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Beweislastumkehr auch in der D&O-Direktklage

 Legal Eye – Die Rechtskolumne  In Organhaftungsprozessen liegt die Beweislast bei den Vorstandsmitgliedern, wenn streitig ist, ob sie die Sorgfalt eines ordentlichen und gewissenhaften Geschäftsleiters angewandt haben. Seit jeher umstritten ist, ob das auch dann gilt, wenn das Organmitglied seinen Deckungsanspruch an die Gesellschaft abtritt und diese anschließend im Wege eines Direktprozesses unmittelbar gegen den D&O-Versicherer vorgeht. Das Oberlandesgericht Köln hat das kürzlich bejaht. Die Entscheidung gibt der Rechtspraxis wichtige Orientierung.

Blackstone finanziert Warweg-Deal

Der globale Investor Blackstone führt das Konsortium zur Finanzierung des Permira-Einstiegs beim deutschen Makler GGW Group. Es geht dabei um knapp eine Milliarde Euro, meldet die Nachrichtenagentur Bloomberg. Am Freitag hatte die Londoner Private-Equity-Gruppe Permira bekanntgegeben, sich an GGW zu beteiligen. Der bisherige Mehrheitseigner HG bleibt an Bord, allerdings mit einem kleineren Anteil und über einen anderen Fonds. Auch das Management ist weiter beteiligt.

Terminstress vor Weihnachten

 Was die Woche bringt  An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: erste Jahresabschlussgespräche der Versicherer, eine Eiopa-Konferenz zum Thema Sustainable Finance und das Jahresmediengespräch des GDV

Schliephake fängt bei GGW an

 Leute – Aktuelle Personalien  Michael Schliephake ist bei seinem neuen Arbeitgeber, der GGW Group, angekommen. Die europäische Tochter des Versicherungsmarktes Lloyd’s of London hat einen neuen CEO ernannt. Der bisherige Finanzchef und COO Jonathan May folgt auf Amélie Breitburd. Er ist seit 17 Jahren im Unternehmen. Auch der britische Branchenverband ABI hat personelle Änderungen bekannt gegeben. Gleich drei neue Mitglieder stoßen zum neuen Jahr in den Vorstand.

2024 wird schwierig für Schaden- und Unfallversicherer

Die Ratingagentur Moody’s prognostiziert den Schaden- und Unfallversicherern ein schwieriges Jahr 2024. Die Gründe dafür sind die zwar abflauende, aber trotzdem hohe Inflation sowie mehr Schäden durch Naturkatastrophen. Außerdem müssen viele Erstversicherer wegen der Zurückhaltung der Rückversicherer mehr Risiken selbst tragen. In Deutschland verhindere derweil die starke Konkurrenz unter den Schaden- und Unfallversicherern notwendige Preiserhöhungen.

Permira steigt bei Warweg ein

 Exklusiv  Der Londoner Investor Permira steigt nach Informationen des Versicherungsmonitors bei der von Tobias Warweg gegründeten GGW Group ein. GGW und Permira wollten nicht Stellung nehmen. In dem Deal wird GGW mit annähernd 2 Mrd. Euro bewertet. Der bisherige Hauptinvestor HG Capital bleibt an Bord, auch das Management ist weiter beteiligt. Permira ist auch Investor beim deutschen Immobilienspezialisten Engel & Völkers.

Und die Arbeitsplätze hier?

 Herbert Frommes Kolumne  Die US-Versicherer bauen massiv Personal ab. Neueinstellungen gibt es kaum noch. Dabei haben die US-Gesellschaften im vergangenen Jahr noch händeringend Personal gesucht. Was ist passiert? Der Hauptgrund: Der Markt für Autoversicherungen hat sich gedreht, die Preise sinken, die Unternehmen fürchten Verluste. Der zweite Grund: Die Digitalisierung und der Einsatz künstlicher Intelligenz machen viele Funktionen schlicht überflüssig. In Deutschland ist die Situation anders, die Unternehmen suchen noch Mitarbeiter. Doch das muss nicht so bleiben.

Die Woche in Bildern 49/2023

 Woche in Bildern  Schneemassen in Deutschland, Verleihung des Preises „Digitaler Leuchtturm“ durch die Süddeutsche Zeitung, eine eingestürzte Decke in einem Gebäude der Universität Marburg, eine Kollision im Suez-Kanal und Überschwemmungen in Indien. In unserer Woche in Bildern stellen wir Eindrücke der vergangenen sieben Tage zusammen.

Bericht: Axa will Geschäftssegment in Europa loswerden

Der Axa-Konzern prüft laut Medienberichten den Verkauf des sogenannten Protection Business in Teilen Europas. Darunter fallen unter anderem Policen gegen Erwerbsminderung, schwere Krankheiten oder auch Restschuld. Axa wollte das nicht kommentieren. Unwahrscheinlich scheint es aber nicht, denn der Versicherer hat ein ähnliches Portfolio bereits in Großbritannien verkauft.

Oletzky: „Ich rate dazu, Insurtechs ernst zu nehmen“

Insurtechs sind nicht tot, meint Torsten Oletzky, ehemaliger Ergo-Chef und heute Professor an der Technischen Hochschule Köln. Sie sollten Lösungen für Kunden produzieren und nicht vor allem Stories für Investoren. Oletzky sprach beim jüngsten Breakfast Briefing, der Kurzkonferenz des Versicherungsmonitors. Dabei ging es auch um Wefox, die Rolle der BaFin bei Start-ups und die Probleme traditioneller Vertriebsformen, vor allem mit dem Nachwuchs. Oletzkys Vortrag inklusive der anschließenden Diskussion zeigen wir im Video.

Wie die Pflegeversicherung stabilisieren?

Die langfristige Finanzierung der Pflegeversicherung ist auch nach der jüngsten Erhöhung des Beitragssatzes nicht sichergestellt. Darin waren sich Vertreter aus Politik und Privatwirtschaft in einer Diskussion des DIA-Instituts einig. Die Grünen-Bundestagsabgeordnete Maria Klein-Schmeink warb für die Herauslösung bestimmter Kosten, etwa für die Ausbildung der Pflegekräfte. Ihre CDU-Kollegin Simone Borchardt sprach sich dagegen für einen Systemwechsel aus. Florian Reuther vom PKV-Verband machte sich für mehr Eigenvorsorge stark.

Lebensversicherer gehen stabil ins neue Jahr

Die Ratingagentur Moody’s sieht die Lebensversicherer für das kommende Jahr gut aufgestellt. Sie hat die Sparte weltweit mit einem stabilen Ausblick versehen. Für die insgesamt entspanntere Lage sind vor allem die steigenden Zinsen ausschlaggebend. Dass die Aussichten nicht besser sind, liegt an der immer noch hohen Inflation. Sie lässt die Nachfrage nach Lebensversicherungen sinken. Je nachdem, wie stark Zinsen und Inflation steigen, könnte Moody’s die Prognose korrigieren.

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