Nach Jahren rückläufiger Haftpflichtschäden aus gewerblichen Risiken weltweit prophezeit Swiss Re die baldige Trendwende. Neben der anziehenden Konjunktur werden Technologien wie Fracking zu mehr Schäden führen und die Nachfrage nach Versicherungsschutz ankurbeln, heißt es in der neuen Sigma-Studie des Rückversicherers.
Allgemein
Weicher Markt stört Hannover Rück kaum
Der weltweit drittgrößte Rückversicherer Hannover Rück spürt vom weichen Markt vergleichsweise wenig und ist in einer besseren Position als viele Rivalen, eine schwache Marktphase auszuhalten. Das sagte jedenfalls Unternehmenschef Ulrich Wallin in Monte Carlo. Sobald die Rückversicherer keine Gewinne mehr machen, werde die Phase fallender Preise ohnehin aufhören, glaubt Wallin optimistisch.
Industrie misstraut externer Schadenregulierung
Industrieversicherer, die ihre Schadenregulierung an externe Dienstleister auslagern, sind den Unternehmen suspekt. Sie seien keine kompetenten Ansprechpartner für die Industrie, betonten Versicherungseinkäufer auf dem DVS-Symposium. Zudem fordern die Unternehmen mehr Dienstleistungen rund ums Risikomanagement und bessere IT-Schnittstellen.
D&O-Versicherung: Ohne Qualität nicht lebensfähig
Legal Eye – die Rechtskolumne: Kaum ein anderes Thema in der Versicherungswirtschaft polarisiert stärker als die D&O-Versicherung. Alle Marktteilnehmer scheinen in der einen oder anderen Weise unzufrieden mit der gegenwärtigen Form der Managerhaftpflichtversicherung zu sein. Um das Produkt markttauglich zu halten, müssen Versicherer, Kunden und ihre Berater es reformieren.
Munich Re beschwört Zeichnungsdisziplin
Der Rückversicherer Munich Re hat beim Rückversicherungstreffen in Monte Carlo seine Zeichnungsdisziplin beschworen und erneut Rivalen Marktanteilsdenken vorgeworfen. Die Gesellschaft will mit Spezialdeckungen für Rückversicherungskunden und mehr Erstversicherungsdeckungen im weichen Markt überleben.
Makler: Rückversicherer müssen sich bewegen
Der kontinuierliche Zufluss von Milliarden an Kapitalmarktgeldern in die Rückversicherung bringt die traditionellen Anbieter zunehmend unter Zugzwang. Makler empfehlen ein simples Rezept: Die Gesellschaften sollen einfach mehr Risiken übernehmen, rät Aon Benfield-Chef Eric Andersen. Sich selbst sehen die Makler als Gewinner der Marktlage.
Monte Carlo in Sicht
Was die Woche bringt: An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: Das Treffen der Rückversicherungsbranche in Monte Carlo und eine Fachkonferenz zum leidigen Thema Versicherungsbetrug.
Allianz zerlegt Fireman’s Fund
Der Versicherungskonzern Allianz plant tiefe Einschnitte bei der US-Tochter Fireman’s Fund. Die Gesellschaft soll nach Informationen von Süddeutscher Zeitung und Versicherungsmonitor zerlegt werden – ein Teil wird verkauft, ein anderer mit der Industrieversicherungstochter AGCS fusioniert.
Harte Kante beim Industrieschaden
Herbert Frommes Kolumne: Beim Symposium des Deutschen Versicherungs-Schutzverbandes spielte das Verhalten der Versicherer im Schadenfall eine große Rolle. Dabei waren die Erfahrungen sehr unterschiedlich – die Versicherer bestreiten eine härtere Gangart, Risikochefs großer Industriekonzerne geben ihnen Recht. Makler und kleine oder mittelgroße Kunden erleben dagegen sehr wohl ein verändertes Regulierungsverhalten.
Gute Vorbereitung ist das halbe Schadenmanagement
Auf einen industriellen Großschaden reagieren Versicherer, Kunden und Makler oft völlig unterschiedlich. Das kann zu Missverständnissen in der Regulierung führen. Einig sind sich die Parteien dennoch: Das Vorgehen unmittelbar nach einem industriellen Großschaden ist entscheidend dafür, wie sich die weitere Schadenabwicklung und Auszahlung entwickelt.
Lloyd’s will in Deutschland wachsen
Lloyd’s will seine Position in Deutschland und insbesondere bei den Industriekunden stark ausbauen. Das sagte der Chef des britischen Versicherungsmarktes John Nelson auf dem DVS-Symposium. Gefragt seien Innovationskraft und Internationalität und gerade das könne Lloyd’s bieten, so Nelson.
Cyber wird zum D&O-Risiko
Vorstände müssen dafür sorgen, dass ihr Unternehmen bestmöglich vor Cyber-Risiken geschützt ist und über einen Notfallplan verfügt. Machen sie das nicht, könnte das als Pflichtverletzung ausgelegt werden – ein Fall für die D&O-Versicherung.
Lohrmanns Verunsicherung LIX
An dieser Stelle nimmt sich unser Zeichner Konrad Lohrmann jeden Freitag ein Thema aus der Branche vor. Heute: Gute Stimmung in Monte Carlo.
Jubiläumsbonus schlägt Veggie-Day
Im internen Netz der Allianz rollt eine Diskussionswelle über den Ausfall des Jubiläumsbonus für die Mitarbeiter. Verärgerung und Sarkasmus prägen das Stimmungsbild der Allianzer. Sie sehen die Entscheidung des Vorstands als einen Ausdruck mangelnder Wertschätzung.
Flutversicherung: Ergo zeigt sich offensiv
Die Ergo versichert künftig alle Gebäude in stark flutgefährdeten Regionen. So will Konzernchef Torsten Oletzky der Ergo in der Wohngebäudeversicherung zu mehr Marktanteil verhelfen und den regionalen Vertrieb unterstützen. Dem mangelte es bislang an passenden Angeboten für Kunden in Hochrisikogebieten. Nebenbei torpediert der Ergo-Chef damit die Kampagne des GDV gegen die drohende Pflichtversicherung.














