Der Versicherungskonzern Allianz musste bereits im ersten Quartal knapp 400 Mio. Euro für Naturkatastrophenschäden verkraften. Auch die geopolitischen Unsicherheiten gingen nicht spurlos an dem Unternehmen vorbei und betrafen vor allem die Vermögensverwaltung. Finanzchefin Claire-Marie Coste-Lepoutre zeigte sich jedoch zufrieden mit dem Jahresstart und sieht sich weiter auf Kurs, die gesteckten Jahresziele zu erreichen.
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Was kostet Regulierung?
Die Einhaltung von Aufsichtsregeln, Compliance-Vorschriften und damit verbundene Kosten machen im Schnitt mehr als 5 Prozent der Kosten eines Versicherungsvertrages aus, zeigt eine Untersuchung des britischen Maklerverbands Biba. Er appelliert an die Politik, die Auflagen in Großbritannien zu prüfen und übertriebene Regulierung zu streichen. Die Experten stoßen damit auf offene Ohren: Die Aufsicht FCA nimmt künftig Industrieversicherer von einigen Compliance-Vorschriften aus, die vorrangig für Privatkunden und kleine Unternehmen relevant sind.
HUK-Coburg macht Gewinn mit Telematik
Der Aufbau des Telematik-Geschäftes in der Kfz-Versicherung und die hohen Investitionen in ein großangelegtes Data-Analytics-Programm rechnen sich für die HUK-Coburg inzwischen merklich. Deutschlands größter Kfz-Versicherer profitiert außerdem davon, dass Telematik-Kunden mit gutem Fahrwert besonders treu sind und Kunden mit schlechten Werten öfter kündigen. Unter dem Gesichtspunkt der Risikoselektion ist diese Entwicklung für das Unternehmen positiv.
Mit KI den Personalmangel ausgleichen?
Dossier – KI in der Praxis Schadenfälle in der Kfz-Versicherung können schnell kompliziert werden, wenn es sich nicht um Bagatellschäden wie Parkrempler handelt. Einige Versicherer sind bereits dabei, die Schadenregulierung durch künstliche Intelligenz (KI) zu unterstützen. Neben Sprachrobotern, die bei Kumulereignissen wie Hagel Schäden aufnehmen und weiterleiten, sind auch KI-Pricing-Tools im Rennen, die Schadenprognosen abgeben und Trends analysieren können. Bis die KI den heutigen und künftigen Personalmangel ausgleichen kann, ist es laut der Makler- und Beratungsgruppe WTW aber noch ein langer Weg.
Spezialangebot für Diabetiker kommt an
Exklusiv Eine Risikolebensversicherung für Menschen mit Diabetes ist kein Hexenwerk. Mit wenigen gezielten Fragen lässt sich für einen Großteil ein schneller Zugang zu der Deckung schaffen. Das Angebot, durch gesundheitsbewusstes Verhalten die Beiträge zu senken, kommt bei den Versicherten an. Das zeigen die Erfahrungen der Allianz Lebensversicherung mit der vor fünf Jahren eingeführten Spezialpolice für Diabetiker. „Das Fazit ist rundum positiv“, sagt Vorstand Volker Priebe dem Versicherungsmonitor.
GDV und Altersvorsorge-Expertin Houben trennen sich
Leute – Aktuelle Personalien Der Versichererverband GDV und Ilka Houben, seine langjährige Leiterin Altersvorsorge und Rentenpolitik, trennen sich nach Informationen des Versicherungsmonitors. Der Verband bestätigte den Weggang Houbens, betonte aber, dass sie sich selbst zu diesem Schritt entschieden habe. Außerdem: HDI Deutschland hat einen neuen Leiter für Finanzvertriebe und Pools, der Maklerpool Netfonds schließt die Umstrukturierung des Versicherungsbereichs ab und der US-Versicherer United Health holt den alten Chef zurück.
HDI Leben zieht von Köln nach Hilden
Exklusiv Die Talanx-Tochter HDI Lebensversicherung verlegt ihren Standort von Köln nach Hilden. Entsprechende Informationen des Versicherungsmonitors bestätigte das Unternehmen. In Hilden, 33 Kilometer von den HDI-Büros in Köln-Deutz entfernt, arbeiten bereits die Bancassurance-Gesellschaften des Konzerns. Insgesamt sind knapp 700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von dem Umzug betroffen. Den Standort Köln werde man aber nicht schließen, sagte ein HDI-Sprecher.
Wie Konsolidierung und KI die Branche umkrempeln
Die Versicherungswirtschaft steht vor einem Wandel: Der Druck durch Private-Equity-getriebene Konsolidierungen bei Maklern und die steigende Relevanz künstlicher Intelligenz (KI) fordern Versicherer, Makler und Pools heraus. Wie gelingt die Balance zwischen Effizienz und Kundennähe? Und welche Kompetenzen brauchen Makler in fünf Jahren? Darüber diskutierten Experten auf der Insurtech-Messe InsureNXT.
Ist unsere Stimmung schlechter als die Lage?
Meinung am Mittwoch Überall ist von volatilen Zeiten die Rede, in denen eine Krise scheinbar nahtlos in die nächste übergeht. Diese Einschätzung ist nicht ganz unbegründet, aber positive und schöne Dinge kommen – unter anderem bedingt durch die Medien – in der Wahrnehmung eher zu kurz. Auch in Versicherungsbranche ist diese Negativität gefährlich und kontraproduktiv. Wir als Versicherer und Makler müssen und können einiges tun, um dem entgegenzuwirken.
Generation mit Ansprüchen
Neue Arbeitswelt – Kampf um die Besten Ob demografischer Wandel oder Fachkräftemangel: Viele Versicherer haben Probleme, offene Ausbildungsstellen zu besetzen. Den jungen Leuten geht es um eine angemessene Vergütung und eine gute Work-Life-Balance. Aber reicht das aus, um ein attraktiver Arbeitgeber zu sein?
Dieselskandal: Conti wird D&O-Schaden
Exklusiv Der Autozulieferer Continental war in den Dieselskandal verwickelt. Das Unternehmen zahlte 100 Mio. Euro Bußgeld und musste hohe Summen für Anwälte ausgeben. Das Geld will Conti sich von den Managerhaftpflichtversicherern zurückholen und stellt dafür Ansprüche gegen ehemalige Vorstände. Es geht um dreistellige Millionensummen. Führender Versicherer von Contis D&O-Deckung ist AIG.
Aon baut Captive für Säge- und Holzindustrie
Der Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverband kooperiert mit dem Makler Aon für den Aufbau einer Verbands-Captive. Diese brancheneigene Versicherungslösung, die als sogenannte virtuelle Captive bei einem namhaften Versicherer geführt wird, soll die sich verschärfenden Probleme der Unternehmen aus der Säge- und Holzindustrie beim Thema Versicherungsschutz lindern.
Aba: Betriebliche wie private Altersvorsorge fördern
Durch das Scheitern der Ampel-Koalition sind viele Gesetzentwürfe auf der Strecke geblieben, darunter auch die Reform der privaten Altersvorsorge und das zweite Betriebsrentenstärkungsgesetz. Bei einer Neuauflage müsse die Regierung darauf achten, die betriebliche Altersversorgung nicht schlechter zu behandeln als die Privatvorsorge, betonte Georg Thurnes, der scheidende Vorstandsvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft für betriebliche Altersversorgung, auf der Jahrestagung in Berlin. Er übergab seinen Posten an Beate Petry, Betriebsrentenverantwortliche bei BASF.
Inter holt ehemaligen Wefox-Deutschlandchef
Leute – Aktuelle Personalien Die Inter hat mit Günther Blaich (Bild) ein neues Vorstandsmitglied. Zuvor war Blaich Deutschlandchef von Wefox. Außerdem: Das Management von Thinksurance schrumpft mit Mathias Berg um ein weiteres Mitglied, und die Deutsche Gesellschaft für Versicherungs- und Finanzmathematik hat einen neuen Vorstand. Die Maklergruppe Kereis ernennt Thomas Köhler zum Deutschlandchef, und im Aufsichtsrat der Deutschen Kautionskasse gibt es ein neues Mitglied.
Munich Re spürt Volatilität
Auch bei der Munich Re war das erste Quartal 2025 von den schweren Bränden in der Region Los Angeles geprägt. Gegenüber dem überdurchschnittlich starken Vorjahreszeitraum musste der Konzern einen deutlichen Rückgang beim Gewinn, beim operativen und versicherungstechnischen Ergebnis sowie bei der Eigenkapitalrendite hinnehmen. Finanzchef Christoph Jurecka zeigte sich von der hohen Volatilität jedoch unbeeindruckt. Klare Worte fand er zum Thema Diversität – hier will sich Munich Re dem Druck der Trump-Regierung nicht beugen.














