Archiv ‘Munich Re’

Die NZIA blutet aus

Immer mehr Versicherer treten aus der Net-Zero Insurance Alliance (NZIA) aus. Mit der Allianz, der Axa und dem Rückversicherer Scor haben sich nun gleich drei weitere Branchen-Schwergewichte zu diesem Schritt entschlossen – die Axa hat bis jetzt immerhin den Vorsitz der NZIA geführt. Der Vorstandschef des Versicherungsmarkts Lloyd’s of London findet, dass die Initiative ihren Mitgliedern weniger restriktive Vorgaben machen muss, um bestehen bleiben zu können – Lloyd’s will der NZIA aber erst einmal die Stange halten.

Kartellvorwürfe gegen NZIA aus den USA

Die Branchen-Initiative Net-Zero Insurance Alliance hatte zuletzt mit Munich Re, Zurich und Hannover Rück einige wichtige Mitglieder verloren – unter anderem wegen Kartellrechtsbedenken. Die scheinen sich jetzt zu bewahrheiten. In einem gemeinsamen Brief werfen Generalstaatsanwälte aus 23 US-Bundesstaaten der NZIA vor, mit ihren Aktivitäten gegen Kartell- und Versicherungsrecht zu verstoßen. Die Schwesterorganisation Net-Zero Asset Owner Alliance bekommt ähnliche Vorwürfe zu hören. Die Mitglieder der NZIA sollen den Staatsanwälten bis Mitte Juni Rede und Antwort stehen.

Munich Re will nicht um jeden Preis zukaufen

So dringend, wie es sich zuletzt angehört hatte, ist der Rückversicherer Munich Re doch nicht auf Zukäufe aus: Neben Synergieeffekten muss vor allem bei größeren Käufen in der Erstversicherung auch der Preis stimmen, betonte Christoph Jurecka. Munich Re tue sich momentan leicht, Eigenkapital über organisches Wachstum ins Verdienen zu bringen. „Da muss die Akquisition schon sehr attraktiv sein, um da mitzuhalten“, sagte er. Im ersten Quartal 2023 hat der Rückversicherer wegen Großschäden und Währungsverlusten zwar weniger verdient als im Vorjahreszeitraum, aber mehr als erwartet.

Gewinnzahlen und Kundenbeschwerden

 Was die Woche bringt  An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: Zahlen der Axa, Talanx, Zurich, Arag und Munich Re, Jahresbericht es Versicherungsombudsmanns, Diskussionsrunde und Fachgespräch mit dem PKV-Verband

Munich Re hat Lust auf Naturkatastrophenrisiken

Während andere Versicherer wegen der hohen Schäden sehr zurückhaltend sind, was die Zeichnung von Naturkatastrophenrisiken angeht, will Munich Re in die Vollen gehen. „Wir können uns weiteres Wachstum leisten“, sagte Konzernchef Joachim Wenning bei der Hauptversammlung des Konzerns. Die Gefahren des Geschäfts habe der Konzern im Griff, gleiches gelte für die Cyberversicherung. Kritik gab es von Aktionären unter anderem dafür, dass der Rückversicherer auch nach dem Wirecard-Skandal an Ernst & Young als Abschlussprüfer festhält.

Rückversicherer im Fokus

 Was die Woche bringt  An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: Hauptversammlung von Munich Re und Hannover Rück sowie von Allianz und Talanx, Quartalsergebnisse von Swiss Re, Rückversicherungssymposium des Instituts für Versicherungswesen, Bilanzzahlen von Hanse Merkur und Itzehoer

Munich Re verdient ordentlich im Quartal

Munich Re hat vorläufige Zahlen für das erste Quartal vorgelegt. Danach hat der Konzern 1,3 Mrd. Euro nach Steuern verdient und ist damit auf Kurs, sein Jahresziel von 4 Mrd. Euro zu erreichen. In seinem Bericht an die Hauptversammlung am 5. Mai 2023, die der Konzern bereits veröffentlichte, berichtet Konzernchef Joachim Wenning über den Fortschritt bei der Steigerung des Frauenanteils in der Führung. Für den Aufbau der nötigen Energieinfrastruktur für die Energiewende mahnt er staatliches Handeln an. Privates Engagement könne die Klimaziele nicht erreichen. Wenning wendet sich zugleich gegen ein ausuferndes Berichtswesen.

Geopolitische Konflikte treiben Cyberrisiken

Geopolitische Konflikte werden künftig zu einem Haupttreiber der weltweiten Cybergefahren. Davon geht die Munich Re in einem aktuellen Bericht aus. Zu diesen Risiken zählt der Rückversicherer Hackerattacken auf kritische Infrastruktur, die digital gestützte Manipulation freier Wahlen und Versuche, für Destabilisierung und Desinformation zu sorgen. Dadurch steigt die Wahrscheinlichkeit eines „systemischen, katastrophalen Cyber-Ereignisses“.

Markstein wird CEO der Schweizer Baloise

 Leute – Aktuelle Personalien  Clemens Markstein (Bild) wird neuer Geschäftsführer der Baloise Schweiz. Er tritt in die Fußstapfen von Michael Müller, der den Vorstandsvorsitz der Baloise-Gruppe übernimmt. Außerdem: Harald Rosenberger übernimmt die Leitung der Nürnberger Versicherung. Die Deutsche Aktuarvereinigung bekommt einen neuen Präsidenten. Personelle Neuigkeiten gibt es auch beim Unternehmensberater Roland Berger und der Talanx-Gruppe.

Rupprecht wird Konzernchef von Helvetia

 Leute – Aktuelle Personalien  Der Schweizer Versicherer Helvetia bekommt einen neuen Chef. Fabian Rupprecht tritt in die Fußstapfen von Philipp Gmür, der das Unternehmen nach 30 Jahren verlassen hat. Rupprecht kommt von der niederländischen NN-Group. Außerdem: Swiss Re ernennt einen neuen Chief Underwriting Officer. Der Makler BMS bekommt eine neue Chief Financial Officer. MS Amlin bekommt zwei neue Personalzugänge und die Munich Re-Tochter MRSI ernennt eine neue Chief Executive Officer.

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