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Telematik und Digitalisierung in der Krankenkasse

 Medienanalyse  Im Vordergrund der Berichterstattung in den vergangenen Monaten stand die Digitalisierung des Gesundheitswesens. Ein Schwerpunkt war dabei die Einführung von „Vivy“, der elektronischen Gesundheitsakte mehrerer Versicherer und Krankenkassen. Experten für künstliche Intelligenz, Gründer, Vertreter der gesetzlichen Kassen und privaten Krankenversicherer sowie Vertreter der Ärzteschaft diskutieren über die Frage, wie die optimale Digitalisierung im Gesundheitswesen aussieht. Möglichen Einsparungen steht das Risiko von Sicherheitslücken gegenüber. Auch das Vitality-Programm, das neben der Generali jetzt auch der US-Lebensversicherer John Hancock einsetzt, war ein Thema.

Moody’s: Erfolg von Digitalisierungsstrategien unsicher

Die Kooperation mit Insurtechs und die Beschäftigung mit neuen Technologien kann Versicherern mittelfristig dabei helfen, die Folgen der Digitalisierung zu bewältigen. Auf lange Sicht wird sich die Welt der Assekuranz aber deutlich verändern, erwarten die Analysten der Ratingagentur Moody’s. Haupttreiber der Disruption werden vernetzte Geräte, das sogenannte Internet der Dinge und die Entwicklung von digitalen Ökosystemen sein. Den Versicherern droht dabei der Verlust der Kundenschnittstelle.

Axa Leben hält Überschussbeteiligung stabil

Kunden, die eine Kapitallebensversicherung bei der Axa Lebensversicherung oder der Deutschen Beamtenversicherung abgeschlossen haben, erhalten 2019 wie in den beiden Vorjahren eine Überschussbeteiligung von 2,9 Prozent. Auch die Gesamtverzinsung mit dem Schlussgewinnanteil und der Sockelbeteiligung an den Bewertungsreserven soll unverändert bei 3,4 Prozent liegen. Die Axa Deutschland ist damit der erste Anbieter, der seine laufende Verzinsung für das kommende Jahr bekannt gibt. Von der Spannung, mit der die Überschussdeklarationen der Gesellschaften und insbesondere des Marktführers Allianz in den vergangenen Jahren erwartet wurden, ist nicht mehr viel übrig. Die klassische Lebensversicherung spielt zumindest im Neugeschäft nur noch eine untergeordnete Rolle.

MLP spürt leichten Aufwind in der Altersvorsorge

Der Finanzvertrieb MLP sieht sich im bisherigen Jahresverlauf auf gutem Weg. Sowohl im dritten Quartal als auch in den ersten neun Monaten erzielte das Wieslocher Unternehmen in nahezu alle Beratungsfeldern steigende Provisionserlöse. Zuwächse gibt es auch bei Provisionen im Geschäft mit Altersvorsorgeprodukten, dessen Anteil am Gesamtumsatz seit Jahren schrumpft. Wachstumstreiber waren erneut die Vermögensverwaltung, das Finanzierungsgeschäft und die Immobilienvermittlung.

Axa weitet Börsengang in den USA aus

Der Axa Konzern bringt weitere Teile der US-Lebensversicherungstochter Axa Equitable an die New Yorker Börse. In einer zweiten Tranche gibt der Konzern in einem öffentlichen Zeichnungsangebot 50 Millionen Stammaktien ab. Zudem gewährt Axa eine Kaufoption für weitere 7,5 Millionen Anteile. Axa Equitable hat sich mit dem Axa-Konzern zudem auf einen Aktienrückkauf verständigt. Im Mai hatte Axa-Chef Thomas Buberl eine erste Tranche der US-Tochter an die Börse gebracht. Die Papiere brachten jedoch weniger ein als erhofft. Axa will mit den Erträgen einen Teil der Übernahme des nordamerikanischen Versicherers XL finanzieren.

Unterschätztes Risiko: Lieferketten

 Meinung am Mittwoch  Lieferketten bergen aufgrund ihrer hohen Komplexität viele Risiken: Fällt ein Glied in der Kette aus, steht bei vielen Unternehmen die Produktion still. Industrieversicherer helfen den Unternehmen dabei, diese Risiken richtig einzuschätzen, durch Prävention so weit wie möglich abzuwehren und die Restrisiken in den Versicherungsmarkt zu transferieren. Damit machen die Versicherer den Aufbau moderner Wertschöpfungsnetzwerke erst möglich.

Eiopa verspricht Erleichterungen für Captives

Die firmeneigenen Versicherer, auch Captives genannt, klagen heftig über zu hohe Anforderungen durch das EU-Aufsichtsregime Solvency II. Jetzt hat Gabriel Bernardino, Chef der europäischen Versicherungsaufsicht Eiopa, Erleichterungen für sie bei der Überarbeitung der Regeln im kommenden Jahr angekündigt. Anpassungsmöglichkeiten sieht er bei den Berichts- und Veröffentlichungspflichten. Auch andere kleinere Versicherer haben lange Wunschzettel an die Aufsicht, was solche Erleichterungen angeht.

Jung DMS & Cie. kooperiert mit Emil bei Telematik

Der Maklerpool Jung, DMS & Cie. bietet seinen rund 16.000 Vermittlern ab sofort die kilometerbasierten Kfz-Policen des Start-ups Emil an. Zudem ist die neue Telematik-Versicherung auf dem Onlineportal Geld.de verfügbar, das ebenfalls zur Muttergesellschaft des Maklerpools JDC Group gehört. Die Police, bei der die Gothaer als Risikoträger fungiert, ist für Autobesitzer konzipiert, die im Jahr nur wenige Fahrkilometer zurücklegen. Sie sollen bei Emil bis zu 450 Euro pro Jahr sparen.

Waldbrände kosten Milliarden

Die Waldbrände in Kalifornien entwickeln sich zu einem Milliardenschaden für die Versicherungswirtschaft. Morgan Stanley erwartet eine Belastung von bis zu 4 Mrd. Dollar. Bedroht sind Gebäude im Wert von 18 Mrd. Dollar, so das Analyseunternehmen Corelogic. Bislang sind mehr als 7.000 Gebäude zerstört. Neben den hoch exponierten US-Erstversicherern sind auch Rückversicherer betroffen.

BaFin fühlt Rückversicherern auf den Zahn

Die Finanzaufsicht BaFin hat eine Analyse der Prämiensituation in der Rückversicherung für das kommende Jahr angekündigt. Versicherungsaufseher Frank Grund erhofft sich davon Rückschlüsse auf die Angemessenheit des Geschäftsmodells der klassischen Rückversicherer. Die Gesellschaften leiden schon seit längerem unter einem sehr niedrigen Prämienniveau. Grund warnte Rück-, aber auch Erstversicherer davor, sich zu viele Cyberrisiken aufzuladen. Genau hinschauen will die BaFin auch, wenn Lebensversicherer als Variante des internen Run-offs Risiken auf Rückversicherer übertragen.

Ergo investiert in Mobilitätsplattform

Die Düsseldorfer Ergo-Gruppe beteiligt sich an dem US-Mobilitätsdienstleister Ridecell, der Firmen beim Aufbau eines eigenen Angebots für Carsharing oder Mitfahrgelegenheiten unterstützt. Ergo wird die Ridecell-Kunden versichern, will aus der Kooperation aber vor allem für die Digitalisierung lernen. Für Investitionen in schon etablierte Start-ups hat der Versicherer einen neuen 100 Mio. Euro schweren Fonds aufgelegt. Die Ridecell-Beteiligung macht den Auftakt, über die Höhe schweigt sich Ergo aus.

Managementsysteme: Ich sehe was, was du nicht siehst

 The Long View – Der Hintergrund  Industrieunternehmen haben seit vielen Jahren zertifizierte Managementsysteme im Einsatz. Sie bilden die gesamte Prozesslandschaft ab und stellen interne wie externe Qualität sicher. Die Systeme leisten auch einen wichtigen Beitrag bei der Risikosteuerung. Dennoch tun sich Versicherer schwer, sie bei ihrem Underwriting zu berücksichtigen. Die Anbieter sollten umdenken. So tief wie die Zertifizierer, welche die Managementsysteme einmal jährlich auditieren, dringt kein Risikoingenieur eines Versicherers ins Innerste des Unternehmens vor.

Buberls Rezept für den Wettbewerb mit Amazon

Axa-Chef Thomas Buberl glaubt nicht daran, dass Europa noch in der Lage sein wird, digitale Champions wie Google oder Amazon aufzubauen. Stattdessen sollte der Kontinent seine Stärken ausnutzen, zu denen die Existenz großer traditioneller Unternehmen gehört, sagte er beim Wirtschaftsgipfel der SZ in Berlin. In die Digitalisierung dieser Unternehmen müsse investiert werden. Buberl ist überzeugt davon, dass die Internetgrößen in den Versicherungsmarkt kommen werden. Mit ihnen müsse man kooperieren und aus den Rivalen von morgen Kooperationspartner von heute machen. Buberl trat für die Schaffung eines Datenpools verschiedenster Unternehmen ein, um den Internet-Riesen mit ihren Datenbeständen begegnen zu können.

DFV startet betriebliche Pflegezusatzversicherung

Die Deutsche Familienversicherung (DFV) hat eine betriebliche Pflegezusatzversicherung im Rahmen des Sozialpartner-Modells entwickelt. Zusammen mit der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) und dem Düsseldorfer Henkel-Konzern startet die DFV das Angebot „Care Flex“ für alle rund 9.000 Henkel-Mitarbeiter in Deutschland. Der Schutz ist für die Angestellten in der Basis-Variante kostenlos, gegen Aufpreis lassen sich Leistungen ergänzen und Familienmitglieder mitversichern. Die Pflegezusatzversicherung wurde von IG BCE und Henkel tarifvertraglich geregelt. Finanziert wird der Schutz über einen arbeitgeberfinanzierten Demografie-Fonds.

Hannover Rück-Vorstand Gräber verstorben

Der Rückversicherer Hannover Rück hat einen Todesfall zu beklagen: Der langjährige Vorstand Jürgen Gräber ist am 9. November plötzlich und unerwartet im Alter von 62 Jahren verstorben. Der kundige Rückversicherungsexperte, der bei Zedenten einen ausgezeichneten Ruf genoss, war insgesamt 37 Jahre für den Konzern tätig. Der Aufsichtsrat will sich zeitnah mit einer Nachfolgeregelung befassen.

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