Die seit einem Jahr geltende Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) hat beim Allianz-Industrieversicherer AGCS für einen kräftigen Prämienanstieg in der Cyberversicherung gesorgt. 2018 kam die Allianz-Tochter auf ein Prämienvolumen in zweistelliger Millionenhöhe, im laufenden Jahr dürfte es ein dreistelliger Millionenbetrag werden. Viele Firmen, die lange mit dem Abschluss einer Cyberversicherung gezögert hatten, haben dies in den vergangenen Monaten nachgeholt. Weil die Markdurchdringung dieser Policen in Europa im Vergleich mit den USA immer noch gering ist, rechnet AGCS weiter mit starkem Wachstum in dem Segment. Neben den Folgekosten nach einem Cybervorfall drohen Firmen auch im Zuge der DSGVO drastisch erhöhte Bußgelder.
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Luftfahrtversicherer zahlen Millionen für Vogelschlag
Zusammenstöße von Flugzeugen und Vögeln verursachten von 2013 bis 2018 weltweit versicherte Schäden von 300 Mio. Euro. 956 Schadensfälle gingen in dem Zusammenhang bei Versicherern ein. Das zeigt eine Untersuchung von Allianz Global Corporate and Specialty. Die wirtschaftlichen Folgen der Vorfälle schätzt die Allianz-Tochter auf bis zu 1,1 Mrd. Euro. Insgesamt machten Luftfahrtschäden durch Kollisionen, Abstürze und vergleichbare Unglücke wertmäßig 14 Prozent der untersuchten Industrieschäden aus.
AGCS verteidigt Vorgehen bei Silent Cyber
Der Industrieversicherer Allianz Global Corporate & Specialty (AGCS) prüft seine Versicherungsverträge zurzeit auf Silent Cyber-Risiken. Darunter versteht die Branche versteckte Cyberrisiken, die nicht explizit in der Policen erwähnt werden. Kunden sollen danach erfahren, ob diese Risiken in Zukunft von ihren Verträgen gedeckt werden oder nicht. Andere Industrieversicherer gehen ähnlich vor. Das sorgt bei der Industrie für Unverständnis. AGCS-Cyberexperte Jens Krickhahn hat das Vorgehen der Branche jetzt auf einer Konferenz des Gesamtverbands der versicherungsnehmenden Wirtschaft in Köln verteidigt. Die Risiken hätten sich in den vergangenen 25 Jahren deutlich verändert.
Allianz macht Ernst mit AGCS-Euler-Fusion
Die Allianz hat einen Unternehmensberater beauftragt, die konkreten Pläne für die Fusion der Allianz Global Corporate & Specialty mit Euler Hermes zu erarbeiten. Bis Mitte des Jahres soll Oliver Wyman einen Fahrplan vorlegen. Bei der Fusionsvorbereitung wird die Tätigkeit beider Unternehmen insgesamt auf dem Prüfstand stehen. Es kann dabei auch noch Veränderungen im Geschäftszuschnitt geben, glauben Insider.
„Wir werden erschlagen von Schadensfällen“
Der Freiburger Versicherungsmakler Südvers ist seit vielen Jahren in Familienbesitz und will es auch bleiben. Im Interview mit dem Versicherungsmonitor erteilt Mit-Geschäftsführer Florian Karle Kauf- und Übernahmeangeboten von Konkurrenten eine klare Absage. Er erklärt außerdem, woher die hohen Schäden in der Managerhaftpflicht kommen, was er von den Sanierungsbemühungen großer Anbieter in der Feuerversicherung hält und was ihn an Mitbewerbern und Industrieversicherern ärgert.
Durchatmen im Goldrausch
The Long View – Der Hintergrund 60 Prozent aller Cyberattacken lassen sich im Ursprung auf Teile der Lieferketten zurückverfolgen; in 92 Prozent der Fälle sind kleine Unternehmen dafür verantwortlich. Kein Wunder, dass deutsche Unternehmer neben Cybervorfällen Betriebs- und Lieferkettenunterbrechungen als größte Gefahren für ihr Geschäft ansehen und verstärkt Versicherungsschutz nachfragen. Die meisten Versicherer agieren vorsichtig, gleichwohl treibt die Goldgräberstimmung im noch jungen Cyberversicherungsmarkt mitunter auch zweifelhafte Produktblüten. Auf dem Weg zum Cybermassenmarkt sind für Kunden und Versicherer gleichermaßen tragfähige Konzepte gefordert.
Armon: „Versicherer haben deutlich Blut gelassen“
Der Finanzskandal in Australien sowie Sammelklagen in den USA haben einige D&O-Versicherer zuletzt viel Geld gekostet. Den nur auf dem deutschen Markt tätigen Anbietern geht es dagegen deutlich besser, sagt Marcel Armon, Geschäftsführer des Maklers Howden Germany, im Interview mit Süddeutscher Zeitung und Versicherungsmonitor. Zwar konnten sich die Versicherer mit Forderungen nach Prämienerhöhungen auf dem deutschen Markt kaum durchsetzen, für einige Unternehmen ist es dennoch schwerer geworden, Versicherungsschutz zu bekommen.
Mauthe neuer Deutschland-Chef der AGCS
Leute – Aktuelle Personalien Allianz Global Corporate & Speciality, der Industrieversicherer der Allianz, besetzt den vakanten Chefposten für das Deutschlandgeschäft aus den eigenen Reihen. Ab 1. April wird Hans-Jörg Mauthe für die Aktivitäten in Deutschland, Österreich, Schweiz und Osteuropa verantwortlich sein. Er war bislang als Head of Market Management für dieselbe Region zuständig. Sein Vorgänger Andreas Berger ist zur Swiss Re gewechselt.
Die Leiden der Industrieversicherer
Herbert Frommes Kolumne Am Mittwoch hat sich auch Swiss Re-Chef Christian Mumenthaler geoutet: Er findet die Zahlen seines Industrieversicherers „sehr enttäuschend“. Zuvor war Allianz-Chef Oliver Bäte die Allianz Global Corporate & Specialty öffentlich rüde angegangen. Einige Marktteilnehmer ziehen sich ganz zurück, zum Beispiel die spanische Mapfre. Der HDI kündigt – nicht zum ersten Mal – eine Sanierung des Feuergeschäfts an. Ergos Versuch, einen eigenen Industrieversicherer zu bauen, scheitert. Was ist los in der Industrieversicherung?
Allianz meldet Rekordergebnis
Der Allianz-Konzern hat 2018 zur Zufriedenheit des Vorstandsvorsitzenden Oliver Bäte einen Rekordgewinn erzielt. Das operative Ergebnis stieg um 3,7 Prozent auf 11,5 Mrd. Euro. Vor allem in der Schaden- und Unfallversicherung legte der Konzern zu, während er in der Lebensversicherung wegen der wackelnden Kapitalmärkte einen Gewinnrückgang hinnehmen musste. Die Aktionäre erhalten eine höhere Dividende, außerdem gibt der Versicherer bis zu 1,5 Mrd. Euro für ein Aktienrückkaufprogramm aus.
Großes Potenzial für KI im Schadenbereich
Versicherungsmonitor – Analyse Mit künstlicher Intelligenz (KI) wollen Versicherer wie die Allianz-Tochter AGCS ihr Schadenmanagement beschleunigen und Versicherungsbetrug effektiver bekämpfen. Berater Stephan Maier vom Beratungsunternehmen EY Innovalue hält das Potenzial für enorm. Er rät Versicherern, sich nach interessanten Kooperationspartnern umzusehen und prophezeit eine dritte Insurtech-Welle aus dem Dienstleistungsbereich. Sein früherer Kollege Nils Mahlow tritt mit seinem frischgegründeten Unternehmen Claimsforce für mehr Kundenzufriedenheit und niedrigere Kosten im Schadenfall an.
Dem Excel-Sheet den Kampf ansagen
Neue Technologien werden in der Industrieversicherung noch viel zu wenig eingesetzt, kritisiert Marcus Reichel, Risikomanager beim Baustoffhersteller Knauf. Die Versicherer nutzen vorhandene Daten zu wenig zum Nutzen der Kunden, sagte er auf der Euroforum Haftpflicht-Konferenz in Hamburg. Außerdem werde immer noch zu viel mit Excel-Dateien gearbeitet, das führe zu vielen Fehlern. Die öffentliche Ankündigung einiger Versicherer, die Prämien in der D&O-Versicherung zu erhöhen, hält er für den falschen Weg.
Wie geht es mit D&O weiter?
Was die Woche bringt An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: Neujahrsempfang der Allianz, GDV-Jahrespressekonferenz und Euroforum-Haftpflichttagung
Lohrmanns Verunsicherung CCLXXX
An dieser Stelle nimmt sich unser Zeichner Konrad Lohrmann jeden Freitag ein Thema aus der Branche vor. Heute: Allianz-Chef Oliver Bäte hat die Problemzonen identifiziert.













