Top News rss

RSA will Asien-Geschäft schnell loswerden

Der britische Versicherer RSA – früher Royal Sun Alliance – sucht dringend einen Käufer für sein Asiengeschäft, nachdem er wegen betrügerischer Geschäfte in Irland und hoher Naturgefahrenschäden in anderen Märkten 2013 einen Verlust eingefahren hatte. Jetzt wird die Allianz als Interessent für das RSA-Asiengeschäft genannt – Versicherungskreise halten das für unwahrscheinlich.

DVAG: Viele Fragen nach Pohls Tod

Der Tod von Reinfried Pohl Senior, Gründer und Vorstandsvorsitzender der Deutschen Vermögensberatung AG, trifft den Großvertrieb in einer komplizierten Lage. Die Neuregelung der Lebensversicherung durch Regierung und Parlament führt zu großen Herausforderungen. Auch die Nachfolge verläuft anders, als der Patriarch lange Zeit geplant hatte. Allerdings ist die Vertriebskraft der DVAG weiterhin begehrt, auch die Allianz hat Interesse an einer Zusammenarbeit.

Der Stern der Lebensversicherung sinkt

Legal Eye – die Rechtskolumne: Am 16. Juli 2014 kommt es zum Showdown in Karlsruhe. Dort erhofft sich ein Versicherter vom Bundesgerichtshof die Entscheidung, dass er die Beiträge zurückerhält, die er in seine nach dem Policenmodell abgeschlossene fondsgebundene Lebensversicherung eingezahlt hat. Ob das Urteil Konsequenzen für die Branche hat, ist noch unklar. Nur eins ist sicher: Dem Produkt Lebensversicherung wird es alles andere als zuträglich sein.

Fußball-WM und Sparprogramm

Was die Woche bringt: An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: Die Fußball-Weltmeisterschaft und die Bilanzvorlage der Signal-Iduna.

Lebensversicherung auch für Risikokunden

Eine seltene Erkrankung muss heute kein Ausschlusskriterium mehr für den Abschluss einer Lebensversicherung sein. Zwar kann es Einschränkungen bei Versicherungssummen und -dauer geben, solche Kunden gelten aber nicht mehr automatisch als unversicherbar – vorausgesetzt es liegen Daten vor, die den Experten bei Rückversicherern wie der Munich Re eine Risikobewertung ermöglichen.

Provinzial Münster: Rüther verliert Machtkampf

Aktualisiert. Vorstandschef Ulrich Rüther wird die Provinzial Nordwest in Münster am Jahresende verlassen. Das steht auf der Tagesordnung des Aufsichtsrats am 24. Juni 2014. Auch Finanzchef Ulrich Lüxmann-Ellinghaus soll gehen. Bei Personalchef Gerd Borggrebe zeichnet sich dagegen ab, dass er für die Dauer seines Vertrages bleibt.

Bonnfinanz verliert Vermittler

Bonnfinanz hat 2013 rund 15 Prozent seiner Vermittler verloren, will bis 2017 aber wieder auf 1.000 Vertriebspartner kommen. Bei den Provisionserlösen gab es besonders im Leben-Bereich einen Rückgang. Beim Gewinn legte der Finanzvertrieb deutlich zu, blieb aber auf niedrigem Niveau.

Update: Arag geht nach Kanada und Dänemark

Dieser Text wurde ergänzt. Der Rechtsschutzversicherer Arag bereitet die Gründung weiterer Gesellschaften in Dänemark und Kanada vor. „Wir haben international die besseren Wachstumschancen“, sagte Unternehmenschef und Eigner Paul-Otto Faßbender. Im deutschen Rechtsschutzmarkt will Arag im Oktober die Preise erhöhen.

Marsh will Lieferketten durchleuchten

Auch drei Jahre nach den Überflutungen in Thailand und der Nuklearkatastrophe in Fukushima fällt es Unternehmen schwer, ausreichende Deckungen gegen Lieferkettenunterbrechungen zu bekommen. Nach Ansicht des Maklers Marsh fehlen den Versicherern noch wichtige Informationen über Liefernetze. Eine neue Software soll Abhilfe schaffen.

Zielke: Weniger Sicherheit durch Zinszusatzreserve

Das Lebensversicherungsreformgesetz wird dazu führen, dass die Leistungen der Gesellschaften an die Kunden in wenigen Jahren deutlich niedriger sein werden, argumentiert der Analyst Carsten Zielke in einer Studie. Die Zinszusatzreserve mache die Reserven weniger sicher. Drei Versicherer hätten 2012 nur deshalb Gewinne gemacht und ausreichend Eigenkapital gehabt, weil sie Bewertungsreserven realisieren konnten. „2013 waren es noch mehr.“

Unwetter verwüstet das Rheinland

Umgestürzte Bäume, zerschmetterte Autos, geborstene Fensterscheiben: Das heftigste Unwetter der vergangenen zehn Jahre verursachte am Montagabend immense Schäden im gesamten Rheinland. Mindestens sechs Menschen kamen dabei ums Leben. In Düsseldorf tobte das Gewitter mit Orkanböen von bis zu 144 Stundenkilometern. Die Provinzial Rheinland wagt eine erste Prognose des Schadenausmaßes: Über 20 Mio. Euro wird sie für Wohngebäude-, Kfz- und Elementarschäden zahlen müssen.

Politik macht Schritt Richtung Pflichtversicherung

Im Herbst wollen die Länder-Justizminister einen Entwurf für eine Pflichtversicherung für Elementarschäden vorstellen. Zurzeit laufen Gespräche mit der Assekuranz. Mit dem Ergebnis sollen auch die Versicherer leben können, so Thüringens Justizminister Holger Poppenhäger. Eine aktuelle Studie der Zurich betont unterdessen, das Versicherungsschutz allein das Problem nicht lösen kann.

De Castries: „Warum nicht über Amazon verkaufen?“

Axa-Konzernchef Henri de Castries glaubt, dass die großen europäischen Versicherer auch weiterhin mit der Niedrigzinsphase zurechtkommen werden, sie sei ein Problem, aber kein großes. Viel schwieriger sei es, sich auf die Digitalisierung einzustellen und die Komplexität der heutigen Produkte abzuschaffen. Das werde die Branche innerhalb der nächsten zehn Jahre gewaltig verändern. De Castries glaubt an die Mehrkanalstrategie und kann sich auch den Vertrieb über den Online-Händler Amazon vorstellen – wenn die Margen für beide Seiten stimmen.

WordPress Cookie-Hinweis von Real Cookie Banner