Der Softwareentwickler Almato hat den auf künstliche Intelligenz (KI) spezialisierten Softwareentwickler Aristech aus Heidelberg übernommen. Gemeinsam wollen die Unternehmen eine europäische Alternative zu den Angeboten der US-Techkonzerne schaffen und dabei auf Datenschutz und erklärbare KI setzen.
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Embedded Insurance: Möglichkeit oder Risiko?
Versicherung wird durch Embedded Insurance so beiläufig wie ein „Ja“ zum Cookie-Banner, schreibt Thomas Rodewis, Chief Innovation Officer der Versicherungskammer. Verlieren wir unsere Markenidentität, wenn unser Geschäft für den Kunden nahezu unsichtbar mit einem Online-Kauf auf einer Plattform stattfindet? Verlieren wir am Ende unsere Kunden gänzlich an die E-Commerce-Giganten?
Open Insurance: Wird die FIDA-Regulierung dem digitalen Euro geopfert?
Die EU-Gesetzgebung für die FIDA-Verordnung stockt. Kommission, Parlament und Ministerrat sind sich uneinig, die Versicherungswirtschaft lehnt das Vorhaben ohnehin ab. Und dann ist da noch der digitale Euro.
Wie Ping An wieder angreifen will
Der chinesische Versicherer Ping An hat seine neue Service-Strategie für 2026 veröffentlicht. Eigentlich geht es dem Unternehmen darum, nicht mehr als Versicherer wahrgenommen zu werden, sondern als Plattformanbieter, schreibt Herbert Fromme. Die schon totgeglaubte Story vom Begleiter auf Lebenszeit erhält neue Nahrung aus China – mit einer überraschenden Pointe.
Ohne Daten keine KI – Warum die Datengrundlage über den Erfolg entscheidet
Künstliche Intelligenz (KI) gilt als Schlüsseltechnologie unserer Zeit. Doch der Fokus liegt häufig auf Technik, Tools und Algorithmen. Dabei wird eine entscheidende Zutat im Erfolgsrezept übersehen: Die Verfügbarkeit und Qualität der zugrunde liegenden Daten, schreibt Andrea van Aubel, Aufsichtsrätin des Softwareherstellers MSG Nexinsure AG.
KI revolutioniert nichts, solange die Strukturen im Gestern stecken
Künstliche Intelligenz (KI) entfaltet ihr Potenzial erst in modernen Strukturen. Wer neue Technologie in alte Prozesse presst, skaliert vor allem bestehende Schwächen, aber keine fortschrittlichen Lösungen. Echte Transformation gelingt erst, wenn Organisation, Kultur und Verantwortung neu gedacht werden. Ebenso ist nicht die Menge an Daten entscheidend, sondern die Fähigkeit, daraus die richtigen Entscheidungen abzuleiten, schreibt Sylvia Eichelberg, Chief Operating Officer der Barmenia Gothaer.
Wer fliegt das KI-Flugzeug?
Viele Versicherer suchen zurzeit nach konkreten Anwendungsbereichen der künstlichen Intelligenz (KI). Während die Anwendungen häufig im Service angesiedelt sind, arbeitet die Hannover Rück an einem Co-Piloten für Underwriter. Dabei geht es um viele und sensible Daten. Das bringt eine Reihe von Risiken mit sich – und die Frage, wer am Steuer sitzt.
KI als Risikotreiber und strategischer Wettbewerbsfaktor
Künstliche Intelligenz verändert die Versicherungswirtschaft auf mindestens zwei Ebenen zugleich: Sie schafft neue, teils schwer kalkulierbare Risiken. Und sie beeinflusst die Wettbewerbsfähigkeit – und damit auch die Erwartungen von Unternehmenskunden, schreibt Tina Baacke, Chefin für Deutschland und Österreich bei Swiss Re Corporate Solutions.
Industrieversicherer 2026 deutlich selektiver
Die Industrieversicherung steht nach einer Zeit, in der sich der Markt zunehmend verhärtet hat, vor einer Neuausrichtung, schreibt der Makler Willis in einem Marktkommentar. Er sieht individuell zugeschnittene Absicherungskonzepte an die Stelle von preisgetriebenen Standardlösungen treten. Gleichzeitig werden die Industrieversicherer selektiver und fordern von den Kunden mehr Risikotransparenz, eine belastbare Datenqualität und Präventionsmaßnahmen.
Das Betriebssystem, das die Branche nie gebaut hat
Die Versicherungswirtschaft hat sich verändert. Nicht weil sie wollte, sondern weil sie musste. Regulatorik, Digitalisierung, Fachkräftemangel, Marktdruck, Konsolidierung: Die Gegenwart und auch die Zukunft fordern Optimierung. Dazwischen liegen Prozesse, Systeme und Schnittstellen, die viel versprechen, aber wenig zusammenführen. Es wurde investiert, automatisiert und modernisiert – oft mit großem Aufwand, meist mit gutem Willen. Und doch bleibt ein irritierendes Gefühl: Der Fortschritt ist sichtbar – aber nicht spürbar.
Autoversicherer wollen Zugang zu Daten
Die Autoversicherer wünschen sich freien Zugang zu den Daten, die in modernen Fahrzeugen produziert werden. Die Politik soll dabei helfen, forderte HUK-Coburg-Chef Klaus-Jürgen Heitmann auf einer Mobilitätskonferenz des Versichererverbands GDV in Berlin. Sorgen machen der Branche auch die hohen Preise für Ersatzteile. Sie seien der Haupttreiber für steigende Preise in der Kfz-Versicherung.
D&O: Was Versicherer (nicht) offenlegen müssen
Auskunftsverlangen, die sich auf interne Korrespondenz und Vermerke des Versicherers beziehen, sind keine Ausnahme. Insbesondere in der D&O-Versicherung verfolgen die Beteiligten damit das Ziel, nähere Informationen über Stand und Ergebnis der Anspruchsprüfung oder Zugriff auf verteidigungsrelevanten Unterlagen zu erhalten – oder den Druck auf den Versicherer zu erhöhen. Seit Inkrafttreten der Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) greifen die Beteiligten vermehrt auf datenschutzrechtliche Auskunftsansprüche zurück, um Einblick in Schadensakten zu erhalten. Ein Anspruch auf Herausgabe interner Dokumente lässt sich daraus jedoch nicht ableiten.
Datenschnittstelle für Industrie könnte 2026 starten
Die vom Gesamtverband der versicherungsnehmenden Wirtschaft (GVNW) angestoßene Entwicklung einer Schnittstelle zum Austausch von Risikodaten zwischen Industrie, Maklern und Versicherern macht Fortschritte. Wenn alle weiteren Schritte und Tests gut laufen, könnte die Schnittstelle zu den Erneuerungsverhandlungen für das Jahr 2027 eingesetzt werden, hieß es auf dem Industrieversicherungssymposium des GVNW. Es gibt allerdings auch noch einige Hürden zu nehmen.
Transitionsrisiken: Ferma kritisiert Deckungslücken
Industrieversicherer geloben gern, ihre Kunden beim Umgang zur Netto-Null-Emissionen bestmöglich zu unterstützen. Laut einem Whitepaper der europäischen Risikomanagervereinigung Ferma ist es damit aber nicht weit her. Sie kritisiert Deckungslücken, Ausschlüsse und Kapazitätsengpässe – bei alten „braunen“ Risiken wie Kohle, aber auch bei neuen „grünen“ Risiken wie Offshore-Wind- und Solarfarmen. Während Versicherer auf spärliche Daten verweisen, sieht Ferma auch einen Mangel an Expertise bei den Anbietern.
Kfz-Flotte: Schnelle Erfolge durch innovative Ansätze
The Long View – Der Hintergrund Die gewerbliche Kfz-Flottenversicherung ächzt unter einem zunehmenden Kostenproblem – mit 3,2 Mrd. Euro lag der Schadenaufwand in dem Segment 2023 auf Rekordniveau. Benötigt werden innovative Lösungen, mit denen Unternehmen und Versicherer die Herausforderungen gemeinsam angehen. Die Anfang 2025 bekanntgegebene Kooperation der R+V-Tochter Kravag mit dem Technologieunternehmen Samsara zeigt, welche Verbesserungen möglich sind.















