Eine knappe Mehrheit der Bevölkerung geht davon aus, dass man in der privaten Krankenversicherung (PKV) im Krankheitsfall besser abgesichert ist als in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Nach dem aktuellen MLP-Gesundheitsreport halten 51 Prozent die PKV für die bessere Option und nur 28 Prozent die GKV. Die Befragung zeigt, dass Ärzte den Privatpatienten eine hohe Bedeutung für den wirtschaftlichen Erfolg der Praxen und Kliniken beimessen.
Allgemein
DEVK will in Schiffe investieren
Der Kölner Versicherer DEVK hat sich mit der Hamburger Reederei Bernhard Schulte zusammengetan. Über das neugegründeten Gemeinschaftsunternehmen Navigo Shipholding will der Versicherer in die Schifffahrt investieren. Damit hat die DEVK schon Erfahrung. Allerdings entwickelte sich ihre Beteiligung an dem börsennotierten Schifffahrtsunternehmen Marenave zum Debakel. Die Lust an Schiffen hat der Versicherer dennoch nicht verloren. Das Unternehmen sucht schon länger nach Wegen, sich in der Kapitalanlage stärker aus Zinspapieren zu verabschieden, sagte Vorstand Bernd Zens.
Zeit, in die Digitalisierung zu investieren
Meinung am Mittwoch Was die Zukunft des Vertriebs angeht, sind die Versicherer gespalten. Einige glauben, dass der Verkauf von Policen über klassische Vermittler keine Zukunft hat. Die anderen sind sicher, dass der digitale Direktvertrieb zu einem Nischendasein verdammt sein wird, weil Versicherungen auch in Zukunft nicht gekauft, sondern verkauft werden. Beide Seiten konzentrieren sich zu sehr darauf, was nicht funktionieren wird. Stattdessen gilt es, eine positive Vision des Vertriebs der Zukunft zu entwickeln.
Zahlen vom ersten Tag an
Wer Haftpflichtbestände im Gesundheitswesen im Run-off abwickelt, hat ein besonderes Problem: Er muss vom ersten Tag an den lückenlosen Zahlungsverkehr sicherstellen. Das gilt insbesondere für die Renten der Opfer von Behandlungsfehlern. Auch die IT- und die Datenmigration sind ein zentrales Thema, berichtete Jan-Henning Evers, Geschäftsführer des spezialisierten Dienstleisters Pro Claims Solutions, bei einer Veranstaltung in Frankfurt. Das Unternehmen hat die Schadenbearbeitung für den Rückversicherer Catalina Re übernommen, der Ende 2017 das Krankenhaushaftpflicht-Portfolio der Zurich Deutschland gekauft hat. Die Zurich hatte es im Jahr 2012 in den Run-off gegeben.
O’Neill verlässt AGCS
Leute – Aktuelle Personalien Der Industrieversicherer Allianz Global Corporate and Specialty (AGCS) muss einen Nachfolger für Paul O’Neill (Bild) suchen. Er hat das Unternehmen Ende September 2019 nach drei Jahren im Vorstand verlassen. AGCS-Chef Chris Fischer Hirs übernimmt O’Neills Aufgaben übergangsweise, bis ein Nachfolger ernannt worden ist. Außerdem: Marc Daniel Zimmermann ist neuer Finanzchef der Axa Deutschland. Sein Vorgänger Nils Kaschner wechselt zum Axa-Konzern nach Paris. Beim britischen Versicherer Tokio Marine Kiln übernimmt Aoife Woulfe die neu geschaffene Position des Head of Intellectual Property.
R+V ist neuer bAV-Anbieter der Caritas
Die Finanzaufsicht BaFin untersagte der Pensionskasse der Caritas vor gut einem Jahr das Neugeschäft in der betrieblichen Altersversorgung (bAV). Nun hat der Deutsche Caritasverband mit dem genossenschaftlichen Versicherer R+V einen neuen bAV-Anbieter gefunden. Mit der Lösung von R+V hat sich die Caritas für einen alternativen Durchführungsweg entschieden. Der Umfang der Absicherung bleibe aber laut Sprecher des Wohlfahrtverbands der katholischen Kirche der gleiche.
Hoher Verlust für D&O-Versicherer
Die in Deutschland aktiven D&O-Versicherer haben 2018 einen hohen Verlust gemacht. Das geht aus den neuesten Marktdaten hervor, die der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) vorgelegt hat. Danach betrug die reine Schadenquote – also ohne Kosten – 2018 satte 113 Prozent. Dazu kommen noch rund 30 Prozent Kosten. Damit sind die Ergebnisse deutlich schlechter als in den Vorjahren.
D&O: Die Tücken der wissentlichen Pflichtverletzung
Legal Eye – Die Rechtskolumne In der D&O-Versicherung sind sogenannte wissentliche Pflichtverletzungen von Managern nicht versichert. Es kann allerdings passieren, dass ein Versicherer trotz einer solchen Pflichtverletzung einen Schaden regulieren muss, weil sich andere versicherte Personen dieses Handeln nicht zurechnen lassen müssen. Ein Beispiel ist der Vorstand, der seinen wissentlich pflichtwidrig handelnden Kollegen nicht ausreichend überwacht und dabei nur fahrlässig gehandelt hat. Lösen ließe sich dieses Dilemma nur durch einen Eingriff ins Haftungsrecht.
Schwerer IT-Ausfall bei der Allianz
Die Allianz Deutschland musste am Freitag mit einem weitreichenden Ausfall der IT fertigwerden. Seit Ende August häufen sich solche Zwischenfälle, schon Anfang September war die IT mehrere Tage lang nur selten und schwer erreichbar. Über die Ursachen für die wiederholten Störungen schweigt sich das Unternehmen aus. Bei Vermittlern und Kunden wächst die Verärgerung, Vorstände und andere Manager entschuldigen sich. Wir dokumentieren den Text der Entschuldigungs-Mail.








