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Verschärfte Haftung für (digitale) Produkte und KI

 Legal Eye – Die Rechtskolumne  Am 28. September 2022 hat die Europäische Kommission zwei Richtlinienentwürfe vorgestellt, die – sollten die Vorschläge so umgesetzt werden – das Haftungsrecht maßgeblich ändern werden. Es geht um einen Vorschlag zur Überarbeitung der Produkthaftungsrichtlinie, der auf eine Modernisierung der bestehenden Regeln zur verschuldensunabhängigen Haftung von Herstellern für fehlerhafte Produkte abzielt. Der andere Entwurf zur Haftung bei künstlicher Intelligenz (KI) soll erstmals ein einheitliches Regime für die aus KI resultierenden Schäden schaffen. Treten die Richtlinien wie geplant in Kraft, bedeutet dies eine deutliche Verschärfung, der sich auch die Versicherer bewusst sein müssen.

Ein Warenkorb für Gewerbepolicen

 Digitale Trends 2023  Der Technologieanbieter Thinksurance hat einen Warenkorb für Gewerbeversicherungen entwickelt. Er ermöglicht es Vermittlern, Kunden zu mehreren Sparten parallel zu beraten. Das spart Zeit und erhöht die Effizienz der Vermittler, verspricht das Frankfurter Start-up. Die im Juni eingeführte Mehrspartenberatung komme bei den Vermittlern gut an, dabei hatten erste Kundenbefragungen vor Beginn der Entwicklung noch ein anderes Bild gezeichnet.

Studie: Kfz-Kunden kündigen öfter als 2021

 Exklusiv  Während sich viele Kfz-Versicherer kurz vor dem Stichtag 30. November mit konkreten Prognosen zum diesjährigen Jahreswechselgeschäft bedeckt halten, deutet eine Analyse des Vertragswechsel-Dienstleisters Aboalarm darauf hin: Es wird deutlich mehr gekündigt als im zweiten Corona-Jahr 2021, das Potenzial für Einsparungen ist groß. Der Versicherungsmonitor hat eine Reihe von Anbietern gefragt, wie stark bei ihnen die Beitragserhöhungen zum kommenden Jahr ausfallen. Eine konkrete Antwort gab es nur von einem Unternehmen.

Friederike Krieger

Vertrieb der Zukunft

 Was die Woche bringt  An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: Breakfast Briefing des Versicherungsmonitors, Nachhaltigkeitstag des GDV und Versicherungssymposium der TH Köln

R+V-Vorstand Endres neu im Amice-Vorstand

 Leute – Aktuelle Personalien  R+V-Vorstand Klaus Endres ist zusammen mit John Kearns, Chef der irischen IPB Insurance, neu im Vorstand von Amice, dem Verband der Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit und genossenschaftlichen Versicherer in Europa. Außerdem: Der Generali-Industrieversicherer Generali GC&C hat eine neue globale Chefin für die Financial Lines, die Zurich eine neue Leiterin für das Captive-Geschäft, und beim Versicherer Markel steht Co-CEO Thomas Gayner ab 2023 alleine an der Spitze.

Zinsanstieg: Mehr Nutzen als Schaden

Die Niedrigzinsphase hat in diesem Jahr ihr Ende gefunden. Diese Veränderung betrifft auch die Lebensversicherer – im Guten wie im Schlechten. Insgesamt überwiegen laut einem neuen Sektorenbericht von Moody’s jedoch die Vorteile steigender Zinsen für die Branche, vor allem in Form steigender Kapitalerträge der Gesellschaften.

S&P stuft Rückversicherer Scor herunter

Der französische Rückversicherer Scor hat in den ersten neun Monaten tiefrote Zahlen geschrieben. Jetzt reagiert die Ratingagentur S&P und stuft das von Laurent Rousseau geführte Unternehmen von „AA-“ auf „A+“ herab. Zur Begründung schreiben die Analysten, dass Scor in den vergangenen fünf Jahren hinter ihren Erwartungen zurückgeblieben sei. Der Rückversicherer kündigte Maßnahmen an. S&P erwartet, dass sich die Ergebnisse von Scor im kommenden Jahr verbessern werden, bis zu einer Hochstufung könne es aber noch eine Weile dauern.

Zurich zieht von Irland nach Deutschland

Die Zurich verlegt die Gesellschaft zur Steuerung ihres Nicht-Leben-Versicherungsgeschäfts im europäischen Wirtschaftsraum Zurich Insurance PLC von Irland nach Deutschland. Ob die Gesellschaft in Köln (Bild) oder in Frankfurt sitzen wird, ist noch unklar. Ein Sprecher bestätigte einen entsprechenden Reuters-Bericht. Der Schritt soll nicht vor 2024 erfolgen, sagte EMEA-Chefin Alison Martin der Agentur. 110 Jobs sind betroffen.

Herbert Fromme

Warum Versicherern die Bedeutungslosigkeit droht

 Herbert Frommes Kolumne  Zwei Branchenkenner, die man ernst nehmen muss, haben in den vergangenen Tagen vor einem schleichenden Bedeutungsverlust der Versicherer gewarnt: Aon-Präsident Eric Andersen und GDV-Präsident Norbert Rollinger. Beide haben recht. Für Wirtschaft und Gesellschaft werden Versicherer seit Jahren immer unwichtiger, auch wenn sie sich selbst gerne das Gegenteil einreden. Grund ist die Eroberung der Macht bei großen Gesellschaften durch eine Managergeneration, deren Denken sich vor allem um die Reaktion des Kapitalmarkts auf die Zahlen des Versicherers dreht. Aber Quartalszahlen passen selten zusammen mit dem langfristigen Risikoschutz, den die Versicherer bieten müssen.

Digitale Lese-Hilfe für Schadensachbearbeiter

 Digitale Trends 2023  Sich in Schadenfälle einzulesen, kostet Sachbearbeiter von Versicherern viel Zeit. Kleine Schadenfälle werden oft ohne Prüfung durchgewunken, weil sich der Aufwand nicht lohnt, damit einen Mitarbeiter zu beschäftigen. Abhilfe schaffen will das Insurtech DGTAL. Sein neues Tool Huston soll Sachbearbeitern die Lese-Arbeit abnehmen. Die auf künstlicher Intelligenz basierende Software erstellt Zusammenfassungen und kann dem Mitarbeiter Fragen zum Schadenfall beantworten. Zuerst soll sie in der Kfz-Versicherung zum Einsatz kommen.

UK setzt auf Versicherer beim Wirtschaftswachstum

Die britische Regierung hat ihre lang angekündigte Reform für Solvency II beschlossen. Die Erleichterungen bei der Berichterstattung, eine Reduzierung der Risikomarge und die Anpassung des Matching Adjustments sollen Milliardenbeträge bei den Versicherern freisetzen. Diese sollen die Gesellschaften in Infrastruktur- und andere Projekte investieren und so die britische Wirtschaft ankurbeln, hofft die Regierung.

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