Archiv ‘Pflichtversicherung’

Reichelt: „Das können wir besser“

Das Juli-Hochwasser durch Sturm „Bernd“ hat drastisch vor Augen geführt, dass in Deutschland immer noch zu wenige Hausbesitzer gegen Elementarschäden versichert sind. Daran trägt die Versicherungsbranche eine gewisse Mitschuld, aber auch der Staat, glaubt Frank Reichelt, Chef für Nord-, Zentral- und Osteuropa bei der Swiss Re. Die Versicherer hätten den Wert der Deckung nicht gut genug erklärt. „Das können wir besser machen“, sagte er bei einer virtuellen Pressekonferenz. Auch den Verkauf des Hochwasserschutzes als Zusatzdeckung betrachtet er als Fehler. … Lesen Sie mehr ›

Berlin lässt Versicherungspflicht prüfen

Die Justizminister der Länder werden auf ihrer Herbstkonferenz die Einführung einer Versicherungspflicht gegen Elementarschäden prüfen – auch im Auftrag der Bundesregierung. Das schreibt das Bundesfinanzminsterium in der Antwort auf eine Kleine Anfrage der FDP. Die Frage nach der Position der Regierung in der Frage lässt das Schreiben ansonsten offen. Sie befürwortet zunächst verstärkte Aufklärung durch Kampagnen, um mehr Hausbesitzer zum Versicherungsabschluss zu bewegen. … Lesen Sie mehr ›

Neal: Die größte Chance, die wir jemals hatten

Der Klimawandel belastet auch die Versicherungsbranche durch eine Zunahme von Extremwettereignissen. Er bringe nie dagewesene systemische Risiken mit sich, biete aber auch einmalige Chancen für Versicherer und Rückversicherer, sagte Lloyd’s of London-CEO John Neal. Die Gesellschaften könnten als Risikomanager und -träger sowie als Investoren den Übergang zur klimaneutralen Gesellschaft maßgeblich unterstützen. Er sieht die Branche allerdings durch zu strenge Investmentregeln beschränkt, ihr volles Potenzial zu entfalten. … Lesen Sie mehr ›

Bundestag beschließt Fluthilfen

Der Bundestag hat den 30 Mrd. Euro schweren Aufbaufonds für die Hochwassergebiete am Dienstag beschlossen. Auch wird die Insolvenzantragspflicht für betroffene Unternehmen ausgesetzt. Damit reagiert das Parlament auf die verheerenden Schäden durch die Juli-Hochwasser. Die Forderung nach einer verpflichtenden Elementarschadendeckung spielte in der Sitzung keine Rolle. Für Kritik sorgte die Verknüpfung der Debatte mit Änderungen am Infektionsschutzgesetz. … Lesen Sie mehr ›

Grüne fordern Elementarschutz als Standard

Die Grünen haben sich bei der Debatte über den 30 Mrd. Euro schweren Aufbaufonds für die Hochwassergebiete mit einem Antrag zu Stärkung des Katastrophen- und Hochwasserschutzes positioniert. Die Partei beschäftigt sich darin auch mit der Frage, wie die geringe Verbreitung der Elementarschadendeckung erhöht werden kann. Außerdem liegt eine Kleine Anfrage der Partei an die Bundesregierung zum Thema Pflichtversicherung vor. … Lesen Sie mehr ›

GDV schätzt „Bernd“-Schäden auf 7 Mrd. Euro

Sturmtief „Bernd“ wird für die Versicherer immer teurer. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hat seine Schadenschätzung erneut angehoben. Der Verband geht jetzt von versicherten Schäden von rund 7 Mrd. Euro aus, der Großteil betrifft Wohngebäude, Hausrat und Betriebe. Zusammen mit den schweren Hagelschäden aus dem Frühsommer könnte 2021 für die Versicherer eines der schadenreichsten Jahre überhaupt werden. In der Debatte um eine Pflichtversicherung zeigte sich der GDV kompromissbereit. … Lesen Sie mehr ›

„Bernd“ trifft Gothaer, Hilfsfonds im Bundestag

Nächste Wasserstandsmeldung zu „Bernd“: Die Gothaer schätzt den versicherten Schaden vor Rückversicherung auf bis zu 450 Mio. Euro, 140 Mio. Euro sind bereits ausgezahlt. Auch der führende Autoversicherer HUK-Coburg äußert sich zu den Folgen der Juli-Fluten. Die Neuigkeiten kommen kurz bevor sich der Bundestag mit dem geplanten Hilfsfonds in Höhe von 30 Mrd. Euro beschäftigt. Eine aktuelle Studie beziffert unterdessen, wie stark der Klimawandel die Wahrscheinlichkeit von Starkregen erhöht. … Lesen Sie mehr ›

Mehr Prävention gegen Elementarrisken

Um mit den zunehmenden Extremwettereignissen infolge des menschengemachten Klimawandels fertig zu werden, wird Deutschland künftig hohe Summen für Prävention ausgeben müssen. Das sagte der Meteorologe und Klimaforscher Mojib Latif auf einer Digitalveranstaltung der Generali Deutschland. Auch für die Versicherbarkeit solcher Ereignisse spielt die Prävention eine zentrale Rolle, erklärte Markus Hofer, Head of Claims bei dem Versicherer. Die Assekuranz wird ihre Anstrengungen steigern, um die Verbreitung von Elementarschadenversicherungen zu erhöhen, erwartet er. Generali werde sich dabei auch nicht der Diskussion um eine Pflichtversicherung verschließen. … Lesen Sie mehr ›

„Bernd“ trifft Hannover Rück

Die Hannover Rück sieht sich nach dem ersten Halbjahr auf Kurs, um das Gewinnziel 2021 in Höhe von 1,15 Mrd. Euro bis 1,25 Mrd. Euro zu erreichen. Der Rückversicherer legte bei Gewinn und Beitragseinnahmen deutlich zu und profitierte von einer geringeren Großschadenlast. Höher als erwartet fiel die Belastung aus der Corona-Krise in der Personenrückversicherung aus, verantwortlich dafür war vor allem die Entwicklung in Südafrika. Aus den Juli-Überschwemmungen in Deutschland und benachbarten Ländern erwartet Finanzchef Clemens Jungsthöfel eine Nettoschadenlast in Höhe von 200 bis 250 Mio. Euro. … Lesen Sie mehr ›

Wer ist denn nun eigentlich schuld?

 Meinung am Mittwoch  Nach den Überschwemmungen durch Sturm „Bernd“ stellt sich einmal wieder die Frage, wer die Verantwortung trägt für das Dilemma mit der Elementarschadenversicherung, oder besser gesagt, das Dilemma ohne die Elementarschadenversicherung: Die Versicherer, die Politik, die Kommunen oder die Immobilienbesitzer? Es wird ein Schuldiger gesucht, geredet und geredet und dann wieder vergessen – so war es bisher immer nach Hochwasserkatastrophen. Dieses Mal gilt es, zukunftsfähige Konzepte zu finden. … Lesen Sie mehr ›

Flut-Pflichtversicherung? Kein Problem

Eigentlich sind die deutschen Versicherer klar gegen eine Pflichtversicherung für Elementarschäden. Aber Munich Re-Chef Joachim Wenning stellt im Interview mit Süddeutscher Zeitung und Versicherungsmonitor klar, dass die Branche eine solche Pflicht durchaus stemmen könnte. Allerdings sei sie kein Allheilmittel – und die Branche sollte vermeiden, aktiv dafür einzutreten, sagt Wenning im ersten Teil des Interviews. Das könnte ihr sonst zum Verhängnis werden. … Lesen Sie mehr ›

GDV: Unwetter kostet 4 bis 5 Mrd. Euro

Die Schadenschätzungen zum Sturm „Bernd“ werden immer höher. Der GDV rechnet mit versicherten Schäden von 4 bis 5 Mrd. Euro. Die Rechnung für die Versicherer dürfte noch steigen. Die Schäden in Bayern und Sachsen sind in dieser Prognose noch nicht enthalten. Die aktuarielle Beratungsgesellschaft Meyerthole Siems Kohlruss (MSK) hatte zuvor von über 1 Mrd. Euro Schaden für die Versicherer gesprochen. Die wirtschaftlichen Schäden des aktuellen Unglücks seien wegen der geringen Verbreitung der Elementarschadendeckung mehr als doppelt so hoch wie der versicherte Schaden, so MSK. Das lässt die Diskussion über eine Versicherungspflicht neu aufflammen. … Lesen Sie mehr ›