Schlagwort-Archiv für ‘Swiss Re’

Ukraine-Krieg: Schäden wie bei Naturkatastrophe

Die versicherten Schäden durch den Ukraine-Krieg werden sich in der Größenordnung eines mittleren Naturkatastrophenereignisses bewegen. Davon geht Christian Mumenthaler aus, Chef des Rückversicherers Swiss Re. Beim Investorentag des Rückversicherers nannte er Wintersturm „Uri“ als Beispiel für einen solchen Schaden. Das Unwetter hatte Mitte Februar 2021 in den USA für einen starken Kälteeinbruch gesorgt und versicherte Schäden von rund 15 Mrd. Dollar verursacht. Damit liegt Swiss Re am unteren Ende der Schadenspanne, die Standard & Poor’s vor Kurzem prognostiziert hatte.

Emil führt Vertriebsleiter DACH ein

 Leute – Aktuelle Personalien  Der Technologieanbieter Emil reagiert auf die deutlich gestiegene Nachfrage nach seiner Versicherungssoftware und führt den Posten des Leiters Vertrieb und Marketing in der DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) ein. Besetzt wird die Stelle mit einem Experten von Adcubum. Außerdem: Generationenwechsel bei der Gartenbau-Versicherung und der Wirtschafts-Assekuranz-Makler Gruppe Amberg. Personelle Veränderungen gibt es zudem bei Lampe & Schwartze, Martens & Prahl, Südvers, Deloitte, BVV und Meag.

Stimmrechtsberater fordert mehr Frauen bei Swiss Re

 Leute – Aktuelle Personalien  Dem einflussreichen Stimmrechtsberater ISS ist ein Dorn im Auge, dass der Rückversicherer Swiss Re den Branchenstandard von 30 Prozent weiblicher Verwaltungsratsmitglieder bisher nicht erreicht. Um ein „Signal der Besorgnis“ auszusenden, rät er den Anteilseignern, gegen die Wiederwahl des Verwaltungsratspräsidenten Sergio Ermotti auf der Hauptversammlung am 13. April zu stimmen. Im Technologiebereich verliert Swiss Re derweil eine weitere weibliche Führungskraft. Personelle Änderungen gibt es auch beim GDV, dem Finanzvertrieb OVB, beim Insurlab Germany, bei den Industrieversicherern AGCS und HDI Global sowie beim österreichischen Makler Greco.

Naturkatastrophen 2021 teurer als bisher geglaubt

Der Rückversicherer Swiss Re hat seine Schätzung zu den versicherten Schäden durch Naturkatastrophen im vergangenen Jahr nach oben korrigiert: Jetzt geht der Konzern von weltweit 111 Mrd. Dollar aus, nach 105 Mrd. Dollar bei der ersten Schätzung Ende Dezember 2021. Vor allem sogenannte sekundäre Naturgefahren wie Überschwemmungen kosteten die Versicherer viel Geld. Das bekamen auch deutsche Gesellschaften durch das Juli-Hochwasser zu spüren. Swiss Re verweist aber auch auf die „gravierende Deckungslücke“ zwischen wirtschaftlichen und versicherten Überschwemmungsschäden hierzulande, die es zu schließen gelte.

Getsafe nimmt neue europäische Märkte ins Visier

 Exklusiv  Das Insurtech Getsafe hat die Marke von 300.000 Kunden geknackt. Sie kommen bisher hauptsächlich aus Deutschland und zum Teil aus Großbritannien. Das soll sich in Zukunft ändern. Deshalb haben die Heidelberger bei der Finanzaufsicht BaFin die Lizenzen für die Märkte Frankreich, Italien und Österreich beantragt. Doch auch die deutschen Kunden vergisst das Unternehmen nicht: Bei ihnen setzt der Digitalversicherer auf die Lebensversicherung.

GDV verliert Newsroom-Chef Jörn Paterak

 Leute – Aktuelle Personalien  Jörn Paterak, Leiter des Newsrooms in der Kommunikationsabteilung des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), verlässt den Verband. Zu den Beweggründen des gelernten Journalisten und seiner beruflichen Zukunft ist bislang nichts bekannt, der GDV lehnte eine Stellungnahme ab. Außerdem: Michael Diekmann will für eine weitere Amtszeit als Aufsichtsratschef der Allianz kandidieren, obwohl das mit einem Überschreiten der konzerninternen Altersgrenze von 70 Jahren verbunden wäre. Die Swiss Re hat einen neuen China-Chef.

Fitch zu Rückversicherung: Harter Markt wird weicher

Die Phase steigender Preise und sinkender Kapazitäten in der Rückversicherung nähert sich langsam wieder ihrem Ende, erwartet die Ratingagentur Fitch. Bei der vergangenen Vertragserneuerung zum 1. Januar seien die Preiserhöhungen bei den vier großen europäischen Rückversicherern schon geringer ausgefallen als im Jahr zuvor. Fitch erwartet, dass sich das fortsetzen wird. Ihre Ergebnisse konnten alle vier Anbieter im vergangenen Jahr dank der höheren Preise und trotz hoher Katastrophenschäden verbessern.

Allianz Partners bekommt neuen Deutschland-Chef

 Leute – Aktuelle Personalien  Der Assistance-Dienstleister Allianz Partners befördert den ehemaligen Chief Sales Officer Carsten Staat (Bild) zum neuen Deutschland-Chef. Außerdem: Der zur Signal Iduna gehörende Rechtsschutzversicherer Deurag verabschiedet seinen Vertriebsvorstand Thomas Wolf. Der Badische Gemeinde-Versicherungs-Verband schafft eine neue Position im Führungsteam, und bei Swiss Re Corporate Solutions gibt es einen Nachfolger für den Greater China-CEO-Posten.

Ukraine-Roundup: Russland-Exodus, Ingosstrakh, LIC

Swiss Re, Allianz und Willis Towers Watson schließen sich Wettbewerbern an und legen ihr Geschäft in Russland und Belarus auf Eis. Der russische Versicherer Ingosstrakh gerät einem Bericht von Global Data zufolge finanziell immer mehr unter Druck. Indien will den wegen kriegsbedingter Turbulenzen an den Märkten verschobenen Börsengang des staatlichen Versicherers LIC Mitte April nachholen. Außerdem: gebündelte Spendenaktivitäten und kostenlose Versicherungsangebote für ukrainische Flüchtlinge.

Drei neue Verwaltungsräte für die Generali

 Leute – Aktuelle Personalien  Die Generali hat drei neue unabhängige Mitglieder in ihren Verwaltungsrat berufen, der vor dem Hintergrund der Streitigkeiten zwischen der Führung und rebellischen Aktionären eine Reihe von Abgängen gesehen hat. Einer der neuen Direktoren könnte Nachfolger von Chairman Gabriele Galateri di Genola werden, der bei der bevorstehenden Hauptversammlung nicht erneut kandidiert. Personelle Neuigkeiten gibt es außerdem bei VPV, Zurich, Swiss Re und Sompo.

Pandemie kostet Swiss Re 2021 weitere 2 Mrd. Dollar

Der Krieg in der Ukraine birgt überschaubare Risiken für den Schweizer Rückversicherungsriesen Swiss Re. John Dacey sprach bei der Vorstellung der Zahlen für 2021 von einem unwesentlichen Exposure im Investmentbereich und von Versicherungsgeschäft in begrenztem Umfang. Im vergangenen Jahr hat Swiss Re trotz Milliardenlasten durch Naturkatastrophen und die Pandemie einen Gewinn von 1,4 Mrd. Dollar erzielt, nach 878 Mio. Dollar im Jahr zuvor.

Rückversicherer im Fokus

 Was die Woche bringt  An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: Zahlen für das vergangene Jahr von Munich Re, Scor und Swiss Re, außerdem die Zwischenbilanz des PKV-Verbands zur Corona-Pandemie

Fadata will die Nummer 1 sein

 Exklusiv  Das Software-Unternehmen Fadata will der führende Anbieter für Kernversicherungssysteme auf dem deutschen Markt werden. Schon in Kürze werde das Unternehmen weitere Abschlüsse bekanntgeben, sagt Technologie- und Produktchef Eike Schmidt im Interview mit dem Versicherungsmonitor. Als europäisches Unternehmen mit Sitz in München sieht er Fadata im Vorteil gegenüber amerikanischen Anbietern. Die Versicherer tendierten in jedem Falle dazu, direkt beim Produzenten der Systeme einzukaufen, die Dienstleister gerieten zunehmend unter Druck.

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