Wochenspot – der Podcast Regelmäßig gibt es den Versicherungsmonitor auch zum Hören. In dieser Ausgabe des Wochenspots sprechen Chefredakteurin Friederike Krieger (rechts) und Redakteurin Nina Nöthling über die Social-Media-Aktivitäten der Versicherer, auf welchen Plattformen sich die Anbieter am liebsten tummeln und was sie dort treiben.
Mitversicherung: Was darf der Führende?
Legal Eye – Die Rechtskolumne Bei der Abdeckung von Großrisiken, hauptsächlich im Bereich der industriellen Sachversicherung, ist es weit verbreitet, die Risiken im Rahmen einer sogenannten offenen Mitversicherung durch mehrere Versicherer zu decken. Trotz der großen praktischen Bedeutung ist das durch die gemeinsame Deckung entstehende Innenverhältnis der Versicherer häufig nur rudimentär geregelt. Es bleibt offen, mit welchen konkreten Befugnissen der führende Versicherer ausgestattet ist. Ein Urteil des Hanseatischen Oberlandesgerichts sorgt für mehr Klarheit und stärkt die Rolle des Führenden.
Versicherer fürchten Folgen der Trump-Politik
Die Versicherer in den USA sorgen sich um die Auswirkungen der politischen Manöver von US-Präsident Donald Trump. Einfuhrzölle könnten sich stark auf die Preise für Fahrzeug- und Gebäudereparaturen auswirken, die sich dann auch negativ für die Versicherten bemerkbar machen würden, warnt die American Property Casualty Insurance Association laut eines Berichts des Wall Street Journals. Trump hatte kürzlich Zölle auf Einfuhren aus China, Kanada und Mexiko verhängt.
Kein Plan: Versicherer hadern mit Klimazielen
Die meisten Versicherer haben Zielgrößen definiert, wie sie ihre CO2-Emissionen reduzieren wollen. Einen Plan, wie sie diese Ziele erreichen, haben sie aber noch nicht. Laut einer Umfrage der Ratingagentur Assekurata und der Versicherungsforen Leipzig arbeitet knapp die Hälfte der befragten Unternehmen derzeit an solchen Klimatransitionsplänen, der Rest will zumindest in den nächsten zwei Jahren damit anfangen. Hauptproblem ist die Frage, wie hoch die aktuellen Emissionen überhaupt sind.
„Kaizen“ und „Nemawashi“ in der Industrieversicherung
Meinung am Mitttwoch Verlässlichkeit und Beständigkeit in Bezug auf Versicherungsnehmer, Makler und Mitarbeitende ist eine der zentralen Größen in der Industrieversicherung. Diese Werte müssen sich nicht mit Innovationen und Unternehmergeist beißen. Durch die „Kaizen“-Philosophie und das Prinzip des „Nemawashi“ bei der Entscheidungsfindung lässt sich beides verbinden. Ich habe sie in den vergangenen zwei Jahren bei meinem japanischen Arbeitgeber kennen und schätzen gelernt.
GDV: Versicherer fordern Bürokratieabbau
Der Gesamtverband der Versicherer (GDV) begrüßt den Wettbewerbskompass der Europäischen Kommission zum Bürokratieabbau. Mit dem Plan will sie die schwächelnde EU-Wirtschaft in den kommenden fünf Jahren ankurbeln. Er ist ein wichtiges Arbeitsprogramm zur Stärkung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit, glaubt der GDV. Der Verband fordert konkrete Maßnahmen, um attraktivere Investitionsbedingungen zu schaffen und Berichtspflichten zu reduzieren.
Die Risiken des KI-Ausschlusses
Künstliche Intelligenz (KI) in Versicherungspolicen auszuschließen, kann langfristig eine Gefahr für die Branche sein, ist Frederik Wulff, Vorstandsvorsitzender des Spezialversicherers Markel Insurance SE, überzeugt. „Wir wollen keine Ausschlüsse, sondern Lösungen finden“, sagte er auf der Euroforum-Haftpflichtkonferenz in Köln. Die Anstrengungen sollten vielmehr in die Frage investiert werden, wie man sich auf die veränderte Risikolandschaft einstellt.
Element, Haftpflicht und große Umbrüche
Was die Woche bringt An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: Pressekonferenz der BaFin, die jährliche Euroforum-Haftpflichtkonferenz und der Versicherungstag der Süddeutschen Zeitung in Bergisch-Gladbach
Strategische Ansätze im modernen Risikomanagement
The Long View – Der Hintergrund Unternehmen, die neben klassischen Versicherungslösungen stärker auf Risikoeigentragung setzen möchten, bieten sich verschiedene Möglichkeiten: Es stehen nicht nur verschiedene Arten von Captives wie die klassische Captive, die Cell-Captive oder die virtuelle Captive zur Auswahl, sondern auch die Finanzierung von Risiken über das Eigenkapital beziehungsweise die laufenden Gewinne. Welche Option sich für welche Risikosituation und Zielsetzung eignet.
Diese Tech-Trends spielen für Versicherer eine Rolle
Digitale Trends wie KI-Assistenten, generative KI oder Robotik beeinflussen viele Branchen – oder werden das definitiv in den kommenden Jahren tun. Auch für Versicherer bergen Tech-Tools große Chancen, aber auch Herausforderungen. Die Gesellschaften müssen auf die sich veränderten Kundenbedürfnisse reagieren, können sich aber so einen Wettbewerbsvorteil verschaffen und neue Geschäftsmodelle entwickeln. Welche Trends in den kommenden Jahren eine wichtige Rolle in der Branche spielen werden, haben Ergo und die Agentur Space and Lemons Innovations in ihrem aktuellen Tech-Report untersucht.
Value for money: Eiopa drückt aufs Tempo
Das Preis-Leistungs-Verhältnis von einigen Altersvorsorgeprodukten ist Eiopa-Chefin Petra Hielkema nach wie vor ein Dorn im Auge. Sie sieht zwar erste Verbesserungen, erwartet aber weitere Anstrengungen der Versicherer. Der aktuelle „Consumer Trends Report“ der Eiopa zeigt, dass nur wenige EU-Bürger privat fürs Alter vorsorgen. Sie befürchten hohe Kosten und scheuen die Komplexität der Policen.
Explodierende Kosten in der Luftfahrt
Luftfahrtversicherer stehen derzeit vor einer Reihe von Herausforderungen. Grund dafür sind die stark gestiegenen Rohstoffpreise sowie hohe Kosten für Reparaturen und Ersatzteile, wie aus einem aktuellen Bericht des Spezialmaklers Gallagher Specialty hervorgeht. Der zunehmende Mangel an Fachkräften, insbesondere im Bereich der Triebwerkswartung, verschärfe die Situation zusätzlich.
Kanzlei BLD setzt Fuß in den US-Versicherungsmarkt
Die auf Haftungs- und Versicherungsrecht spezialisierte Kanzlei Bach Langheid Dallmayr (BLD) und ihr enger Kooperationspartner, die britische DAC Beachcroft (DACB), verstärken die Präsenz im US-Markt. DACB hat Büros in New York und Los Angeles eröffnet und dazu 30 Fachleute von Wettbewerbern abgeworben. Die Neuzugänge sind unter anderem auf deckungsrechtliche Fragen spezialisiert. DACB und BLD haben bereits eine Partnerkanzlei in den USA, die bei der Haftungsabwehr unterstützt.
Ausblick 2025: Wo sich die Versicherer weiterentwickeln müssen
The Long View – Der Hintergrund Eine sich stark verändernde geopolitische Situation wird auch 2025 konkrete Auswirkungen auf die Versicherungsbranche haben. Die Europäische Union braucht starke Versicherer, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Jedoch müssen sie sich der Wichtigkeit ihrer Rolle wieder bewusst werden und sich aktiv an der Weiterentwicklung der europäischen Wirtschaftszone beteiligen. Auch die Aufsichtsbehörden müssen hier mitziehen.













