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Guenter Hirsch

Ombudsmann erhält mehr Beschwerden

Den Versicherungsombudsmann haben 2015 mit 20.827 Eingaben so viele Beschwerden erreicht wie noch nie. Allerdings gab es erneut eine erhebliche Anzahl von Irrläufern im Zusammenhang mit Verbraucherkrediten, für die Günter Hirsch nicht zuständig ist. Bei den zulässigen Beschwerden gab es ein besonders hohes Wachstum in der Rechtsschutzversicherung und der Kfz-Kaskoversicherung. In der Lebensversicherung gab es trotz des 2015 verabschiedeten Lebensversicherungsreformgesetzes einen Rückgang.

Axa steigt aus Tabakinvestitionen aus

Der französische Versicherer trennt sich von seinen Investitionen in die Tabakindustrie. Es geht um Investitionen von 1,8 Mrd. Euro. Als Begründung nannte der Versicherer die hohen Kosten für die Gesellschaft durch den Konsum von Zigaretten und anderen Tabakprodukten. Für einen großen Krankenversicherer wie Axa mache es keinen Sinn, in die Tabakindustrie zu investieren, sagte Thomas Buberl, der im September die Konzernführung übernimmt. Die Entscheidung zeigt, dass ethische Grundsätze für die Kapitalanlagen der Versicherer immer wichtiger werden.

Axa verliert Vertrag mit Santander

Die Axa Deutschland hat den Vertrag mit der Santander Consumer Bank, einer Tochter der spanischen Bank Santander, für die Versicherungskooperation in der Lebensversicherung in Deutschland verloren. Nach Informationen des Versicherungsmonitors hatte die Allianz in der Ausschreibung der Bank die Nase vorn. Über die Kooperation werden bislang jährlich Neuverträge mit Summen im dreistelligen Millionenbereich vermittelt. Santander arbeitet in der Schadenversicherung mit zahlreichen weiteren Versicherern zusammen.

Lebensversicherer: Angst vor der Pleite

Die Probleme der Lebensversicherer bereiten der Branche zunehmend Sorgen. Auf einer Podiumsdiskussion im Rahmen der Hauptversammlung des Bundesverbands Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) warnten mehrere Versicherungsvorstände vor der Pleite eines Lebensversicherers. Diese Gefahr sei durchaus real. R+V-Vorstand Heinz-Jürgen Kallerhoff forderte, dass im Notfall die Politik eingreifen müsse. Die Politik sei für die derzeitige Zinssituation verantwortlich und müsse folglich gefährdete Versicherer schützen.

Berkshire macht Kara Raiguel zur Gen Re-Chefin

 Leute – Aktuelle Personalien  Investor Warren Buffett (Bild) hat einen Nachfolger für Tad Montross ernannt, den Chef des Rückversicherers Gen Re, der Ende 2016 zurücktreten wird. Kara Raiguel wird künftig das Unternehmen führen. Das gab Ajit Jain bekannt, Chef der Rückversicherungsabteilung bei Buffetts Obergesellschaft Berkshire Hathaway. Raiguel arbeitete 15 Jahre lang mit Jain bei Berkshire. Die Aktuarin hat zahlreiche Aufgaben für Berkshire erledigt, darunter auch große retroaktive Rückversicherungstransaktionen. Jain spricht auch über die Zukunftsfähigkeit der Gen Re.

IDD: Teufel liegt im Detail

Nur weil die EU bei der neuen Vermittlerrichtlinie IDD auf ein Provisionsverbot verzichtet hat, heißt das nicht, dass die Umsetzung für die Branche ein Spaziergang wird. Darauf wies der Anwalt Hans-Ludger Sandkühler bei einer Veranstaltung der Technischen Hochschule Köln hin. Denn die neuen Regeln stellen die bisherige Vertriebspraxis infrage. Sandkühler sieht insbesondere bei den sogenannten Wohlverhaltensregeln und bei den Anforderungen an die Vermittlung von Versicherungsanlageprodukten große Herausforderungen für Versicherer und Vermittler.

SVWL-Chef Gerlach kündigt Abschied an

 Leute – Aktuelle Personalien  Der Sparkassenverband Westfalen-Lippe bekommt nächstes Jahr einen neuen Chef. Rolf Gerlach wird im März 2017 aufhören. Gerlach hat in seiner Amtszeit mehrere Versuche unternommen, Fusionen unter den Sparkassenversicherern in Gang zu bringen. Auch über einen Verkauf der Provinzial Nordwest an die Allianz verhandelte er. Außerdem: XL Catlin holt Sean McGovern als Chief Compliance Officer.

Allianz verkauft Teil der Euler Hermes-Beteiligung

Die Allianz stößt ein Paket mit 3,88 Millionen Aktien des Kreditversicherers Euler Hermes im Wert von 295 Mio. Euro ab. Davon kauft der Kreditversicherer selbst 2,2 Millionen Aktien zurück, der Rest geht an institutionelle Investoren. Damit will der Versicherer nach Meinung von Analysten die Eigenkapitalanforderungen seiner französischen Lebensversicherungstochter Allianz Vie senken, die das Aktienpaket gehalten hatte.

S&P setzt Ergo Leben auf „negativ“

Die Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P) hat ihre Bewertung der Munich Re-Tochter Ergo Lebensversicherung mit einem negativen Ausblick versehen. Die Agentur bestätigte das Rating von AA-, das dem der finanzstarken Mutter entspricht. Aber die Analysten von S&P befürchten, dass die Munich Re bei anhaltend niedrigen Gewinnen der Düsseldorfer Lebens-Tochter die Lust an dem Unternehmen verlieren und die Zukunft im Konzern zur Disposition stellen könnte. In dem Fall würde das Gruppenrating nicht mehr greifen – deshalb der negative Ausblick. Die Nachricht kommt wenige Wochen, bevor Ergo-Chef Markus Rieß seine Strategie für den Konzern vorstellen will.

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