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Versicherer blicken optimistisch in die Zukunft

Trotz der anhaltenden Krise bewertet die deutsche Versicherungswirtschaft ihre Lage positiv. Das geht aus einer aktuellen Konjunkturumfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertags hervor. Was ihre Finanzlage angeht, melden die meisten Unternehmen keine negativen Auswirkungen. Allerdings verzeichnet die Branche zunehmend Forderungsausfälle. Die größten Gefahren sehen die Unternehmen bei der Inlandsnachfrage und den wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen.

Asmussen: Große Sorgen um Riester

Wenn die Regierung in dieser Legislaturperiode keine Maßnahmen wie die Absenkung des garantierten Beitragserhalts ergreift, kann das auf eine „Defacto-Beerdigung“ der Riester-Rente hinauslaufen. Das sagt Jörg Asmussen im großen Interview mit der Süddeutschen Zeitung und dem Versicherungsmonitor. Er ist seit Oktober 2020 Hauptgeschäftsführer des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft. Weitere zentrale Punkte des Gesprächs: Pandemiefolgen, der Stand der Digitalisierung, die Nachhaltigkeit, seine Erwartungen an die künftige BaFin, die Nachwuchswerbung und die personellen Veränderungen im Verband.

Nachhaltig verschenktes Potenzial

Bei Versicherern gibt es noch jede Menge Luft nach oben, was das Thema Nachhaltigkeit betrifft. Das zeigt eine aktuelle Studie des Analysehauses Franke und Bornberg. So schließt mehr als die Hälfte der untersuchten Gesellschaften die Versicherung von Unternehmen aus der Kohlebranche nicht aus. In der Kapitalanlage vermissen Franke und Bornberg aktive Nachhaltigkeitsansätze. Was die Diversität in den Unternehmen betrifft, hat das Analysehaus sogar Gesetzesverstöße festgestellt.

Provinzial-Konzern plant Joint Venture mit JDC

Der Sparkassen-Versicherungsmanager, der digitale Versicherungsordner der öffentlichen Versicherer, soll künftig Überblick über die gesamten Policen von Sparkassenkunden bieten. Dafür will der Provinzial-Konzern mit dem Finanzdienstleister JDC Group zusammenarbeiten, der hinter dem Maklerpool Jung, DMS & Cie. steht. Von der geplanten Schnittstelle zwischen dem Sparkassen-Versicherungsmanager und der JDC-Plattform sollen die Kunden bei der Nutzung der Online-Oberfläche nicht viel mitbekommen.

MLP: „Auf Augenhöhe mit den Top Ten mitspielen“

 Exklusiv  Der Finanzvertrieb MLP hat gerade den Industrieversicherungsmakler RVM übernommen. Daraus soll in den kommenden Jahren eine Maklergruppe werden, die auf Augenhöhe mit den großen Vermittlern in Deutschland mitspielen kann, sagt MLP-Vorstand Manfred Bauer im Interview. Dafür will das Unternehmen in den kommenden Jahren jeweils ein bis zwei weitere mittelständische Makler übernehmen.

Swiss Re Corso steigt aus Reise-Insolvenzsicherung aus

Wenige Tage, nachdem die Regierung sich auf den Gesetzentwurf für eine Neuregelung der Insolvenzsicherung für Pauschalreisen geeinigt hat, verabschiedet sich der Industrieversicherungsarm der Swiss Re aus dem Geschäft. Das sorgt für Unruhe in einem Markt, der immer noch von der Pleite des Reiseveranstalters Thomas Cook 2019 geprägt ist. Hanse Merkur, R+V und Zurich bekennen sich zu dem Bereich. Ob das so bleibt, wird auch von den Rückversicherern abhängen.

Die Pandemie-Prämien der Assekuranz – Teil 2

 Exklusiv  Was steuer- und abgabefreie Sonderzahlungen an die Belegschaft betrifft, verfahren die Versicherer höchst unterschiedlich – das zeigt auch der zweite Teil unserer Umfrage zu den Pandemie-Prämien der Assekuranz. Die Palette an nichtfinanziellen Unterstützungsangeboten für die Mitarbeiter ist durchaus bunt. Sie reicht von Homeschooling-Hilfe über digitale Veranstaltungsformate, Sportkurse und Beratungsdienste bis hin zu Unterstützung beim Thema Kinderbetreuung.

Mehr Leitungswasserschäden durch Corona

Austretendes Leitungswasser verursacht bei deutschen Unternehmen seit vielen Jahren hohe Schäden. Insgesamt 86 Mio. Euro musste der Industrieversicherer AGCS gemeinsam mit Konsortialpartnern in den vergangenen zehn Jahren auszahlen. Viele Schäden treten im Winter auf, wenn Leitungen einfrieren. Die Gefahr steigt durch die Corona-bedingten Betriebsschließungen und die derzeit niedrigen Temperaturen, schreibt AGCS in einer Analyse.

Zurich-Gewinn bricht ein

Der vor allem in Europa und den USA tätige Versicherer Zurich meldet einen deutlichen Gewinnrückgang für 2020 – um 20 Prozent auf 4,2 Mrd. Dollar operativen Gewinn. Das Unternehmen macht Covid-Schäden und mehr Aufwand nach Katastrophen verantwortlich. Positiv wirkten sich Preiserhöhungen und eine geringere Schadenhäufigkeit aus. Die Dividende soll mit 20 Franken unverändert bleiben. Nach der Übernahme der Met Life plant die Gesellschaft aktuell keine weiteren Zukäufe.

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