien bezahlen. Das empfiehlt die Munich Re. Zwar liegen für eine genaue Risikobewertung noch keine Daten vor, doch die Wahrscheinlichkeit, dass auch mit der Aufnahme von Nikotin über die E-Zigarette Gesundheitsrisiken verbunden sind, ist groß.
Eiopa: Altersvorsorge „vor starkem Wachstum“
Der Markt für die private Altersvorsorge steht nach Ansicht der EU-Versicherungsaufsicht Eiopa kurz vor einem kräftigen Wachstumsschub. Das schreibt die in Frankfurt ansässige Organisation in ihrem „Financial Stability Report“. In der Schadenversicherung berichtet Eiopa von fallenden Prämieneinnahmen. Der globale Rückversicherungsmarkt habe 2013 „ein robustes Wachstum“ erlebt.
Lebensversicherungsreform: „Alle sind unglücklich“
Über das Lebensversicherungsreformgesetz freuen sich weder Versicherer noch Verbraucherschützer. Besonders umstritten sind Ausschüttungsverbote für Aktiengesellschaften sowie die Regelungen zu den Abschlusskosten und der Provisionsoffenlegung.













