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Axa startet Gewerbeplattform

Die Axa hat eine neue digitale Plattform für Gewerberisiken aufgesetzt. Damit will der Versicherer im hart umkämpften Markt für kleine und mittelgroße Unternehmen punkten. Nutzer können ihre Risiken und Präventionsmöglichkeiten analysieren und erhalten Unterstützung für die nachhaltige Unternehmensführung. Die Gewerbeversicherung gilt in der Branche als hoch attraktiv, weil der Markt weder so ausgeschöpft ist wie in der Privatkundenversicherung noch so komplexe und kapitalintensive Risiken wie die Industrieversicherung enthält.

Lemonade: Metromile-Übernahme verspätet sich

Der Digitalversicherer Lemonade erwartet den Abschluss der Übernahme des Kfz-Insurtechs Metromile ein Quartal später als bisher prognostiziert. Damit verzögern sich auch die erhofften Cross Selling-Effekte. Lemonade ist im Heimatmarkt USA bereits in der Autoversicherung aktiv, allerdings bisher nur in drei Bundesstaten. Mit Metromile bekommt der Anbieter Zugriff auf 49 Bundesstaaten.

Swiss Re: Daten bringen den Umbruch

Die Nutzung von Daten ist in der Versicherungsbranche längst nicht mehr nur ein Thema für die IT-Abteilung. Davon ist der Rückversicherer Swiss Re überzeugt. Im Gegenteil: Aktuell sind Daten der Treiber für fundamentale Veränderungen in der Wertschöpfungskette, sagte Pravina Ladva, Group Chief Digital und Technology Officer, bei einer Veranstaltung. Besonders sichtbar ist das bei der Lieferkette. Die Swiss Re macht sich das bei einer neuen Plattform zunutze.

Starkes Wachstum, große Rückversicherungspläne

Der Kölner Versicherer DEVK hat seine Beitragseinnahmen im vergangenen Jahr um 5,1 Prozent auf 4,1 Mrd. Euro gesteigert. Deutlich zulegen konnte das Unternehmen in der aktiven Rückversicherung, die laut Vorstand Bernd Zens (Bild) auch perspektivisch als Hauptwachstumstreiber fungieren soll. Tief „Bernd“ und andere Naturkatastrophen haben die DEVK spürbar getroffen, allerdings profitierte sie von umfangreichem Rückversicherungsschutz beziehungsweise einer deutlichen Entlastung durch Retrozession in der eigenen Rückversicherung.

Ausweg aus der Cyberkrise gesucht

Die Zukunft der Cyberversicherung ist angesichts der aktuellen Krise mit steigenden Prämien und sinkenden Kapazitäten ungewiss. Darin waren sich Maya Bundt vom Rückversicherer Swiss Re und Eric Schuh vom Digitalversicherer Element auf einer Veranstaltung in Berlin einig. Schuh warb für mehr Gestaltungswillen der Branche, um von den Wachstumschancen zu profitieren. Wichtig sei es, Standards zu setzen.

So gewinnt man Versicherungsmuffel

Bei Menschen, die bisher nur wenig Bezug zu Versicherungen haben, könnten Embedded Insurance-Produkte das Bewusstsein für Deckungen schärfen. Davon geht die Ratingagentur A.M. Best in einem aktuellen Bericht aus. Gerade in bildungs- und einkommensschwächeren Bevölkerungsgruppen erleichtere das Geschäftsmodell den Zugang zu Policen. Für einen nachhaltigen Erfolg der Embedded Insurance müssen jedoch das Produktdesign und die Regulierung stimmen, schreiben die Analysten.

PKV-Mehrumsatz schrumpft leicht

 Exklusiv  Die Gewichte zwischen gesetzlicher (GKV) und privater Krankenversicherung (PKV) bei den Leistungsausgaben haben sich im Jahr 2020 leicht verschoben. Die Ausgaben haben in der GKV stärker zugelegt, der sogenannte Mehrumsatz der PKV durch höhere Vergütungen war erstmals rückläufig. Gerade für den ambulanten Sektor bleibt er aber ein wichtiger Faktor. Das will der PKV-Verband auch mit einer Umfrage unter niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten unterstreichen.

Pflichtversicherung: Versicherer vor Milliarden-Schäden

Starkregen spielt für die Versicherer angesichts des Klimawandels eine immer größere Rolle. Sollte eine Elementar-Pflichtversicherung eingeführt werden, wären viel mehr Hausbesitzer dagegen versichert. Für die Versicherer bedeutet das, dass sie bei einem solchen Ereignis mit zusätzlichen Schäden von 7 bis 10 Mrd. Euro rechnen müssen, hat der Makler und Berater Aon mit seinem neuen Flutmodell berechnet. Es biete deutliche Vorteile gegenüber den bisherigen Modellen, beispielsweise getrennte Prognosen für Starkregen und für Flussüberschwemmungen, erklärt Stephan Schützeck, Analytics-Chef bei Aon Deutschland.

Signal Iduna testet ferngesteuerte Autos

Wirklich selbstständig fahrende Autos werden kommen, die Frage ist nur wann. Aktuell sind Technologie und Regulatorik jedenfalls noch nicht ausgereift. Die Signal Iduna testet deshalb zusammen mit dem Berliner Start-up Vay eine Zwischenstufe: Die Autos werden remote von speziell geschulten Fahrerinnen und Fahrern gelenkt.

Amice: Gegenseitigkeitsversicherer werden wichtiger

Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit vereinen in Europa einen immer größeren Marktanteil auf sich. 2020 konnten sie ihn von 31,8 Prozent auf 33,4 Prozent ausbauen, berichtet Amice, der europäische Verband der Gegenseitigkeitsversicherer. Das entspricht einem Beitragsvolumen von 468,5 Mrd. Euro. Laut Amice haben sich die Gesellschaften im ersten Pandemiejahr besser geschlagen als der Gesamtmarkt, weil ihre Beitragseinnahmen unterm Strich nicht so stark gesunken sind. Auffällig ist, wie unterschiedlich groß die Bedeutung der Versicherungsvereine in den einzelnen Märkten ist.

Rollinger soll GDV-Präsident werden

 Exklusiv  Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hat einen neuen Präsidenten gefunden: R+V-Chef Norbert Rollinger (Bild) wird nach Informationen des Versicherungsmonitors künftig den Verband neben seiner Position in Wiesbaden führen. Weder GDV noch R+V wollten das bestätigen. Im September läuft die Amtszeit von Wolfgang Weiler als GDV-Präsident ab, dem früheren Chef der HUK-Coburg.

Leitzins-Erhöhung: zu spät, zu zaghaft

Nach über zehn Jahren hat die Europäische Zentralbank ein Ende der lockeren Geldpolitik angekündigt. Im Juli will sie ihre Anleihenkäufe einstellen – und die Leitzinsen um 0,25 Prozentpunkte erhöhen. Die Versicherer begrüßen den Schritt – halten ihn jedoch für verspätet und nicht ausreichend. Der Versichererverband GDV bezweifelt, dass sich damit die kurzfristigen Hauptinflationstreiber in der Eurozone wirksam bekämpfen lassen.

Union warnt vor EU-Provisionsverbot

Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion interessiert sich für die Sicht Berlins auf die Pläne der EU-Kommission für eine neue Kleinanlegerstrategie. Dabei geht es offenbar auch um mögliche strengere Regeln für fondsbasierte Lebensversicherungen und ein etwaiges Provisionsverbot für unabhängige Vermittler. Aus Sicht der Union wäre ein solcher Schritt fatal. Die neue Kleinanlegerstrategie soll für eine stärkere Rolle privater Investoren am Kapitalmarkt in Europa sorgen.

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