Archiv ‘Assekuradeur’

Wefox bekommt erneut frisches Geld

Mit einer Finanzspritze von 151 Mio. Euro will sich das angeschlagene Insurtech Wefox neu aufstellen. Das Unternehmen will sich künftig mit Dienstleistungen als Managing General Agent und im Versicherungsvertrieb positionieren. Wefox ist zurzeit in Österreich, den Niederlanden und der Schweiz aktiv und optimistisch, im laufenden Jahr wieder profitabel zu werden. Wefox-Chef Joachim Müller zieht auch in den Verwaltungsrat ein.

Coalition: Dynamische Preise und schlanke Fragebögen

 Exklusiv  Seit rund einem Jahr ist der US-Cyber-Assekuradeur Coalition auch in Deutschland aktiv. Das Unternehmen setzt auf Sicherheitsscans, schlanke Fragebögen und Honeypots für Hacker. Im Interview mit dem Versicherungsmonitor spach Martin Swider, Head of Business Development für Coalition in Deutschland, darüber, wie das dynamische Pricing von Coalition funktioniert, und warum das Unternehmen glaubt, Einfallstore für Hacker besser als die Konkurrenz erkennen zu können. 

Ammerländer ordnet Führung von Agencio neu

 Leute – Aktuelle Personalien  Der Assekuradeur Agencio, eine Tochter der Ammerländer Versicherung, hat Arend Arends (Bild) in den Vorstand geholt. Er führt das Unternehmen gemeinsam mit Vorstandssprecher Gerold Saathoff, der Gründer Holger Koppius wird es Ende Juli verlassen. Außerdem: Bei der Kieler Rück ist David Aksöz zum Vorstand aufgestiegen, er kam vor fünf Jahren als Werkstudent zu dem Rückversicherungsverein. Personelle Neuigkeiten gibt es auch bei Prudential und der Lloyds-Plattform Ki Financial.

Emil geht in die Schweiz

 Exklusiv  Der Berliner Software-Anbieter Emil gründet eine Tochtergesellschaft in der Schweiz. Das einstige Assekuradeurs-Start-up agiert inzwischen als Anbieter von Software-as-a-Service für Versicherer. 2024 hat das Unternehmen die Software für das Versicherungsangebot des Kommunikationskonzerns Swisscom geliefert. Das hat im Nachbarland das Interesse an Emil verstärkt. Der bisherige Swisscom-Manager Pierre Cuany arbeitet künftig für die Berliner Gruppe.

Die Zeit der Jungversicherer ist vorbei

 Kommentar  Mit dem Insurtech Getsafe hat sich ein weiteres Start-up aus dem Versicherungsgeschäft verabschiedet. Das Unternehmen will seine Versicherungslizenz zurückgeben und künftig nur noch als Assekuradeur auftreten. Damit fällt es auch aus dem Aufsichtsbereich der BaFin heraus. Ob die für Vermittler zuständigen Industrie- und Handelskammern einen besseren Job als die BaFin machen, sei dahingestellt. Jedenfalls werden die Informationen über die Geschäftslage von Insurtechs spärlicher werden.

Getsafe gibt Lizenz zurück

Getsafe will künftig nur noch als Assekuradeur am Markt auftreten. Seine Versicherungslizenz wird das Insurtech aus Heidelberg zurückgeben, kündigte Gründer und Vorstandschef Christian Wiens jetzt an. Die Lizenz sei für das weitere Wachstum nicht nötig, begründet er den Strategiewechsel. Stattdessen will der Digitalversicherer sich auf den Einsatz von künstlicher Intelligenz konzentrieren.

Baobab bekommt 12 Mio. Euro

 Exklusiv  Der Cyber-Assekuradeur Baobab hat 12 Mio. Euro eingesammelt. Mit der Finanzspritze wollen die Berliner die KI-basierte Technologie für Risikosteuerung ausbauen, das Team vergrößern und europaweit expandieren. Zu den Investoren gehören Viola Fintech, eCapital sowie der Ex-Allianz-Manager Christof Mascher. Baobab bietet eine Kombination von Cyberversicherungen mit aktiver Prävention und KI-Monitoring an. Das hat laut Mitgründer und Geschäftsführer Vincenz Klemm bereits Schäden in Millionenhöhe verhindert. Ein Verkauf sei kein Thema für Baobab, sagt Klemm.

Assekuradeur Corvus in Deutschland vor Verkauf

Der US-Versicherer Travelers hatte Anfang vergangenen Jahres den Cyber-Assekuradeur Corvus übernommen. Jetzt wollen die Amerikaner sich vom Geschäft der deutschen Niederlassung in Frankfurt am Main trennen, heißt es im Markt. Der deutsche Cyber-Markt ist in Bewegung geraten. Der Wettbewerb ist hoch, die Preise sinken. Die Insolvenz des Cyber-Assekuradeurs Cogitanda hat zusätzlich für Unruhe gesorgt.

Attikon hat Großes vor

 Exklusiv  In fünf Jahren will der Makler-Konsolidierer Attikon sein Volumen verdreifachen. Noch in diesem Jahr soll ein Assekuradeur gekauft oder gegründet werden. Im Interview mit dem Versicherungsmonitor spricht CEO Thomas Michels darüber, warum die Konsolidierung weitergeht, warum Unternehmenskredite deutscher Banken für Zukäufe wenig praktikabel sind und wie Attikon die 25 übernommenen Maklerfirmen führt.

Dual wirbt Hamburger Transport-Team ab

 Leute – Aktuelle Personalien  Der Hamburger Assekuradeur Dual hat beim Konkurrenten Wecoya gewildert und ein Team von drei Transportversicherungsspezialisten abgeworben. Der erfahrene Underwriter Klaus Weber soll jetzt eine Marine-Einheit in Hamburg aufbauen. Dual wächst stark und expandiert in neue Geschäftsfelder. Im Transport-Geschäft ist das Unternehmen bereits mit Einheiten in Genua und Rotterdam aktiv. Außerdem: Die Stuttgarter bekommt eine neue Nachhaltigkeitsbeauftragte.

Getsafe Insurance erzielt 2024 erstmals Gewinn

Das Insurtech Getsafe hat mit seinem Versicherer erstmals einen versicherungstechnischen Gewinn erzielt. Die Gesellschaft profitierte von einem deutlich höheren Ergebnis in der Haftpflichtsparte und einer erheblichen Verringerung des Verlustes im Geschäft mit Tierkrankenpolicen. Das zeigt der aktuelle Bericht über Solvabilität und Finanzlage. Die Heidelberger blicken zuversichtlich in die Zukunft und wollen in weitere europäische Länder expandieren.

Element: 11.000 Forderungen und eine Klage

Zahlreiche Versicherungsnehmer des Insurtechs Element sind der Aufforderung gefolgt, noch offene Schadenansprüche und Prämienrückerstattungen beim Insolvenzverwalter Friedemann Schade anzumelden. Er berichtet im Nachgang zur ersten Gläubigerversammlung von 11.000 Forderungen und rechnet in den kommenden Wochen mit einer weiterhin hohen Anzahl an Anmeldungen. Zudem hat Schade ein Partnerunternehmen von Element verklagt, das sich weigert, seinen Pflichten in Sachen Vertragsbetreuung und Schadenregulierung nachzukommen.

GGW Group: Große Ziele, neue Führungsstruktur

 Exklusiv  Der Makler GGW Group hat seine Führungsstruktur unter Beibehaltung des bestehenden Teams verändert. Gründer und Geschäftsführer Tobias Warweg (links im Bild) und Geschäftsführer Moritz Rutt treten jetzt nicht mehr als Co-CEOs auf. Rutt ist CEO und kümmert sich um das organische Wachstum, Warweg als Geschäftsführer um Zukäufe. Hier hat die Gruppe viel vor: Sie will in den wichtigsten kontinentaleuropäischen Märkten zu den Top 3 gehören und auch in Deutschland weiter akquirieren.

Pickel wird Executive Chair bei Gallagher Re

 Leute – Aktuelle Personalien  Michael Pickel, ehemaliger Vorstandschef der E+S Rück und Vorstand bei der Hannover Rück, ist seit 1. April neuer „Executive Chair“ für Italien und die DACH-Region beim Rückversicherungsmakler Gallagher Re. Außerdem: Allianz Direct hat Giampaolo Caprice in den Vorstand berufen. Der BVK begrüßt einen neuen strategischen Berater aus der Politik. Der Industrieversicherer Axa XL hat in Köln einen neuen Head of Specialty ernannt, die Newline Europe Versicherung erweitert ihren Vorstand, und bei der Schweizer Finanzaufsicht Finma gibt es Umstrukturierungen.

Herausforderndes Assekuradeursgeschäft

Assekuradeure oder Managing General Agents (MGA) sind im Trend. Den aktuellen MGA-Hype könne er allerdings nicht nachvollziehen, erläuterte Ecclesia-Chef Jochen Körner bei einer Konferenz des Spezialmaklers Finlex. Dass das Assekuradeursgeschäft herausfordernd ist, berichtete Rainer Gelsdorf von der Württembergischen – die als einer der Risikoträger des insolventen Cyber-Assekuradeurs Cogitanda in dem Bereich jetzt besonders gründlich hinschaut.

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