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Wilhelm: Direkte Inanspruchnahme prüfen

Es kommt eher selten vor, dass ein Manager seinen Freistellungsanspruch gegenüber dem D&O-Versicherer an sein Unternehmen abtritt und die Firma dadurch direkt mit dem Managerhaftpflichtversicherer verhandeln kann. Dabei kann dieses Vorgehen im Interesse des Unternehmens und des versicherten Managers sein, glaubt David Ulrich, D&O-Spezialist bei Wilhelm Rechtsanwälte. Im weichen Markt können auch Versicherer davon profitieren, sofern sie die Spielregeln der direkten Inanspruchnahme im Vorfeld vertraglich abklären.

PKV trotzt schlechten Rahmenbedingungen

In der privaten Krankenversicherung (PKV) driftet der Markt im Kerngeschäft Vollversicherung immer weiter auseinander, nur noch wenige Gesellschaften können zulegen. Darauf weist der Branchendienst Map-Report in seiner aktuellen Bilanzanalyse der PKV hin. Dennoch hält Analyst Reinhard Klages die Branche weiterhin für robust, die Politik mache den Versicherern das Leben nicht leicht. Klages ärgert sich über die mangelnde Transparenz der PKV beim Neugeschäft, lobt aber auch positive Ausnahmen.

Versicherer kritisieren EU-Regulierung zu KI

Das Thema künstliche Intelligenz (KI) wird aktuell heiß diskutiert. Bis Anfang Dezember 2023 plant die EU die Verabschiedung einer Regulierung für KI. Auch die Wirtschaft soll Feedback geben. Der Gesamtverband der Versicherer (GDV) hat das getan und sich in einem aktuellen Positionspapier geäußert. Gerade die Compliance-Vorschriften seien teilweise zu hoch, so der GDV.

KI-Experte Sauldie beruhigt und warnt zugleich

Der deutsche Zukunftsforscher Sanjay Sauldie warnte die Versicherungsbranche bei einer Fachtagung des Schadenmanagers Actineo vor Insurtechs und Start-ups, die mithilfe von künstlicher Intelligenz (KI) Branchenthemen besetzen und Versicherer aus der Nische heraus angreifen. Er ist der Meinung, dass sich Unternehmer mit KI beschäftigen oder weglaufen sollten. Er betonte aber auch, dass KI seiner Meinung nach keine Jobs kosten wird.

Provinzial steigt bei JDC ein

Der Provinzial-Konzern sichert sich rund 5 Prozent an der JDC Group AG, mit der er bereits seit 2021 zusammenarbeitet. Zu den Kooperationspartnern des Maklerpools und IT-Dienstleisters zählen auch weitere öffentliche Versicherer wie die Sparkassenversicherung und die Versicherungskammer, die ebenfalls an JDC beteiligt ist. Die Provinzial verspricht sich von dem Schritt perspektivisch Geschäfts- und Ertragszuwächse unter anderem im Bancassurance-Bereich. JDC fließen durch den Deal 13 Mio. Euro an frischen Mitteln zu.

Finanztip sieht großes Sparpotenzial bei Kfz

Das Portal für Finanzbildung Finanztip hat untersucht, wie Verbraucher bei der Kfz-Versicherung sparen können. Das Ergebnis: Bis zu 85 Prozent günstiger kann die Absicherung ausfallen, wenn Kunden an den richtigen Stellschrauben wie dem Selbstbehalt oder dem eingetragenen Fahrerkreis drehen und den günstigsten Anbieter auswählen. Besonderheiten gibt es bei der Absicherung von Elektroautos.

Die Ärzteschaft braucht die PKV und die GOÄ

Die Bedeutung der privaten Krankenversicherung (PKV) für die medizinische Versorgung sollte nicht unterschätzt werden. Das finden nicht nur die Versicherer selbst, sondern auch prominente Politiker. Die PKV leiste einen wichtigen Beitrag zur wohnortnahen Versorgung, sagte der hessische Ministerpräsident Boris Rhein bei einer PKV-Veranstaltung in Frankfurt. Die Ärzteschaft sei auf die Einnahmen aus der PKV angewiesen, ebenso wie auf eine baldige Novellierung der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ), sagte Ärztevertreterin Ellen Lundershausen.

Arag: Empathie bleibt auch im KI-Zeitalter wichtig

Künstliche Intelligenz (KI) spielt bei der Arag eine immer größere Rolle. Einen Einblick in verschiedene hausinterne Projekte gab Vorständin Katrin Unterberg bei einer Fachveranstaltung des Schadenmanagers Actineo in Köln. Das Unternehmen nutzt KI, um beispielsweise den Kontakt zum Kunden möglichst barrierefrei zu gestalten und standardisierte Verfahren ohne menschliches Zutun umsetzen zu können. Empathie, die für Geschädigte besonders wichtig ist, soll dadurch aber nicht zu kurz kommen, betonte sie.

Krankenversicherte haben einen Auskunftsanspruch

Wenn Privatversicherte vermuten, dass Beitragsanpassungen ihres privaten Krankenversicherers (PKV) aus der Vergangenheit unwirksam waren, haben sie unter Umständen einen Anspruch auf Auskünfte über die Prämienerhöhungen. Das hat der Bundesgerichtshof am Mittwoch entschieden. So müssen die Versicherten darlegen können, warum ihnen die notwendigen Informationen für einen Rückzahlungsanspruch fehlen. Anspruch auf eine Abschrift aller Begründungsschreiben inklusive Anlagen haben die PKV-Kunden dagegen nicht.

54 Prozent überschätzen Erwerbsminderungsrente

Die meisten Deutschen sind sich bewusst, dass sie selbst für den Fall der dauerhaften Arbeitsunfähigkeit vorsorgen müssen. Allerdings befürchten mehr Menschen als noch 2020, dass ihnen dafür die finanziellen Mittel fehlen. Das ist das Ergebnis einer Umfrage im Auftrag der Metallrente. Nur rund ein Drittel der 2.000 Befragten schätzt das Risiko korrekt ein. Und: Die Leistungen der Sozialversicherung werden von mehr als der Hälfte überschätzt.

Allianz verliert weiter Marktanteile

Die Allianz hat 2022 im vierten Jahr in Folge Marktanteile in der deutschen Erstversicherung verloren. Das geht aus der jüngsten Analyse des Kölner Kivi-Instituts hervor, das eng mit Assekurata zusammenarbeitet. 2019 hatte die Allianz noch einen Anteil von 20,42 Prozent, 2022 waren es nur noch 17,13 Prozent. Auch die Gruppen auf Nummer zwei bis vier haben verloren, das sind die Öffentlichen, die R+V und die Generali. Kleinere Zuwächse melden unter anderem Ergo, Debeka, Talanx und HUK-Coburg.

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