Archiv ‘Munich Re’

Industrieversicherung: Generali meldet sich zurück

Nachdem Generali Deutschland dem Industrieversicherungsgeschäft jahrelang ferngeblieben ist, will der Versicherer ab sofort wieder mittlere und große Unternehmen mit Umsätzen zwischen 150 Mio. Euro und 2 Mrd. Euro versichern. Mit dieser Ankündigung bestätigte die Gesellschaft entsprechende Berichte des Versicherungsmonitors aus dem August 2015. Leiter der neuen Geschäftseinheit mit Sitz in München wird der ehemalige Axa-Manager Hans-Peter Klebe.

Herbert Fromme

Riskantes aus dem Ergo-Turm

 Aktuell kommentiert  Markus Rieß hat die ersten Pflöcke beim Umbau des Düsseldorfer Ergo-Konzerns eingeschlagen. Neben einer Reihe von Personalentscheidungen baut er jetzt die Struktur der Munich Re-Tochter um. Einige der Entscheidungen verblüffen. Ob sie Sinn machen und helfen, den dringend benötigten Strukturwandel bei der Ergo herbeizuführen, muss Rieß erst noch beweisen. Im zweiten Quartal will er eine Gesamtstrategie für die Restrukturierung vorlegen. Die muss sitzen, einen zweiten Schuss hat er nicht.

Strände testen für den Versicherer

 Nachschlag – Der aktuelle Kommentar  Versicherer haben manchmal seltsame Vorstellungen, was man mit Versichertengeldern alles anstellen könnte. Auf eine besonders ausgefallene Idee ist die Ergo-Tochter Europäische Reiseversicherung gekommen. Sie schickt ein Jahr lang eine junge Frau um die Welt, die in ihrem Auftrag Strände testet. Wenn ein Reiseversicherer die medizinische Versorgung in einzelnen Ländern unter die Lupe nimmt, ist das ja noch nachzuvollziehen. Beim professionellen Strandtesten bleibt die Beobachterin dagegen ratlos zurück.

Gegenläufige Trends bei Munich Re

Munich Re sieht die Bodenbildung bei den Preisen für die Rückversicherung erreicht. Allerdings machen die niedrigen Zinsen dem Unternehmen weiter zu schaffen, dazu kommen Aufräumarbeiten bei der Erstversicherungstochter Ergo. Für 2016 erwartet der weltgrößte Rückversicherer einen Gewinnrückgang. Trotzdem erhöht er kräftig die Dividende. Langfristig glaubt Finanzchef Jörg Schneider an eine glänzende Zukunft für seine Branche – weil Big Data ein ganz anderes Herangehen an Risiken und ihre Absicherung erlaubt.

Munich Re: „Disruption ist nicht die Hauptgefahr“

Der Einstieg von Facebook oder Google in das Versicherungsgeschäft ist ein Schreckgespenst der Branche. Munich Re-Chef Nikolaus von Bomhard glaubt nicht, dass die großen Internetkonzerne ohne einen Partner aus der Assekuranz in den Markt einsteigen werden. „Das ist ein gewisser Schutz“, sagte er am Dienstagabend auf dem SZ-Versicherungstag in Bergisch-Gladbach. Große Umwälzungen sieht er nicht als die größte Gefahr für die Versicherer. Die Veränderung werde eher in kleinen Schritten von statten gehen.

Munich Re: Deutschland ist ein ganz besonderer Markt

Heike Trilovszky ist seit Anfang 2015 als Geschäftsbereichsleiterin Deutschland für das einheimische Geschäft des weltgrößten Rückversicherers Munich Re verantwortlich. Davor war sie neun  Jahre lang zuständig für die globalen Underwriting-Standards des Konzerns. Im Interview mit der Süddeutschen Zeitung und dem Versicherungsmonitor erläutert die 53-jährige Mathematikerin, wie sich der deutsche Markt von anderen globalen Rückversicherungsmärkten unterscheidet, welche Preistrends sie sieht, warum Munich Re auch mit Google im Versicherungsmarkt Geschäfte machen würde – und warum sie nicht mehr so strikt gegen die Frauenquote ist, wie sie es einst war.

Herbert Fromme

Munteres 2016

 Herbert Frommes Kolumne  Die aktuellen Turbulenzen an den globalen Finanzmärkten wirken sich negativ auf die Versicherer aus. Sie verschärfen die Megatrends weiter, mit denen die Branche ohnehin fertig werden muss. Das sind vor allem die Niedrigzinsen, die hohen Kosten und Solvency II. 2016 wird auf jeden Fall nicht langweiliger als 2015 für die Branche und für die Berichterstatter. Wichtige Fragen an das neue Jahr.

Geringere Schäden durch Naturkatastrophen

Die Assekuranz musste laut Munich Re im vergangenen Jahr weniger für Schäden durch Stürme, Hitzewellen und Erdbeben zahlen als 2014. Teuerster Gesamtschaden war das Erdbeben in Nepal im April 2015. Der Rückversicherer warnt allerdings, dass sich die Situation in diesem Jahr ändern könnte. Dann wird sich das Klimaphänomen El Niño in sein Gegenteil, La Niña, verkehren, was mit mehr Wirbelstürmen im Nordatlantik einhergeht. Zudem bereitet Munich Re der Klimawandel Sorgen.

Jahresrückblick: Ihre Lieblingscartoons aus 2015

Die liebevoll gemeinen Versicherungscartoons unseres Zeichners Konrad Lohrmann erfreuen sich bei unseren Lesern wachsender Beliebtheit. Das nehmen wir zum Anlass, Ihre Lieblingszeichnungen aus 2015 zusammenzustellen. In der Bildergalerie finden Sie die 10 meistgeklickten Cartoons des Jahres.

Ergo: Rieß holt Ex-VW-Sprecher

 Leute – Aktuelle Personalien  Ergo-Chef Markus Rieß besetzt eine weitere zentrale Stelle im Unternehmen neu. Nach Informationen des Versicherungsmonitors soll künftig Andreas Lampersbach die Kommunikation der Munich Re-Tochter leiten. Er war bis November Pressesprecher bei VW und mehrere Jahre bei der VW-Tochter MAN. Mit Lampersbach holt Rieß schon wieder einen wichtigen Mitarbeiter, der nicht aus der Versicherungsbranche stammt.

Ergo mit neuem IT-Chef

 Leute – Aktuelle Personalien  Der Versicherer Ergo hat mit Tomasz Smaczny einen neuen Chief Information Officer gefunden. Er folgt auf Bettina Anders, die bereits Mitte des Jahres angekündigt hatte, das Unternehmen zum Jahresende verlassen zu wollen. Der gebürtige Pole Smaczny, der in Australien aufgewachsen ist, kommt nicht aus der Versicherungsbranche, kann aber viel IT-Erfahrung vorweisen. Unter anderem hat er schon beim Tourismuskonzern Thomas Cook die IT verantwortet.

Zurich: Shaughnessy wird Global Life-Chef

 Leute – Aktuelle Personalien  Die Schweizer Zurich hat Gary Shaughnessy zum neuen Chef des weltweiten Lebensversicherungsgeschäfts ernannt. Der Brite übernimmt den Posten im Januar 2016 von Kristof Terryn, der sich dann ganz auf seine Rolle als Chef der kriselnden Schadensparte konzentrieren kann. Shaughnessy ist derzeit unter anderem für das britische Lebensversicherungsgeschäft verantwortlich. Weiter offen ist, wer die Nachfolge des ehemaligen Konzernchefs Martin Senn antritt. Außerdem: Munich Re hat einen neuen Chef für seine US-Krankenversicherungssparte ernannt.

Warren Buffett halbiert Beteiligung an Munich Re

Der US-Großinvestor Warren Buffett hat seinen Anteil am weltweit größten Rückversicherer Munich Re halbiert. Das geht aus einer Stimmrechtsmitteilung des Konzerns hervor, der zufolge Buffett seinen Anteil am DAX-Konzern von 9,7 Prozent auf 4,6 Prozent reduziert hat. Bereits im September hatte der Investor einen Teil seiner Munich Re-Aktien verkauft. Buffetts Rückzug auf Raten ist ein Warnsignal an die Branche.

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