Die Bundesregierung hat eine Angebotspflicht für Elementardeckungen und einen staatlichen Rückversicherer angekündigt, um mit der geringen Verbreitung ein Ende zu machen. Die Bemühung um bezahlbare Prämien darf nicht die Interessen der Branche untergraben, warnen Versicherungsmathematiker von der Deutschen Aktuarvereinigung (DAV).
Archiv ‘Pflichtversicherung’
Niedrigere Schäden durch Naturkatastrophen
Naturkatastrophen weltweit haben im Auftaktquartal 2026 deutlich geringere wirtschaftliche und versicherte Schäden verursacht als im langjährigen Mittel, meldet Gallagher Re. Stürme dominieren die Rangliste der teuersten Ereignisse.
AfD will zusätzliche Altersvorsorge im gesetzlichen System
Wenn die Bürger schon zusätzlich zur gesetzlichen Rentenversicherung vorsorgen sollen, warum dann nicht auch innerhalb des gesetzlichen Systems? Die Bundestagsfraktion der Partei AfD fordert die Möglichkeit freiwilliger Beiträge auch für Pflichtversicherte.
Fechner: „Mit einem Opt-out können wir die Sache auch lassen“
Der SPD-Bundestagsabgeordnete Johannes Fechner ist zuversichtlich, dass ein Gesetzentwurf für eine obligatorische Versicherung gegen Elementarschäden in diesem Jahr kommt und unter der aktuellen Regierung verabschiedet werden kann. Bezüglich einer Opt-out-Lösung, die laut Koalitionsvertag geprüft werden soll, fand er deutliche Worte.
Urgewald will mehr Frankreich und USA in der Elementardeckung
Die Umweltschutzorganisation Urgewald mischt sich mit einem eigenen Papier in die Debatte um eine möglicherweise verpflichtende Elementarversicherung in Deutschland ein. Dabei setzt sie klar auf das französische Modell. Ergänzend soll ein Fonds ausgerechnet nach US-Vorbild kommen, schlagen die Klimaschützer vor.
Die Linke fordert Pflichtversicherung gegen Elementarschäden
Seit den verheerenden Überschwemmungen im Ahrtal 2021 haben die Befürworter einer Pflichtversicherung für Hausbesitzer gegen Elementarschäden an Rückhalt gewonnen. Jetzt kommt aus dem Parlament ein Antrag, in dem die Regierung zum raschen Handeln aufgefordert wird.
Pflichtversicherung macht Elementarschadenschutz teurer
Die Einführung einer Elementar-Pflichtversicherung könnte die Kosten für die Absicherung in die Höhe schnellen lassen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie von Hartmut Nickel-Waninger, Ex-Gothaer-Vorstand und Honorarprofessor an der Goethe-Universität in Frankfurt, mit Unterstützung der FB Research GmbH. Die Untersuchung soll erstmals eine belastbare Datengrundlage liefern.
Gräfer: „Wir sind da als Branche einfach nicht gut“
Die Erfahrungswerte aus der Vergangenheit reichen nicht mehr aus, um der steigenden Schadeninflation in der Versicherungsbranche zu begegnen, waren sich Expertinnen und Experten bei einem Pressegespräch der Versicherungsforen Leipzig einig. Um eine langfristige Versicherbarkeit zu gewährleisten, sind neben Prävention grundsätzliche Kostensenkungen durch Digitalisierung erforderlich. Die Branche mache dabei derzeit keinen guten Job und müsse grundlegend umdenken, warnte Martin Gräfer, Vorstand der Bayerischen.
Jungsthöfel: „Das ist ein Balanceakt“
Die Nachfrage nach Cyberversicherungen steigt, das Risiko dürfte infolge der wachsenden Bedeutung von künstlicher Intelligenz eher zunehmen, sagte der Vorstandschef der Hannover Rück Clemens Jungsthöfel auf einer Veranstaltung in Leipzig. Um eine Antwort auf die Herausforderung zu finden, seien auch alternative Lösungen nötig. Der GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen sprach in seinem Vortrag von 2026 als einem Jahr der Gesetzgebung.
Sturm „Nils“ in Frankreich wird teuer
Sturm „Nils“, der in der vergangenen Woche über den französischen Südwesten gefegt ist, hat zu hohen versicherten Schäden geführt. Die Ratingagentur DBRS Morningstar hält eine Gesamtbelastung von mehr als 3 Mrd. Euro für möglich. Die Analysten loben das öffentlich-privat organisierte System der automatischen Deckung gegen Elementarschäden in Frankreich. Dadurch habe das Land eines der „umfassendsten und stabilsten Versicherungssysteme für Naturkatastrophen in Europa“.
GDV: Naturkatastrophenschäden deutlich geringer
Die Versicherer melden weniger Schäden durch Naturkatastrophen im laufenden Jahr. Nach vorläufigen Zahlen des Branchenverbands GDV fallen sie rund 3 Mrd. Euro geringer aus als 2024. Die Versicherer betonen aber, dass die klimabedingten Extremwetterereignisse insgesamt zunehmen. Weil viele Hausbesitzer keinen Schutz gegen Überschwemmungen und andere Elementarereignisse haben, gibt es Forderungen nach einer Versicherungspflicht.
Die Pflichtversicherung mitgestalten, nicht ablehnen
Der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft hat Vorschläge zur Versicherung von Elementarschäden gemacht, mit denen er eine Entscheidung von Bund und Ländern für eine Pflichtversicherung noch verhindern will. Der Verband bewegt sich in einzelnen Punkten, bleibt aber bei der grundlegenden Ablehnung der Pflicht. Das ist kurzsichtig: Diesen Kampf können die Versicherer nicht gewinnen. Sie sollten stattdessen an der Ausgestaltung der Pflicht mitwirken.
GDV will Prämien in Hochwassergebieten deckeln
Die Versicherungsbranche hat ihren Vorschlag für eine stärkere Verbreitung von Elementarschadenversicherungen um einen neuen Baustein ergänzt. Besonders schwere Versicherungsrisiken sollen in einer neuen Gesellschaft namens Elementar Re gebündelt werden, die Prämien will der Versichererverband GDV deckeln. Zur Finanzierung sollen alle Gebäudekunden per Zuschlag beitragen. Kritik kommt von Klimaaktivisten.













