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Digitalversicherer Freeyou steht vor dem Aus

Der Online-Versicherer Freeyou steht vor einer ungewissen Zukunft. Nachdem die DEVK-Tochter schon im Vorjahr das digitale Kfz-Geschäft eingestellt hat, gab das Unternehmen nun eine Reihe von Lizenzen zurück. Dies geht aus einer Mitteilung der Finanzaufsicht BaFin hervor. Pläne der Muttergesellschaft, mit Freeyou neue Produkte an den Markt zu bringen und digitale Prozesse zu testen, haben sich offensichtlich nicht erfüllt.

Wie KI Vergleichsportale bedroht

Das Geschäftsmodell von Vergleichsportalen für Kfz- und andere Versicherungen gerät durch neue Technologien wie künstliche Intelligenz (KI) zunehmend unter Druck. Bald wird KI die Aufgaben der Portale komplett übernehmen können, glaubt der österreichische Gründer und Investor Reinhold Baudisch. Versicherer könnten sich die neue Situation zunutze machen und viele Kundenkontakte zurückholen, sagte er auf der K-Tagung der aktuariellen Beratungsgesellschaft Meyerthole Siems Kohlruss in Köln.

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KI als Chance für kleine Versicherer

Versicherer sollten nicht unterschätzen, was in Bezug auf künstliche Intelligenz (KI) noch auf die Branche zukommt. Sie müssen schnell und viel in die neue Technologie investieren, meinte Torsten Oletzky, Professor an der Technischen Hochschule Köln, bei einer Diskussionsrunde des Deutschen Vereins für Versicherungswissenschaft. Nivien Shafik von der Munich Re betonte, dass Gesellschaften eine KI-Governance mit klaren Richtlinien benötigen. Das sei wichtig, um das Vertrauen der Mitarbeitenden in die KI zu stärken – damit sie die neue Technologie auch wirklich einsetzen.

R+V verkauft jetzt auch Autos

Und das funktioniert so: Fahrzeugbesitzer, die ihren Wagen verkaufen wollen, müssen den Fahrzeugschein des entsprechenden Autos sowie aussagekräftige Fotos auf der Internetseite der R+V hochladen und den gewünschten Verkaufspreis angeben. Autorisierte Händler der Plattform Carsale24 können das Angebot einsehen und ein Gebot abgeben. Den Wunschpreis des Verkäufers erfahren die Händler dabei nicht.

Wem Drohnen drohen

US-amerikanische Versicherer setzen vermehrt Drohnen ein, um die Gebäude und Grundstücke ihrer Versicherungsnehmer aus der Luft zu kontrollieren – allerdings unangemeldet, wie das US-Finanzportal Moneywise berichtet. In der Folge könnten die Gesellschaften Beiträge erhöhen oder sogar Policen kündigen. Viele Kunden der US-Versicherer bewerten dieses Verhalten als übergriffig. Ist ein solches Szenario auch in Deutschland denkbar?

Wechsel im Vorstand der Debeka Bausparkasse

 Leute – Aktuelle Personalien  Die Debeka Bausparkasse verjüngt ihren Vorstand. Alexander Weber (Bild) folgt auf das langjährige Gremiumsmitglied Jörg Phlippen, er geht in den Ruhestand. Außerdem: Der Rückversicherer der Signal Iduna hat eine neue Underwriting Managerin für Italien und Nordeuropa ernannt. Personelle Neuigkeiten gibt es auch vom Softwareanbieter und Berater Adesso aus Dortmund.

„Chatten ist das neue Suchen“

 Exklusiv  Heiko Beier, Gründer und Geschäftsführer des Softwareentwicklers Moresophy, will insbesondere mittelständische Versicherer bei ihrer KI-Transformation begleiten. Dabei setzt das Unternehmen auf den Chatbot „Contextchat“, der Versicherungsmitarbeitende bei der Arbeit unterstützen soll. Die Software soll unstrukturierte in strukturierte Daten verwandeln und Versicherer unabhängiger von US-Cloud-Systemen machen.

Neue Manager bei Swiss Re

 Leute – Aktuelle Personalien  Robin Spencer (Bild) wird im September Chief Operating Officer für den Geschäftsbereich Life & Health Reinsurance bei der Swiss Re. Zudem hat der Schweizer Rückversicherer mit dem langjährigen R+V-Re-Manager Kay Scholz einen neuen Leiter für die Kredit- und Kautionsrückversicherung. Personelle Neuigkeiten gibt es auch beim US-Versicherer AIG, dem Schweizer Rechtsschutzversicherer Orion, dem Assekuradeur Optio sowie dem Makler Howden.

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Ist Embedded Insurance sexier als gedacht?

Das Konzept von Embedded Insurance, bei dem Versicherungspolicen in den Kauf eines Produkts integriert werden, beschäftigt viele Versicherer im deutschsprachigen Raum. Jedoch verfolgen nur wenige Gesellschaften Ansätze, um das scheinbar enorme Potenzial zu heben, wie Expertinnen und Experten des Insurlab Germany in einer Studie schreiben. Technologische Lösungen könnten hier ein Game-Changer sein und sogar Versicherungslücken schließen.

Astorg steigt bei Konsolidierer Attikon ein

Der Maklerkonsolidierer Attikon hat einen weiteren Investor gefunden: Das paneuropäische Beteiligungsunternehmen Astorg steigt mit einem nicht genannten Anteil bei der Düsseldorfer Firma ein. Von dem neuen Partner erhofft sich Attikon nicht nur zusätzliches Kapital für weitere Zukäufe, sondern auch Know-how in der technologischen Weiterentwicklung und Digitalisierung von Maklern. Astorg ist auch beim Versicherungssoftware-Anbieter Acturis beteiligt. Attikon will mithilfe des neuen Investors in die Top 10 der Gewerbemakler aufsteigen.

Fabian Fischer wechselt von Element zur Interrisk

 Leute – Aktuelle Personalien  Die Interrisk Versicherungs-AG, die Deutschlandtochter des österreichischen Versicherers Vienna Insurance Group, bekommt mit Fabian Fischer einen neuen Leiter für Marketing & Produkt. Fischer kommt vom insolventen Digitalversicherer Element. Außerdem: Der Spezialversicherer Hiscox gründet ein Team für Alternative Risk Transfer, und HDI Global USA schafft eine neue Position im Bereich Energy & Power Underwriting.

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Rosige Aussichten für Insurtechs mit KI-Fokus

Insurtechs weltweit haben im zweiten Quartal 1,09 Mrd. Dollar (940 Mio. Euro) eingeworben, rund 200 Mio. Dollar weniger als im Auftaktquartal. Besonders steil nach unten ging es für Insurtechs aus dem Sachversicherungsbereich. Tech-Firmen aus der Lebens- und Krankenversicherung verzeichneten dagegen ein steiles Plus um knapp 300 Prozent. Das ist das Ergebnis des aktuellen Insurtech-Berichts von Gallagher Re. Insurtechs mit Fokus auf künstliche Intelligenz (KI) stießen bei Investoren auf großes Interesse.

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