Wochenspot – der Podcast Regelmäßig gibt es den Versicherungsmonitor auch zum Hören. In dieser Ausgabe des Wochenspots sprechen Chefredakteurin Friederike Krieger und Berlin-Korrespondent Jonas Tauber über die Bundestagswahl. Sehr zum Leidwesen der Versicherer hat es ihre Lieblingspartei FDP nicht ins Parlament geschafft. Was die neuen Mehrheitsverhältnisse für die Versicherungsbranche bedeuten.
Waldbrände kosten Munich Re 1,2 Mrd. Euro
Die schweren Brände in Los Angeles im Januar 2025 werden den Rückversicherer Munich Re voraussichtlich mit 1,2 Mrd. Euro belasten. Munich Re-Chef Joachim Wenning sprach vom teuersten Waldbrandschaden in der Geschichte der Munich Re und des Versicherungsmarktes insgesamt. Dennoch will der Rückversicherer nicht von seinem Ziel abrücken, in diesem Jahr einen Gewinn nach Steuern von 6 Mrd. Euro zu erwirtschaften. Schon im vergangenen Jahr hat die Munich Re 5,7 Mrd. Euro verdient, rund 700 Mio. Euro mehr als ursprünglich geplant.
KI und Cybersicherheit müssen keine Gegensätze sein
Meinung am Mittwoch Die rasante Entwicklung von künstlicher Intelligenz (KI) macht auch vor der Versicherungsbranche nicht halt. Gerade im Bereich der Cybersicherheit sollten Versicherer die neue Technologie jedoch nicht vornehmlich als Risiko, sondern vielmehr als Wettbewerbsvorteil sehen und neue, anpassungsfähige Produkte für ihre Kunden entwickeln. Der Schlüssel liegt in anpassungsfähigen Versicherungen für komplexe Risiken, die im Bestfall Schutz vor neu auftretenden und bisher unbekannten Risiken durch KI bieten.
Der Schlüssel zur Cyber-Resilienz
The Long View – Der Hintergrund Cyberversicherungen sind längst mehr als ein reiner Transfer von IT-Risiken. Prävention, Notfallmanagement und die kontinuierliche Risikobewertung sind zentrale Bausteine einer modernen Cyberstrategie und nachhaltigen Cyberversicherung. Insbesondere die ganzheitliche Unterstützung im Ernstfall durch Versicherer und ihre Partner, das sogenannte Incident Response Management, ist einer der Schlüssel zur Cyber-Resilienz.
Cyber: Risikomanager sind der Schlüssel
Cyberangriffe sind für Unternehmen bedrohlicher denn je. Risikomanagern fällt es oft nicht leicht, der Fülle an EU-Regularien zu entsprechen und gleichzeitig das Krisenmanagement zu leiten. Dabei kommt ihnen eine entscheidende Rolle zu, finden Experten der Vereinigung der europäischen Risikomanager Ferma und des Maklers und Beraters WTW. Sie haben Empfehlungen und Forderungen erarbeitet, um die EU-Regulierungslandschaft und das Risiko- und Versicherungsmanagement unter einen Hut zu bringen.
Marsh: Industrie-Index zeigt weiter sinkende Preise
International sind die Prämien in der Industrieversicherung im vierten Quartal 2024 das zweite Mal in Folge leicht gesunken. Davor waren sie seit dem dritten Quartal 2017 kontinuierlich gestiegen. Die Preisentwicklung verläuft je nach Sparte und Region sehr unterschiedlich. Bei Financial Lines und Cyber sinkt das Prämienniveau weiter deutlich. In der Haftpflichtversicherung steigen die Preise dagegen weltweit weiter, allerdings in geringerem Ausmaß als zuletzt.
Wiens warnt Versicherer vor Fachkräftemangel
Die Finanzaufsicht BaFin sieht Personalengpässe bei Pensionskassen und -fonds durch den Fachkräftemangel. Auch Versicherer sollten das Thema nicht auf die leichte Schulter nehmen, mahnt Versicherungsaufseherin Julia Wiens beim Neujahrsempfang der Assekuranz in Frankfurt. Der Fachkräftemangel ist aber nicht das einzige Risiko für die Branche. Auch Kreditausfälle und die Folgen neuer Technologien können für die Versicherer zum Problem werden. Entspannung sieht Wiens bei den Kfz-Versicherern.
Dual verzichtet für neues Cyberprodukt auf Fragebögen
Der Assekuradeur Dual will mit einem neuen Cyberprodukt bisher nicht versicherbaren Unternehmen eine Cyberdeckung ermöglichen. Dafür kooperiert er mit zwei Cybersicherheitsdienstleistern, die die nötigen technischen Mindestanforderungen sicherstellen. Damit will Dual für kleine und mittelgroße Unternehmen auf die lästigen Fragebögen verzichten. Auch bei anderen Assekuradeuren sind die Fragenkataloge ein Auslaufmodell. Sie setzen für die Risikoprüfung allerdings auf andere Wege.
Blick auf die Weltwirtschaft
Was die Woche bringt An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: der Weltwirtschaftsgipfel in Davos, der Cyber Insurance Talk des Instituts für Versicherungswesen und die Jahresvorschau des IT-Dienstleisters Earnix
Versicherer müssen bei DORA noch nachsitzen
Exklusiv Seit dem 17. Januar gelten die Regeln des Digital Operational Resilience Act (DORA), der die europäischen Finanzunternehmen weniger anfällig für IT-Risiken machen soll. Im Interview mit dem Versicherungsmonitor sprachen Frank Püttgen, Partner bei KPMG Law, und Caroline Sieveritz, Senior Managerin und Prokuristin im Bereich Technology & IT-Compliance von der KPMG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, über die größten Hürden, die Probleme für kleine Versicherer und darüber, wie viele Versicherer die Anforderungen noch nicht erfüllen.
AIG ernennt neue Führungskräfte für die DACH-Region
Leute – Aktuelle Personalien AIG besetzt vier Führungspositionen für den deutschsprachigen Raum neu, eine davon mit einem Neuzugang: Bernd Meyer kommt von der Mannheimer Versicherung und wird Head of Marine DACH bei AIG. In Kanada muss AIG dagegen einen Manager ziehen lassen. Er geht zu HDI Global und baut dort die Unfall- und Krankenversicherung auf.
Blau Direkt legt Fokus auf IT
Leute – Aktuelle Personalien Der Maklerpool Blau Direkt hat nach rund zwei Jahren einen neuen Chief Technology Officer (CTO) ernannt. In den Jahren 2023 und 2024 gab es nur einen Interims-Manager. Nun soll Sasha Justmann als neuer CTO unter anderem die Softwareentwicklung verantworten. Außerdem hat Eucon Digital einen neuen Geschäftsführer. Personelle Neuigkeiten gibt es auch bei Inter, Zeb und Stoïk.
Cyberattacken bleiben Hauptrisiko für Unternehmen
Meinung am Mittwoch Das diesjährige Allianz Risikobarometer zeigt, dass Unternehmen jeglicher Größe Cybervorfälle zum vierten Mal in Folge als Top-Risiko einschätzen. Vor allem die zunehmende Abhängigkeit von neuen Technologien sowie die rasante Entwicklung der künstlichen Intelligenz beschäftigt die Firmen. Größte Sorge sind jedoch weiterhin Datenpannen oder Ransomware-Angriffe. In Deutschland treiben die Unternehmen neben Cyber und Betriebsunterbrechungen vor allem Naturkatastrophen um.
Leue & Nill verstärkt Geschäftsführung
Leute – Aktuelle Personalien Der Dortmunder Makler Leue & Nill erweitert seine Geschäftsführung um Torben Ristau (Bild rechts), der viele Jahre lang die Hamburger Einheit der Gruppe leitete. Leue & Nill ist einer der größten deutschen Makler, die sich noch in Familienbesitz befinden. Ristau ist erst das zweite Nicht-Familienmitglied in der Geschäftsführung des Maklers. Außerdem: Stoïk wildert beim insolventen Konkurrenten Cogitanda und weitere Wechsel bei RIMS, Axekuranz und Clyde & Co.











