Die Flut „Bernd“ prägt die 20-Jahres-Bilanz des Gesamtverbands der Deutschen Versicherer (GDV) für Naturgefahrenschäden. Sie gilt laut dem Verband bisher als schwerste Naturkatastrophe in Deutschland und verursachte besonders im rheinland-pfälzischen Landkreis Ahrweiler immensen Schaden. Laut GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen ist es unerlässlich, solche Großschäden durch Prävention zu vermeiden.
Archiv ‘Sachversicherung’
MLP will im Industriebereich bedächtig wachsen
MLP konnte in den ersten neun Monaten 2023 zulegen. Besonders stark fiel das Wachstum in der Sachversicherung aus, an dem das Gewerbe- und Industriegeschäft einen großen Anteil hatte. Der Finanzvertrieb ist grundsätzlich weiter offen für externes Wachstum, verspürt aber keinen Druck, Zukäufe zu tätigen, betonte Vorstandschef Uwe Schroeder-Wildberg. Akteuren, die in den vergangenen Jahren im Übernahmefieber waren, dürfte in puncto Rentabilität ein böses Erwachen bevorstehen, glaubt er.
Unzufriedene Kunden setzen auf Captives
Die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC hat Industrieunternehmen nach ihrer Zufriedenheit mit Versicherern und ihrer Einstellung zu Captives befragt. Nur die Hälfte der befragten Konzerne ist derzeit mit dem Versicherungsschutz zufrieden, die andere Hälfte nicht. Ein Drittel ist grundsätzlich an einer Captive interessiert und will das Thema in zwei bis drei Jahren umsetzen. Diese Zahlen müssen die Industrieversicherer aufrütteln.
BDVM: Der harte Markt ist der neue Markt
Der Blick der Versicherungsmakler auf die Industrie- und Gewerbeversicherung fällt düster aus. Der harte Markt mit hohen Preisen, engen Bedingungen und knappen Kapazitäten wird so schnell nicht verschwinden, glaubt Thomas Haukje, Präsident des Bundesverbands Deutscher Versicherungsmakler (BDVM). Als größtes Sorgenkind sieht er die industrielle Sachversicherung. Auch die Reaktionszeiten der Versicherer haben sich aus seiner Sicht in der aktuellen Erneuerungsrunde nicht verbessert. Trotz der schwierigen Lage geht es den Maklern gut.
Keese: „Es geht auch ohne D&O-Buch“
Exklusiv Die Preise für Industrie- und Rückversicherungsschutz sind in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Davon profitiert auch der Versicherungsmarkt Lloyd’s of London. Im Interview mit dem Versicherungsmonitor zeigt sich Finanzchef Burkhard Keese allerdings nicht mit allen Sparten zufrieden. Er kritisiert den starken Preisverfall bei D&O-Policen. Lloyd’s will sich daran nicht beteiligen und notfalls auf Geschäft verzichten, kündigt er an. Auch die Preise im europäischen Sachversicherungsmarkt hält Keese nicht für hoch genug.
Aon: Strategisches Risikomanagement nötig
Der Makler Aon hat rechtzeitig zum Symposium des Gesamtverbandes der Versicherungsnehmenden Wirtschaft in München seinen Marktreport 2023 veröffentlicht. Der Makler mahnt ein strategisches Risikomanagement auch bei Kunden und Maklern an. In der Sachversicherung sieht er gegenläufige Trends, in Haftpflicht ein Einpendeln des Marktes.
Sach-Industrieversicherung: „Still no fat to cut“
Meinung am Mittwoch Der Trend zu höheren Preisen in der industriellen Sachversicherung, getrieben durch Inflation, Klimawandel und Rückversicherungskosten, bleibt ungebrochen. Für die Anbieter bleibt Profitabilität mit Blick auf die Erneuerungsrunde zum 1. Januar 2024 die entscheidende Herausforderung.
Swiss-Re-Corso-Chef Berger: „Der Markt bleibt hart“
Nachgefragt – Das Video-Interview Andreas Berger, Chef des Industrieversicherers Swiss Re Corporate Solutions, ist davon überzeugt, dass der Industrieversicherungsmarkt in der Feuersparte hart bleibt. Der Markt werde auf einem Plateau bleiben, sagte er im Video-Interview mit dem Versicherungsmonitor. Bei den Preisen müsse auch die Inflation berücksichtigt werden. In anderen Sparten sei das Bild ganz anders. Berger sprach über die Bedeutung von ESG-Kriterien, die Skepsis bei Cyber, die Bedeutung der KI und seine Erfahrungen mit Rassismus.
Mehr Rückversicherung? Nein, danke!
Obwohl Erstversicherer davon ausgehen, dass die Schäden in der Sach- und der Haftpflichtversicherung im kommenden Jahr steigen werden, wollen nur die wenigsten zusätzlichen Rückversicherungsschutz einkaufen. Das hat eine Umfrage von Moody’s ergeben. Schuld sind laut der Ratingagentur die hohen Preise für Rückdeckungen. Sie werden nach Erwartungen der Einkäufer auch 2024 weiter steigen, allerdings nicht mehr so stark wie in den Vorjahren.
WTW: „Der Markt hat den Peak erreicht“
Exklusiv Bei den Erneuerungs-Verhandlungen in der Industrieversicherung können sich die Einkäufer aus der Industrie auf eine entspanntere Situation einstellen als im vergangenen Jahr, berichten die Expertinnen Monika Behrens (rechts) und Olga Losing-Malota vom Makler WTW im Interview mit dem Versicherungsmonitor. Der Markt ist stabiler, auch wenn die Preise für viele Deckungen noch hoch sind. Sorgen bereiten den beiden allerdings die Kfz- und die Sachversicherung sowie die Absicherung gegen politische Risiken.
Preise für Industrieversicherungen steigen moderat
Der globale Versicherungsmakler und Risikoberater Marsh hat seinen vierteljährlich erscheinenden Global Insurance Market Index für das zweite Quartal 2023 veröffentlicht. Insgesamt stiegen die Preise für Industrieversicherungen um drei Prozent an – im vorigen Quartal waren es noch vier Prozent. Im Bereich der Cyberversicherungen meldete Marsh einen Rückgang der Preiserhöhungen um zehn Prozentpunkte auf nur noch ein Prozent.
Renewals 2024 – das kommt auf uns zu
Meinung am Mittwoch Alle Jahre wieder: Die Vertragserneuerungen stehen vor der Tür, und das scheinbar ziemlich überraschend. Wenn die Teilnehmer es schaffen würden, früher miteinander ins Gespräch zu kommen und ihre Erwartungen auszutauschen, würde das Stress, Intransparenz und Uneinigkeit bei den Verhandlungen reduzieren. Und tatsächlich gibt es Wege, dies zu schaffen.











