Archiv ‘PKV’

Lücken bei der Versicherung von LSBTQI

Im Vergleich mit vielen anderen Ländern ist Deutschland recht offen und tolerant gegenüber Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transgender, Queer und Intergender (LSBTQI). Im alltäglichen Leben gibt es trotzdem noch viele Hürden für diese Menschen – auch in Versicherungsangelegenheiten. Besonders für Menschen, die sich nicht mit dem Geschlecht identifizieren, mit dem sie geboren wurden oder für Intergender, die sich weder als männlich noch weiblich sehen, fängt das schon mit der Frage nach dem Geschlecht im Antragsformular an. Doch auch um viele wichtige Gesundheitsleistungen müssen sie kämpfen.

Ottonova bleibt vor Gericht erfolglos

Der digital arbeitende private Krankenversicherer Ottonova darf nicht damit werben, dass er seinen Kunden die Fernbehandlung bei Ärzten aus der Schweiz anbietet. Das hat das Oberlandesgericht München (OLG) entschieden und damit wie schon das Landgericht der Wettbewerbszentrale Recht gegeben. Ob das OLG das letzte Wort in dieser Frage hat, ist noch unklar. Der Versicherer wird erst nach der Vorlage der schriftlichen Urteilsbegründung entscheiden, ob er vor den Bundesgerichtshof geht. Zunächst macht er aber weiter auf das Angebot aufmerksam.

Regierung: Schweigen zum Standardtarif

Die Bundesregierung sieht im Moment offenbar keinen Handlungsbedarf bei möglichen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Kunden der privaten Krankenversicherer (PKV). In der Antwort auf eine Kleine Anfrage der FDP verweist sie auf die verschiedenen Möglichkeiten der Kunden, auf Zahlungsschwierigkeiten zu reagieren. Auf die Frage, ob sie eine Öffnung des Standardtarifs in Betracht zieht, hüllt sich die Regierung in Schweigen. Anzeichen für „Beitragsaufschläge“ in Folge der Pandemie sieht sie nicht.

Debeka: Wir sind keine Krisengewinnler

Die Debeka weist den Vorwurf zurück, die privaten Krankenversicherer (PKV) gehörten zu den Profiteuren der Corona-Pandemie. Der PKV-Marktführer verweist auf den Beitrag der Branche zur Abmilderung der Krisenfolgen. Er rechnet nicht mit einem deutlichen Rückgang der Leistungsausgaben. Minderausgaben in einigen Bereichen stünden Mehrausgaben in anderen gegenüber, betont Vorstand Roland Weber. Sollte es Einsparungen geben, würden zudem die Versicherten davon profitieren. Die Debeka legt in der Vollversicherung weiter zu, Vorstandschef Thomas Brahm ist optimistisch, dass der Marktanteil auch 2020 steigt.

Hanse Merkur will 2020 trotz Corona leicht wachsen

Nach überdurchschnittlichem Wachstum in der Kernsparte Krankenversicherung und in der Lebensversicherung im Jahr 2019 will der mittelgroße Hamburger Versicherer Hanse Merkur auch im laufenden Jahr so stark zulegen, dass die Einbußen in der Reiseversicherung infolge der Corona-Krise kompensiert werden. Unterm Strich soll ein leichtes Wachstum stehen. Im Gegensatz zu vielen privaten Krankenversicherern konnte die Hanse Merkur die Zahl ihrer Vollversicherten 2019 steigern, und zwar um netto rund 7.700 Verträge.

GKV/PKV-System hilft in der Corona-Krise

Deutschland ist im europäischen Vergleich bislang gut durch die Corona-Krise gekommen, unterstreicht eine aktuelle Studie des Wissenschaftlichen Instituts der privaten Krankenversicherung (WIP). Das liegt nicht zuletzt an dem finanziell gut ausgestatteten Krankenversicherungssystem, basierend auf der Dualität von gesetzlicher und privater Krankenversicherung, so die Autoren. Sie zeigen Faktoren auf, die wesentlich für die Bewältigung der Pandemie waren, wie die frühe Testung und die großen Kapazitäten im ambulanten und stationären Bereich.

Privatpatienten werden schneller untersucht

Eine aktuelle Studie zeigt erneut die Ungleichbehandlung von Privatpatienten und gesetzlich Versicherten, wenn es um die Terminvergabe bei Fachärzten geht. Die Privatversicherten haben eine höhere Chance, einen Termin zu bekommen, und müssen auch nicht so lange auf ihn warten wie die Kassenpatienten. Die Autoren der Studie führen das auf die unterschiedlichen Vergütungsniveaus in der gesetzlichen und der privaten Krankenversicherung zurück.

PKV will Beamte aus der GKV locken

Mit einer neuen Öffnungsaktion wollen die privaten Krankenversicherer (PKV) ihre ohnehin starke Position bei Beamten weiter festigen. Beamte, die bislang freiwillig Mitglied in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) sind, können von Oktober 2020 bis Ende März 2021 mit Annahmegarantie und begrenzten Risikozuschlägen in die PKV wechseln. Die Branche unterstreicht auch ihre wichtige Rolle bei der Bewältigung der Corona-Krise. Verbandschef Ralf Kantak macht aber deutlich, dass es nicht Aufgabe der PKV sein, für Verdienstausfälle der Ärzte aufzukommen. Die genauen Auswirkungen der Pandemie auf die Branche lassen sich noch nicht beziffern.

Ausblick auf die Lebensversicherung

 Was die Woche bringt  An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: Der neue Privatschutz der Allianz, Marktausblick zur Lebensversicherung von Assekurata, Pressekonferenz des PKV-Verbands zur aktuellen Gesundheitspolitik, Online-Kongress von DELA und Bayerischer und der Media Day der Swiss Re.

Ärzte kritisieren PKV heftig

Die Kritik von Ärzten am Verhalten der privaten Krankenversicherer (PKV) während der Corona-Krise reißt nicht ab. In einem Brief an den Direktor des PKV-Verbands wirft die Allianz Deutscher Ärzteverbände der Branche vor, sich trotz deutlicher Einsparungen bei den Leistungsausgaben anders als die gesetzliche Krankenversicherung nur unzureichend an den Ausgleichszahlungen für das Gesundheitssystem zu beteiligen. Über die von den Ärzten gewünschte Verlängerung der Corona-bedingten Extra-Vergütungen verhandelt der Verband noch mit der Bundesärztekammer.

Ottonova meldet starkes Wachstum

Der private Krankenversicherer Ottonova hat 2019 Prämieneinnahmen von 3,5 Mio. Euro verbucht, 262 Prozent mehr als im Vorjahr. Das Ergebnis der seit 2017 in München aktiven Gesellschaft, die sich als digitaler Krankenversicherer versteht, ist erwartungsgemäß weiter negativ. Daten zur Zahl der Vollversicherten nennt Ottonova im Solvency-Bericht nicht. Nicht so scheu ist die Gesellschaft bei der Einschätzung, welche Auswirkungen die Corona-Pandemie auf Geschäft und Ergebnis hat.

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