Archiv ‘Übernahme’

Allianz kann Euler Hermes nicht von Börse nehmen

Die Allianz hat für rund 1,5 Mrd. Euro ihre Mehrheit am französischen Kreditversicherer Euler Hermes ausgebaut und besitzt nun 92,43 Prozent des Unternehmens. Damit haben die Münchener ihr Ziel, sich durch das Kaufangebot 95 Prozent der Anteile zu sichern, knapp verfehlt. Die Allianz kann Euler Hermes daher vorerst nicht wie geplant von der Pariser Börse nehmen. Derweil rotiert bei Euler Hermes das Personalkarussell: Chantal Schumacher tritt als Chief Financial Officer an, Michael Eitelwein übernimmt den Posten als Chief Operating Officer an und Virginie Fauvel ist neu als Chief Transformation Officer.

Milliarden-Deal: Allianz will Euler ganz schlucken

Der Münchener Versicherer Allianz will den französischen Kreditversicherer Euler Hermes ganz übernehmen. Dazu haben die Münchener ein milliardenschweres Angebot an die Euler Hermes-Aktionäre auf den Tisch gelegt. Für die verbleibenden 24,2 Prozent am Unternehmen bietet die Allianz 122 Euro pro Aktie. Damit würde der Kauf den Konzern unter Leitung von Oliver Bäte rund 1,85 Mrd. Euro kosten. Die Allianz will den Kreditversicherer schrittweise übernehmen und von der Pariser Börse nehmen.

Talanx stärkt Maklervertrieb

Talanx Deutschland übernimmt den Finanzdienstleister FVB mit Sitz in Osnabrück, der bundesweit Privat- und Firmenkunden betreut. Die 300 Vermittler des Unternehmens sollen weiterhin unabhängig agieren und auch Versicherungen anderer Gesellschaften vertreiben. Den Kaufpreis will Talanx nicht nennen. Im Maklervertrieb setzt der Versicherer verstärkt auf digitale Unterstützung.

Allianz kauft in Großbritannien zu

Die Allianz hat Berichte um einen Einstieg beim britischen Versicherer Liverpool Victoria Friendly Society (LV=) bestätigt. Die Münchener übernehmen in zwei Schritten knapp 70 Prozent der Sachsparte des Unternehmens. In einem ersten Schritt sichert sich Allianz für 500 Mio. Pfund einen Anteil von 49 Prozent, der Rest soll 2019 folgen. Wegen der starken Position des Versicherers im Markt soll das Direktversicherungsgeschäft auch in Zukunft unter der Marke LV= geführt werden, sagte Allianz-Chef Oliver Bäte. Die starken vorläufigen Zahlen aus der vergangenen Woche haben sich bestätigt.

Häufige Schäden bei M&A-Versicherungen

Versicherungen, die Risiken aus Fusionen und Übernahmen abdecken, sind auf dem Vormarsch. Mittlerweile kommt es auch häufiger zu Schäden als in den Anfangsjahren, ergab eine aktuelle Untersuchung von AIG, einem der führenden Anbieter dieser Verträge. Im Schnitt gab es bei 18 Prozent der von AIG abgeschlossenen Verträge Schäden, im Vorjahr waren es noch 14 Prozent. Bemerkenswert war ein deutlicher Anstieg der Schäden wegen Gesetzesverstößen.

Aon kauft Teile von Makler Schneider Golling

Der Industrieversicherungsmakler Aon verstärkt sich in Süddeutschland. Er übernimmt das Gewerbe- und Industriegeschäft des Maklers Schneider Golling. Damit wächst Aon vor allem im Kfz-Flottengeschäft. Der Deal passt in den Trend, dass Großmakler zunehmend regional verankerte Gesellschaften oder Spezialisten übernehmen.

Allianz: Trotz guter Zahlen nicht nur Lob

 Medienanalyse  Im Fokus der Berichterstattung stand diesmal Deutschlands größter Erstversicherer, die Münchener Allianz SE. Trotz rückläufiger Kapitalrenditen aufgrund des Niedrigzinsumfeldes und einem eher durchwachsenen Gesamtausblick im Versicherungsmarkt gelang es der Allianz, 2016 ihren operativen Gewinn um 0,9 Prozent auf 10,8 Mrd. Euro zu steigern. Während sich die Aktionäre über eine Dividendenerhöhung und einen Aktienrückkauf freuen können, regt sich Kritik von Verbraucherschützern, die Leistungskürzungen bei den Lebensversicherungskunden bemängeln. Auch Akquisitionsstrategie und Führungsstil von Oliver Bäte finden nicht durchweg die Zustimmung aller Stakeholder.

Generali beschwört eigene Stärke

Der italienische Versicherer Generali bemüht sich, die Debatte um eine Übernahme zu beenden. Konzernchef Philippe Donnet wollte bei der Präsentation der Zahlen für 2016 deshalb ein Bild der Stärke verbreiten: Der operative Gewinn sei der beste, den das Unternehmen jemals erzielt habe, der Nettogewinn der höchste seit neun Jahren. Die Börse reagierte positiv. Ob Generali die Diskussionen um eine Übernahme auf Dauer zum Verstummen bringen kann, ist aber fraglich.

Intesa sagt Generali-Übernahme ab

Die italienische Großbank Intesa Sanpaolo hat am Freitagabend erklärt, nach Prüfung einer möglichen Übernahme des Versicherers Generali werde das Unternehmen diesen Plan doch nicht weiter verfolgen. Auf Grundlage der öffentlich verfügbaren Daten würde eine Übernahme den Interessen der Intesa-Aktionäre nicht dienen und sich nicht positiv auf die Kapitalausstattung der Bank auswirken. Der Aktienkurs der Generali verlor am Montag bis 12.30 Uhr 3,69 Prozent auf 13,58 Euro. Der Kurs der Intesa-Aktie gewann dagegen 4,53 Prozent auf 2,17 Euro.

Assekuranz im Fusionsfieber

 Medienanalyse  Nach jahrelangem Stillstand zeigen sich die europäischen Versicherer wieder in Fusionslaune. Die Medien werten die Gerüchte um eine Übernahme der Generali und die Wachstumsambitionen der Allianz als Indiz dafür, dass eine Mega-Fusion zunehmend wahrscheinlich wird. Auch wenn sich die Branchenriesen bisher noch in Zurückhaltung üben, gibt es für sie keine echten Alternativen zu externem Wachstum. Die regulatorischen Anforderungen und die nicht mehr zu leugnende Wachstumsschwäche begünstigen diese Entwicklung. Größe dürfte künftig wieder zum entscheidenden Faktor in der Branche werden.

WordPress Cookie-Hinweis von Real Cookie Banner