Archiv ‘Cyber’

Swiss Re: Es liegt ein weiter Weg vor uns

Die Rückversicherer müssten 40 bis 100 Mrd. Dollar (36 bis 90 Mrd. Euro) mehr verdienen, nur um auf den langfristigen Durchschnitt der Kapitalkosten zurückzukehren, rechnet Swiss Re-Vorstand Urs Baertschi vor. Damit kontert er Begehrlichkeiten von Maklern und Kunden, die auf Preissenkungen pochen. Auch die Risikoteilung zwischen Rück- und Erstversicherern soll gleichbleiben. Wachstumschancen erhofft sich Swiss Re in der Sachsparte, der technischen Versicherung und in Cyber.

Howden Re: Solar ist das neue Öl

Der Rückversicherungsmakler Howden Re sieht viel Potenzial für Rückversicherer in erneuerbaren Energien. Nicht nur weil umweltfreundliche Energiegewinnung essenziell ist, um unseren Planeten zu retten, sondern auch aus wirtschaftlichen Gründen seien Solar, Wind und Co. eine rentable Alternative zu fossilen Brennstoffen, schreibt Howden Re in einem aktuellen Bericht.

Cyber: Stabilität wichtiger als Preise

Der Wettbewerb in der Cyberversicherung wird intensiver, die Preise sinken wieder. Dafür sorgen auch die zahlreichen Assekuradeure, die auf den Markt kommen. Während manche Kunden die Preissenkungen dankbar mitnehmen, nutzen andere Unternehmen sie, um in den vergangenen Jahren reduzierte Kapazitäten wieder einzukaufen, hieß es auf dem GVNW-Symposium zur Industrieversicherung. Statt niedriger Prämien seien manchen Unternehmen allerdings langfristig stabile Preise und die Bereitschaft der Versicherer zu mehrjährigen Verträgen wichtiger.

Munich Re: Branche hat in der US-Haftpflicht versagt

Beim Rückversicherungstreffen in Monte Carlo sind die steigenden Schäden in der US-Haftpflichtversicherung ein großes Thema. Rück- und Erstversicherer haben in dem Bereich in den vergangenen Jahren einiges falsch gemacht, glaubt die Munich Re. Den Anbietern sei es nicht gelungen, Schaden- und Inflationstrends richtig einzuschätzen, monierte Vorstand Stefan Golling. Zudem hätten sie viel zu lange einen weichen Markt toleriert. Das könne nicht so weitergehen.

GDV: Versicherte Cyberschäden steigen deutlich

Die Cyberversicherer in Deutschland bekommen deutlich zu spüren, dass sich die IT-Bedrohungslage hierzulande zuletzt verschärft hat, berichtet der Versichererverband GDV. Die Schaden- und Kostenquote, die 2022 bei profitablen 77,7 Prozent gelegen hatte, ist im vergangenen Jahr um knapp 20 Prozentpunkte gestiegen. Die GDV-Zahlen bilden den Markt allerdings nicht vollständig ab, in der Statistik fehlt unter anderem die Allianz-Industrieversicherungstochter AGCS, die kein Verbandsmitglied ist.

GVNW: Plattform-Gründung auf der Zielgeraden

Die von der deutschen Industrie geplante Plattform zum Austausch von Risikodaten in der Industrieversicherung hat gute Chancen, Realität zu werden. Das Projekt sei auf der Zielgeraden, sagte Patrick Fiedler, Chef des Gesamtverbands der versicherungsnehmenden Wirtschaft (GVNW) auf dem Fachsymposium des Verbands in Unterschleißheim bei München. Das Thema Nachhaltigkeit sorgt unterdessen weiter für Konflikte zwischen Industrieversicherern und ihren Kunden. Fiedler beklagte „zu viel Peitsche und zu wenig Zuckerbrot“.

Swiss Re Corso: Keine falschen Versprechen machen

 Exklusiv  Michael Rüsch leitet seit April die DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) beim Industrieversicherer Swiss Re Corporate Solutions. Zuvor war er für die Schweiz verantwortlich. Im Interview spricht er über die Gründe für die Zusammenlegung der Regionen, die aktuelle Marktentwicklung und darüber, warum sein Unternehmen bei Cyber-Risiken eher zurückhaltend ist und Kunden lieber den Risikoappetit klar kommuniziert, statt falsche Hoffnungen zu wecken.

Marsh ist angriffslustig

 Exklusiv  Der Großmakler Marsh will in Deutschland weiter kräftig wachsen und schließt auch Zukäufe nicht aus. Das sagte Deutschlandchef Jens Florian-Jansen im Interview mit dem Versicherungsmonitor. Das Ziel ist klar: Statt wie bisher die Nummer vier zu sein will der Makler die Nummer eins oder zwei im Markt werden. Florian-Jansen spricht über die Preise in der Industrieversicherung, die in Cyber und D&O sinken, über das Fachpersonal und die Frage, ob Marsh große Mandate verliert.

Wieder mehr Appetit in D&O und Cyber

Die Lage der D&O- und der Cyberversicherer hat sich zuletzt etwas beruhigt. In beiden Sparten zeichnen die Anbieter wieder mehr Neugeschäft, die Preise entspannen sich vor allem in der D&O-Versicherung. Zu dem Ergebnis kommt der Makler und Plattformbetreiber Finlex in einem aktuellen Bericht. In der Cybersparte hat demnach vor allem die intensive Beschäftigung aller Seiten mit dem Risiko zu einer Beruhigung des Marktes geführt.

Newline: Zufrieden in der Nische

 Exklusiv  Der Industrieversicherer Newline in Köln ist als D&O-Spezialist bekannt, hat aber mehr als Financial Lines zu bieten. Vor Kurzem ist der Versicherer in den Cybermarkt eingestiegen. Newline-Deutschlandchef Manuel Wirtz erklärt im Interview mit dem Versicherungsmonitor, warum das Unternehmen als einige von wenigen Gesellschaften in Deutschland klinische Studien versichert, warum die Preise in Cyber und D&O wieder fallen, und wieso die Mitarbeiter bei Newline ihre Stifte auch mal selbst bestellen müssen.

Hiscox: Keogh übernimmt nach Tod von Bloomer

 Leute – Aktuelle Personalien  Nach dem verheerenden Yacht-Unglück vor Sizilien vor einer Woche, bei dem unter anderem der Hiscox-Verwaltungsratschef Jonathan Bloomer sein Leben verlor, hat der britische Versicherer Colin Keogh (Bild), seit 2015 im Verwaltungsrat, interimsweise zu Bloomers Nachfolger ernannt. Außerdem: Der Krankenhaushaftpflicht-Spezialist Relyens hat eine neue Cyber Risk Managerin in Deutschland, und der Spezial-Assekuradeur Nexus Underwriting baut in den USA eine neue Einheit.

Bescheidenes Wachstum im ILS-Markt

Bei der Emission von neuen Katastrophenanleihen werden derzeit alle Rekorde geknackt. Doch der übrige Markt für Versicherungsverbriefungen (Insurance-Linked Securities, ILS), über den Investoren in den Rückversicherungsmarkt investieren können, entwickelt sich laut einer Analyse der Ratingagentur A.M. Best längst nicht so rasant. Die Rückversicherer dürfte das freuen, denn ein nicht so starker Zustrom alternativen Kapitals bedeutet auch weniger Druck auf die Preise.

Scor zentralisiert Asien-Geschäft

 Leute – Aktuelle Personalien  Der Rückversicherer Scor bündelt sein Leben- und Krankengeschäft (L&H) im asiatisch-pazifischen Raum und ernennt Chloe Wang zur Leiterin der neuen Einheit Scor L&H APAC. Außerdem: Der US-Assekuradeur Cowbell hat ein neues Vorstandsmitglied, und die Cover-More Blue Insurance Services in Irland begrüßt einen neuen Geschäftsführer.

WordPress Cookie-Hinweis von Real Cookie Banner