Archiv ‘Cyberversicherung’

Perseus: „Cyber ist ein ewiges Katz-und-Maus-Spiel“

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Ransomware-Attacken und kompromittierte Geschäfts-E-Mails machen dem Cyberdienstleister Perseus derzeit am meisten zu schaffen. Wenn IT-Systeme gekapert werden, kann das schnell zur Existenzbedrohung werden, sagt Sören Brokamp, Geschäftsführer des Cyberdienstleisters Perseus. Im Interview mit dem Versicherungsmonitor erläutert er, was er mit Perseus vorhat, wie die Zusammenarbeit mit den Gesellschaftern aussieht und was bei vielen Firmen im Umgang mit Cybergefahren das größte Problem ist.

BaFin: Neue Regeln für Cyber-Rückstellungen

Mit Schwankungsrückstellungen gleichen Versicherer Schwankungen im Schadenverlauf zwischen verschiedenen Jahren aus. Gesellschaften, die eigenständige Cyberpolicen anbieten, müssen für das Bilanzjahr 2025 noch keine Rückstellungen bilden, stellt die BaFin klar. Wenn sie bestimmte Voraussetzungen erfüllen, dürfen Versicherer den Puffer aber schon jetzt aufbauen.

Stoïk erweitert Angebot bei Cyberpolicen

Mit einem neuen Modul will der Cyberassekuradeur Stoïk die Angebotspalette der Makler erweitern. Sie können Kunden künftig Cyberpolicen mit integrierten Lösungen für eine höhere E-Mail-Sicherheit anbieten – 60 Prozent der Stoïk gemeldeten Cyber-Vorfälle sind E-Mail-basiert. Das neue Angebot wird zuerst in Deutschland ausgerollt, Zielgruppe sind kleine und mittelgroße Unternehmen.

Cyberversicherer bleiben vorsichtig, Preise entspannen sich

Um die IT-Sicherheit von Unternehmen ist es – auch dank regulatorischer Anforderungen – immer besser bestellt. Dadurch hält sich der Anstieg des Schadenvolumens trotz stetig zunehmender Schadenfrequenz in Grenzen. Für die Cyberversicherer bleibt Vorsicht aber weiter das Gebot der Stunde, die Limite gehen daher nur moderat nach oben, hieß es bei einer Fachtagung des GVNW. Eine aktuelle Umfrage des Verbands zeigt, dass die Preise bei der jüngsten Erneuerung stabil bis leicht rückläufig waren.

Commercial Courts für die Cyberversicherung bislang kein Thema

In der Cyberversicherung, einer jungen Sparte mit ausgeprägter Bedingungsvielfalt und hoher Dynamik, gibt es zwar durchaus Konflikte zwischen Versicherern und Kunden, bislang aber nur wenig Gerichtsentscheidungen. Die neuen, bei Oberlandesgerichten angesiedelten Commercial Courts zur schnellen Klärung von Streitigkeiten dürften daran nicht viel ändern, wurde bei einer Fachkonferenz des GVNW deutlich. Ein großer Vorteil dieser Spezialsenate ist für die Akteure in der Cyber-Sparte jedoch insbesondere die Prozessführung auf Englisch.

Schadentrends: Zick-Zack in der Cyberversicherung

Unternehmen investieren immer mehr in ihre Cybersicherheit, die Zahl der Angriffe steigt trotzdem weiter. Der Assekuradeur Coalition nennt das in einer aktuellen Analyse ein „Cyber-Schutz-Paradoxon“. Zumal es mit diesem Widerspruch nicht genug ist: Den steigenden Angriffszahlen stehen nämlich sinkende Schäden gegenüber. Geradlinigkeit ins Trend-Zick-Zack können die Unternehmen selbst bringen.

Jurecka: Wir sind noch weit weg von den Weichmarkt-Jahren

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In der Rückversicherung sinken die Preise, das bekommt auch die Munich Re zu spüren. Der Preisabrieb in der Erneuerungsrunde zum 1. Januar 2026 hat sich mit minus 2,5 Prozent bei den Münchnern aber noch in Grenzen gehalten. Dafür musste der Rückversicherer aber beim Volumen Abstriche machen, wie Munich Re-Chef Christoph Jurecka im Interview mit dem Versicherungsmonitor erklärt. Dennoch sieht er den Rückversicherer gut aufgestellt.

Marsh: Industriepreise sinken weiter

Weltweit sind die Preise in der Industrieversicherung im letzten Quartal des abgelaufenen Jahres zurückgegangen – wie auch schon in den fünf Quartalen zuvor. Das zeigt der Global Insurance Market Index des Großmaklers Marsh. Doch der Trend gilt nicht für alle Sparten und Regionen. Außerdem könnten einzelne Events die Entwicklungen rasch verändern. Einen Ausblick für dieses Jahr wagt Marsh dennoch.

Baobab gewinnt Scor als Risikoträger

Der Cyber-Assekuradeur Baobab will künftig auch komplexere Risiken im industriellen Sektor abdecken und ist dafür eine Partnerschaft mit dem Rückversicherer Scor eingegangen. Mit dem Lloyd’s-Syndikat von Scor als weiterem Risikoträger erweitert Baobab seine Zeichnungsbefugnis für Cyberrisiken auf Unternehmen mit bis zu 1 Mrd. Euro Umsatz in Deutschland und Österreich.

Stoïk sammelt 20 Mio. Euro ein

Der französische Cyber-Assekuradeur Stoïk hat in einer Series-C-Finanzierungsrunde 20 Mio. Euro eingesammelt. Das Geld will das Unternehmen in seine technologische Expertise investieren – und dafür auch neues Personal einstellen. Für den CEO Jules Veyrat ist es der nächste logische Schritt, immerhin sei das Geschäftsmodell inzwischen „belastbar belegt“. Die Investoren scheinen überzeugt, darunter ein Veyrat bestens Bekannter: sein Vater.

Zurich bietet Milliarden für Beazley

Der Schweizer Versicherer Zurich hat dem britischen Spezialversicherer Beazley ein Übernahmeangebot in Milliardenhöhe unterbreitet und damit für viel Bewegung auf dem Kapitalmarkt gesorgt. Zu einem Kaufpreis von 1.280 Pence (14,72 Euro) je Aktie in bar will der Schweizer Konzern das in London ansässige Unternehmen vollständig übernehmen. Das Angebot entspricht einem Gesamtkaufpreis von rund 7,7 Mrd. Pfund.

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