Mit den Trilogverhandlungen der europäischen Institutionen starten am 18. März die letzten regulatorischen Arbeiten an der EU-Kleinanlegerstrategie. Das hat der Versichererverband GDV zum Anlass genommen, seine Kritik an dem Regelwerk zu erneuern. Er fordert pragmatische Lösungen, klare Regelungen, eine Begrenzung des Aufwands und damit der Kosten für die Versicherer sowie mehr Planungssicherheit.
Archiv ‘Regulierung’
Ex-Swiss-Re-Chef Mumenthaler geht zu Metlife
Leute – Aktuelle Personalien Die nächste berufliche Station von Ex-Swiss-Re-Chef Christian Mumenthaler (Bild) steht fest: Er wird Mitglied des Verwaltungsrats des US-Lebensversicherers Metlife. Mumenthaler war bei der Swiss Re im vergangenen Jahr von Andreas Berger abgelöst worden. Außerdem: Der Spezialversicherer Beazley hat Sara Foucher zur Leiterin des Bereichs Commercial Property Europe ernannt. Der Verband der britischen Versicherer ernennt Andy Briggs von der Phoenix-Gruppe zum neuen Präsidenten, und der Makler Hendricks verliert einen Mitarbeiter an die Politik.
Welche Baustellen auf die künftige Regierung warten
Exklusiv Nach den Bundestagswahlen beginnen die Sondierungen der Parteien für eine mögliche Regierungskoalition. Der Blick auf die vergangenen Wahlen zeigt, dass es große Unterschiede bei der Dauer bis zur Koalitionsbildung gegeben hat, unter 30 Tagen hat es aber keine Regierung geschafft. Der Versicherungsmonitor wirft dennoch schon mal einen Blick auf die Baustellen im Versicherungsbereich.
MSK erwartet Kapitalanforderungen in Milliardenhöhe
Die wachsenden Anforderungen durch Klimawandel, Regulatorik und der möglicherweise anstehenden Einführung einer verpflichtenden Elementarschadenversicherung führen dazu, dass Wohngebäude- und Hausratversicherer bis zu 80 Mrd. Euro an zusätzlichem Kapital benötigen. Das hat die aktuarielle Beratungsgesellschaft MSK ausgerechnet. Nicht alle Gesellschaften können das Kapital bereitstellen. Manche werden sich aus dem Geschäft mit der Wohngebäudeversicherung verabschieden, erwarten die Aktuare.
MGAA und ABI unterzeichnen Absichtserklärung
Der Assekuradeurs-Verband Managing General Agents‘ Association (MGAA) ist eine Kooperation mit der Association of British Insurers (ABI) eingegangen. Ziel der Zusammenarbeit ist es, den Fortschritt in Schlüsselbereichen der Versicherungswirtschaft zu fördern, aber auch aktuelle Probleme zu lösen. Zu diesem Zweck haben die Parteien eine Absichtserklärung unterzeichnet, in der sie gemeinsame Ziele formulieren.
Karuth-Zelle: KI muss nachvollziehbar sein
Ob im Kundenservice, in der Produktentwicklung oder in der Betrugsbekämpfung – die Einsatzmöglichkeiten von künstlicher Intelligenz (KI) bei Versicherern sind vielfältig. Um die Chancen nutzen zu können, müssen die Unternehmen aber nachvollziehen können, wie die Technik zu ihren Ergebnissen kommt und diese stets kritisch hinterfragen, sagte Barbara Karuth-Zelle, Chief Operating Officer bei der Allianz SE, im Vorfeld des SZ-Versicherungstages auf Schloss Bensberg. Sie begrüßt den neuen EU AI Act, der erstmals klare Regeln für den KI-Einsatz bei Unternehmen definiert.
Trump 2.0: Folgen für KI und Versicherer in Europa
Digitaler Dienstag Die Amtseinführung von Donald Trump für eine zweite Amtszeit als US-Präsident wird geopolitische Wellen schlagen und tiefgreifende Auswirkungen auf Schlüsselindustrien wie die Versicherungswirtschaft haben. Neben kurzfristigen Herausforderungen für die Chief Investment Officer steht besonders der Umgang mit künstlicher Intelligenz (KI) im Fokus. Ihre Bedeutung für die Branche wird in den kommenden Jahren enorm steigen, doch das transatlantische Spannungsfeld zwischen Innovation und Regulierung wird eine Herausforderung.
Versicherer müssen bei DORA noch nachsitzen
Exklusiv Seit dem 17. Januar gelten die Regeln des Digital Operational Resilience Act (DORA), der die europäischen Finanzunternehmen weniger anfällig für IT-Risiken machen soll. Im Interview mit dem Versicherungsmonitor sprachen Frank Püttgen, Partner bei KPMG Law, und Caroline Sieveritz, Senior Managerin und Prokuristin im Bereich Technology & IT-Compliance von der KPMG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, über die größten Hürden, die Probleme für kleine Versicherer und darüber, wie viele Versicherer die Anforderungen noch nicht erfüllen.
Krankenversicherer müssen Systeme modernisieren
Das Beratungs- und Dienstleistungsunternehmen Capgemini hat zehn Trends in der Krankenversicherung für das Jahr 2025 ausgemacht. Am wichtigsten ist aus Sicht von Capgemini die Modernisierung von Altsystemen, die für erhöhte Cybersicherheit und die Nutzung von künstlicher Intelligenz Voraussetzung ist, sowie der Fokus auf die Qualität von Behandlungen. Die Berater sprechen sich auch dafür aus, den Kunden in den Mittelpunkt zu stellen.
Ausblick 2025: Wo sich die Versicherer weiterentwickeln müssen
The Long View – Der Hintergrund Eine sich stark verändernde geopolitische Situation wird auch 2025 konkrete Auswirkungen auf die Versicherungsbranche haben. Die Europäische Union braucht starke Versicherer, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Jedoch müssen sie sich der Wichtigkeit ihrer Rolle wieder bewusst werden und sich aktiv an der Weiterentwicklung der europäischen Wirtschaftszone beteiligen. Auch die Aufsichtsbehörden müssen hier mitziehen.
GDV erneuert Kritik an FIDA
Die Verabschiedung der Financial Data Access Regulation (FIDA) rückt näher, doch die Skepsis des GDV bleibt. Der Versichererverband kritisiert, dass die geplante Regulierung des Zugangs zu Finanzdaten mit hohen Kosten verbunden wäre, ohne einen angemessenen Kundennutzen zu erzeugen. Nach Ansicht des GDV sollte die Kfz-Versicherung nicht gleich am Anfang mit dabei sein. Zudem wollen die Versicherer die geförderte private Altersvorsorge und Unfallversicherungen von der Verordnung ausgenommen sehen.
Kleinanleger: Finanzbranche warnt vor Bürokratie
Die geplante Kleinanlegerstrategie – englisch: Retail Investment Strategy (RIS) – droht ihr Ziel wegen hoher Komplexität und zusätzlicher Bürokratie zu verfehlen, warnen Verbände aus der Finanzbranche. Damit tatsächlich mehr Kleinanleger am Kapitalmarkt investieren, sollen sich EU-Gesetzgeber im anstehenden Trilog auf das Wesentliche konzentrieren, fordern sie in einer gemeinsamen Stellungnahme.
Großbritannien will Captive-Standort werden
Großbritannien hat mit Lloyd’s of London einen großen Industrie- und Rückversicherungsmarkt, doch firmeneigene Versicherer sind dort bisher eher rar gesät. Jetzt will das Land attraktiver für die sogenannten Captives werden und prüft deshalb regulatorische Erleichterungen für die Gesellschaften. Die Vorschläge, zu denen sich interessierte Versicherer und Unternehmen äußern können, reichen von Erleichterungen beim Eigenkapital bis hin zu vereinfachten Berichtspflichten.











