Archiv ‘Rückversicherung’

Berkshire Hathaway will weniger Versicherungsgeschäft zeichnen

Beim Mischkonzern Berkshire Hathaway spielt das Versicherungs- und Rückversicherungsgeschäft traditionell eine große Rolle, weil sich die Schadenreserven gewinnbringend anlegen lassen. Nach einem Gewinneinbruch hat der neue Chef Greg Abel angekündigt, auf die Bremse zu treten und sich insbesondere bei der Zeichnung von Rückversicherungsgeschäft zurückzuhalten. Grund sind die bröckelnden Preise.

Munich Re: Wir müssen wettbewerbsfähig bleiben

Der Rückversicherer Munich Re hat im vergangenen Jahr 6,1 Mrd. Euro verdient und damit seine eigenen Überwartungen übertroffen. Die Aktionäre will der Konzern mit einer üppigen Dividendenerhöhung und einem Aktienrückkaufprogramm beglücken. Trotz dieser günstigen Lage verteidigte Munich-Re-Chef Christoph Jurecka bei der Bilanzpressekonferenz den Stellenabbau bei der Erstversicherungstochter Ergo. Der Konzern müsse auch in Zukunft wettbewerbsfähig bleiben, sagte er.

Jurecka: Wir sind noch weit weg von den Weichmarkt-Jahren

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In der Rückversicherung sinken die Preise, das bekommt auch die Munich Re zu spüren. Der Preisabrieb in der Erneuerungsrunde zum 1. Januar 2026 hat sich mit minus 2,5 Prozent bei den Münchnern aber noch in Grenzen gehalten. Dafür musste der Rückversicherer aber beim Volumen Abstriche machen, wie Munich Re-Chef Christoph Jurecka im Interview mit dem Versicherungsmonitor erklärt. Dennoch sieht er den Rückversicherer gut aufgestellt.

Hannover Rück steigert Gewinn auf 2,6 Mrd. Euro

Die Hannover Rück zeigt sich trotz rückläufiger Preise mit dem Ergebnis der Januar-Erneuerungsrunde in der Schadenrückversicherung zufrieden. In einem herausfordernden Umfeld sei es gelungen, profitabel zu wachsen, sagte Vorstandschef Clemens Jungsthöfel. Besonders stark gingen die Preise bei Naturkatastrophendeckungen zurück. Sein Gewinnziel für 2025 von 2,6 Mrd. Euro hat Hannover Rück nach vorläufigen Zahlen erreicht.

Munich Re: Das vergiftete Abschiedsgeschenk

Herbert Frommes Kolumne

CEO Joachim Wenning hat die Munich Re mit einem Rekordgewinn verlassen und die Führung an Christoph Jurecka übergeben. Für die kommenden fünf Jahre verspricht das noch von Wenning verantwortete Zukunftsprogramm „Ambition 2030“ weiter stark steigende Gewinne. In einem spürbar weicher werdenden Markt ist das kaum zu schaffen. Die großspurigen Ankündigungen sollen die Kapitalmärkte gewogen halten, inzwischen ohnehin die wichtigste Zielgruppe der Munich-Re-Führung. Wennings Abschiedsgeschenk ist vergiftet, schreibt Herbert Fromme.

Stellenabbau: Fluktuation allein reicht bei Ergo nicht aus

Die Munich Re hatte Anfang Januar mit dem Plan, Stellen in der IT und Verwaltung nach Indien und Polen zu verlagern, für Furore gesorgt. Frei werdende Stellen sollen nicht oder nur an anderen Standorten als Deutschland nachbesetzt werden. Bei der Tochter Ergo reicht die natürliche Fluktuation für die gesetzten Ziele womöglich nicht aus, räumt der neue Munich Re-Chef Christoph Jurecka jetzt ein. Ein Grund ist die künstliche Intelligenz, die viele Jobs tiefgreifend verändert. Kündigungen soll es aber nicht geben, stattdessen Weiterbildungs- und Abfindungsangebote.

Swiss Re: Keine Entwarnung bei Haftpflichtschäden

Die Swiss Re sorgt sich weiter um die Liability Excess Inflation, also den Anstieg der Schadenkosten für Haftpflichtfälle, der nicht auf ökonomischen Faktoren beruht. Der Rückversicherer betrachtet die USA nach wie vor als Epizentrum für die sogenannte soziale Inflation, doch auch in anderen Ländern könnte es zu ähnlichen Entwicklungen kommen, heißt es in einer aktuellen Studie. Deutschland ist – ebenso wie Japan – allerdings kaum betroffen.

Neue Kolumnisten und Rückversicherungsverträge

Was die Woche bringt

An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: Neue Kolumnisten für den Versicherungsmonitor und die Erneuerungsrunde in der Rückversicherung.

Käuferfreundliche Januar-Erneuerung in der Rückversicherung

Die Erstversicherer haben bei der Januar-Erneuerung in der Rückversicherung von teils kräftigen Preissenkungen profitiert, berichtet der Makler Gallagher Re. Für viele Risiken gab es ein Überangebot an Kapazitäten. Das Rückversicherungskapital bewegt sich auf Rekordhöhe – ebenso wie die Eigenkapitalrendite der Rückversicherer, die Gallagher Re für das vergangene Jahr mit 17 bis 18 Prozent beziffert.

Andreas Berger: „Underwriter möchten vor allem eins: underwriten“

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Swiss Re-Chef Andreas Berger setzt große Hoffnungen in die künstliche Intelligenz. Underwriting-Prozesse in Bereichen wie der Bauleistungsversicherung lassen sich mithilfe der Technologie von bis zu drei Wochen auf einen Tag verkürzen. Was die Underwriter mit der gewonnenen Zeit anstellen können und in welchen Bereichen die Industrieversicherung trotz Preisnachlässen noch Spaß macht, erklärt er im zweiten Teil des Interviews mit dem Versicherungsmonitor.

Von der Element-Insolvenz bis zur Altersvorsorgereform

 Podcast  Von der Element-Insolvenz Anfang Januar bis zum Kabinetts-Beschluss zur privaten Altersvorsorgereform kurz vor Weihnachten: Dieses Jahr war wieder ein ereignisreiches für die Versicherungsbranche. Auf die wichtigsten Entwicklungen blicken Redakteurin Katrin Berkenkopf und Chefredakteurin Friederike Krieger im aktuellen Podcast zurück. Diesen Podcast können Sie auch frei auf den gängigen Plattformen hören: SpotifyApple Podcasts und Amazon Music.

Andreas Berger: „Unser Fokus liegt auf dem Kerngeschäft“

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Die Trennung von der Digital-Tochter Iptiq, der weitgehende Rückzug aus dem US-Haftpflichtgeschäft – seit Andreas Berger vor eineinhalb Jahren die Führung der Swiss Re übernommen hat, ist bei dem weltweit größten Rückversicherer einiges passiert. Im ersten Teil des Interviews mit dem Versicherungsmonitor erklärt er, warum er den Fokus auf das Kerngeschäft legen will und warum die bei den Kunden beliebten Frequenzdeckungen nicht wiederkommen werden.

Rettungspaket der Signal Iduna für angeschlagene SHB steht

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Der angeschlagene Spezialversicherer SHB mit Sitz in Königswinter bei Bonn ist mit Hilfe der Signal Iduna einer Schließung durch die BaFin entgangen. Nach Informationen des Versicherungsmonitors hat der Versicherer die Erneuerungsrechte für Teile seines Bestands an die Dortmunder verkauft. Zusätzlich übernimmt die Signal Iduna eine Rolle als Rückversicherer. Es ist weiterhin geplant, dass der Versicherer die SHB im kommenden Jahr komplett übernimmt.

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