Archiv ‘Solvency II’

Debeka mit neuer Rentenversicherung

Die Debeka hat eine neue Rentenversicherung mit nur 0,5 Prozent Garantiezins auf den Markt gebracht. Der Kunde erhält dabei eine höhere laufende Überschussbeteiligung und kann auf mehr Rendite hoffen, da ein Teil seiner Beiträge in einen Indexfonds investiert wird. Damit folgt die Debeka dem Trend in der Lebensversicherung, bei neuen Produkten geringere Garantien auszusprechen und auf die Renditelust der Kunden zu setzen.

Analysten zweifeln an Allianz-Aktie

Die Investmentbank JP Morgan Cazenove hat ihre Empfehlung für die Aktie der Allianz von „übergewichten“ auf „neutral“ gesenkt. Zum Teil ist das ein Ergebnis der starken Kurssteigerungen der letzten Monate, der Markt habe jetzt das Potenzial der Aktie eingepreist, argumentieren die Analysten. Sollte der Konzern für 2015 kein höheres Gewinnziel nennen, könnte der Aktienkurs kurzfristig sinken. Gleichzeitig macht sich JP Morgan Sorgen um den Kapitalbedarf der Lebensversicherer der Allianz. Besonders bitter: JP Morgan erhöhte gleichzeitig die Empfehlung für die Aktie des Rivalen Axa von „untergewichten“ auf „übergewichten“.

Wann ist eine Beteiligung bedeutend?

Legal Eye – Die Rechtskolumne: Vor dem Hintergrund von Solvency II und der Niedrigzinsphase nehmen Unternehmensübernahmen auch im deutschen Versicherungsmarkt zu. Dabei müssen Inhaber von Versicherungsunternehmen bestimmten aufsichtsrechtlichen Anforderungen genügen, um überhaupt eine Unternehmensbeteiligung erwerben oder halten zu dürfen. Dies gilt allerdings nur für Inhaber bedeutender Beteiligungen. Wann eine bedeutende Beteiligung vorliegt und wer als Investor in Betracht kommt, bedarf in der Praxis regelmäßig der intensiven Abstimmung mit der Aufsichtsbehörde.

Wie gesund sind die Versicherer?

Was die Woche bringt: An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: Die Ergo-Tochter DKV stellt ihren Gesundheits-Report vor, auf Schloss Bensberg findet der SZ-Versicherungstag 2015 statt und die Ratingagentur Assekurata präsentiert ihre Studie zur Überschussbeteiligung der Lebensversicherer.

RfB-Kollektivierung im Bundesrat

Am Donnerstag beschäftigt sich der Finanzausschuss des Bundesrats mit der Verordnung zur Teilkollektivierung der freien Rückstellungen für Beitragsrückerstattung in der Lebensversicherung. Hintergrund ist die Trennung der Vertragsbestände nach 1994. Der Grünen-Finanzpolitiker Gerhard Schick sieht in der vorliegenden Regelung die Gefahr, dass die Lebensversicherer zu wenig echtes Eigenkapital bilden und zu wenig an die Versicherten ausschütten.

Felix Hufeld an der BaFin-Spitze?

Das Handelsblatt und die Agentur Reuters berichten, dass Felix Hufeld neuer Präsident der Finanzaufsicht BaFin wird. Zurzeit führt er die Versicherungsaufsicht in der Behörde. Die BaFin äußerte sich nicht zu dem Thema. Amtsinhaberin Elke König wird Ende Februar Chefin der neuen EU-Behörde zur Abwicklung von Krisenbanken. Nach Informationen des Versicherungsmonitors standen auch andere Namen auf der Liste von Finanzminister Wolfgang Schäuble. Für die Versicherungsbranche wäre Hufelds Beförderung keine gute Nachricht.

Zu vorsichtig in der Haftpflicht

Was die Woche bringt: An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: Die Euroforum Haftpflicht-Konferenz, der Neujahrsempfang der Allianz und die Insurance Roadshow von Fitch Ratings.

Herbert Fromme

Warum der Run-off gut ist

Herbert Frommes Kolumne: Das ist eine gute Nachricht für die Branche: Der Finanzinvestor Apollo kommt mit der Tochtergesellschaft Athene nach Deutschland und übernimmt die Delta Lloyd Lebensversicherung, die seit 2010 im Run-off ist. Der Zweck ist offensichtlich, eine Abwicklungsplattform aufzubauen. Der Run-off wird gesellschaftsfähig – das ist gut so angesichts der Lage mancher Lebensversicherer. Für den einen oder anderen wird es höchste Zeit, Bestände oder Gesellschaften zu schließen, damit nicht ganze Konzerne einschließlich der profitablen Schadenversicherung mit in den Abgrund gezogen werden.

Athene kauft Delta Lloyd Deutschland

Der Bermuda-Versicherer Athene Holding will die Deutschland-Tochter des niederländischen Finanzdienstleisters Delta Lloyd kaufen. Eine Übernahme durch den japanischen Nomura-Konzern war zuvor gescheitert. Athene will die in Abwicklung befindliche Gesellschaft im Run-off belassen und den Standort Wiesbaden ausbauen. Das könnte der Startschuss für eine neue Run-off-Plattform für Lebensversicherer im deutschen Markt sein.

XL-Chef: „Starke Anzeichen für Konsolidierungswelle“

Mike McGavick, Chef des Industrie- und Rückversicherers XL, sieht starke Anzeichen einer beginnenden Konsolidierung im Markt. Durch den Kauf des auf Bermuda ansässigen und aus London stammenden Rivalen Catlin will er den Konzern dafür wappnen, sagte er im Exklusivinterview mit dem Versicherungsmonitor. Damit der Zusammenschluss zu XL Catlin gelingt, will McGavick jetzt schnell harte Entscheidungen treffen und eine klare Richtung vorgeben.

BaFin gegen EU-Versicherungsunion

Elke König, die scheidende Präsidentin der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), sieht keinen Grund für die Einführung einer europäischen Versicherungsunion, parallel zur jetzt bestehenden Bankenunion. Beim Neujahrsempfang der Behörde forderte die BaFin-Chefin die Lebensversicherer dringend auf, neue Produkte zu entwickeln, die dem Zinsumfeld gerecht werden. Sie dürften allerdings nicht unverständlich und zu komplex wirken.

Problemfelder im Visier

Was die Woche bringt: An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: Pressegespräch von Marsh zum Risiko- und Versicherungsmanagement in der Energiebranche und Neujahrsempfang der BaFin.

Tipps mit Sparversprechen

Eine neue Unternehmensberatung verspricht mittelständischen Unternehmen Einsparungen beim Versicherungsschutz. Hinter der „Unternehmer Beratung“ stehen unter anderem ehemalige AWD- und Formaxx-Manager. Bei der Vermittlung von Versicherungen agiert die Firma als Tippgeber.

Verständlichkeit tut Not

Meinung am Mittwoch: Angesichts niedriger Zinsen verbietet sich in vielen Sparten ein Preiswettbewerb um den Kunden. Es gibt aber auch jenseits von „Geiz ist geil“-Strategien Möglichkeiten, die Zufriedenheit der Versicherten zu steigern. Transparente Produkte sind vonnöten, denn vielfach versteht der Kunde gar nicht, was er versichert hat. Auch eine bessere Betreuung kann ein guter Vorsatz für das neue Jahr sein.

Herbert Fromme

Getrübte Kristallkugel

Herbert Frommes Kolumne: Vorhersagen sind notorisch schwierig, vor allem wenn sie um die Zukunft gehen. In dem abgedroschenen Spruch steckt viel Wahrheit. Ich wage dennoch einen Blick in die Zukunft: Wie sich die Finanzkrise auswirkt, wer von der Digitalisierung profitiert, wieso Google und Co. in der Assekuranz eine große Rolle spielen, und warum die Zahl der Vermittler sinken wird, ihre Bedeutung aber wächst.

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