Die Digitalisierung eröffnet deutschen Sachversicherern die Chance auf zusätzliches Wachstum bei gleichzeitig hohen Einsparmöglichkeiten. Insgesamt beziffern die Autoren einer Studie von Google und der Unternehmensberatung Bain dieses Potenzial auf 18 Mrd. Euro. Auch die Versicherten sollen profitieren: durch neue Produkte, niedrigere Beiträge und besseren Service. Wer als Unternehmen schnell diese Chancen ergreift, wird zu den Gewinnern zählen, prognostiziert die Studie.
Archiv ‘Digitalisierung’
Digital ist nicht genug
The Long View – Der Hintergrund Ohne Digitalisierung ist keine moderne Kundenkommunikation möglich. Entsprechend haben Versicherer schon vor Jahren begonnen, ihre Services auf digitale Kanäle auszuweiten. Und doch ist nicht alles Gold, was glänzt. Gerade im beratungsintensiven Versicherungssektor ist immer wieder der Mensch als Ansprechpartner gefragt – und zwar im persönlichen Kontakt über klassische Offline-Kanäle. Nach der Digitalisierung wäre also der folgerichtige zweite Schritt eine sinnvolle Verknüpfung der Online-Welt mit der Offline-Welt. Stichwort: Omni-Kanal.
Digitaler Leuchtturm 2016 verliehen
Google und Süddeutsche Zeitung haben am Dienstagabend die Auszeichnungen „Digitale Leuchttürme Versicherungen“ für vorbildliche Digitalisierungsprojekte vergeben. Die Preise gehen in diesem Jahr an Allianz Leben, Ergo Direkt und Provinzial Nordwest. Wie im Vorjahr erhielt zudem ein digitales Projekt den „Sonderpreis Vordenker 2016“. In diesem Jahr ging die Auszeichnung an das Beratungsunternehmen Risk-Consulting Prof. Dr. Weyer. Impressionen von der Preisverleihung sehen Sie in unserer Bildergalerie.
Groenen nennt Details zu geplantem Versicherer
Der Mitgründer des Insurtechs Massup, Dominik Groenen, hat erste Details zu seinem geplanten Digitalversicherer genannt. Er erwartet, dass sich auch andere Start-ups auf die Gründung von Risikoträgern verlegen werden. Das werde der nächste Hype, sagte er auf der SZ-Konferenz Versicherung und Internet. In der Kapitalbeschaffung für sein Projekt sieht er kein Problem.
Vernetzte Mobilität: Neuland für Kfz-Versicherer
Meinung am Mittwoch Eigentlich nehmen Kfz-Versicherer stets eine Vorreiterrolle in der Versicherungsbranche ein. Doch bei neuen Trends wie der Nutzung der im Auto anfallenden Daten, Serviceangeboten bei Schadenfällen, Carsharing oder autonomen Fahren, drohen sie ins Hintertreffen zu geraten. Autokonzerne und digitale Disruptoren könnten ihnen den Rang ablaufen. Kfz-Versicherer haben keine Zeit zu verlieren. Sie müssen jetzt ein neues digitales Leistungsversprechen entwickeln.
Auf den Kunden konzentrieren
Versicherer können von Start-ups lernen, wie sie den Kunden in den Mittelpunkt stellen, hieß es auf der SZ-Konferenz „Versicherung und Internet“ in Köln. Die Branche sollte nicht den Fehler machen, die Angreifer zu unterschätzen, nur weil der große Umbruch bislang ausgeblieben sei. „Wir müssen die Fintechs absolut ernst nehmen“, sagt Zurich-Marketingchefin Monika Schulze. Generali-Digitalchef Bruce Hodges will dafür die Rolle der IT im gesamten Konzern vergrößern.
Dem Kunden auf der Spur
Die Versicherer konkurrieren längst nicht mehr nur untereinander, wenn es um die Erfüllung der Kundenbedürfnisse geht. Die Verbraucher richten ihre Erwartungen an die Assekuranz inzwischen daran aus, was sie etwa von Amazon gewohnt sind. So wollen Kunden von Unternehmen wiedererkannt werden, sagte Frank Engelhardt vom Softwareunternehmen Salesforce auf einer Veranstaltung der Universität St. Gallen in Berlin. Eine aktuelle Studie der Universität zum Verkaufsprozess in der Kfz-Versicherung in Deutschland, Österreich und der Schweiz zeigt, dass Vertreter für viele Kunden immer noch der wichtigste Ansprechpartner sind.
Aktuelle Serie: Digitale Trends 2017
Digitale Trends 2017 In unserer Serie „Digitale Trends 2017“ stellen wir einige Initiativen vor, die für den Preis „Versicherungs-Leuchtturm“ eingereicht wurden. Er wurde am 6. Dezember in Köln von Süddeutscher Verlag Veranstaltungen und Google verliehen. Hier finden Sie alle Teile der Serie unter anderem mit Allianz, Cosmos Direkt, Ergo Direkt, Arag, Signal Iduna.
VHV: Personalisierte Homepage durch Datenanalyse
Digitale Trends 2017 Die VHV hat ihren Internet-Auftritt überarbeitet, um den sich wandelnden Kundenbedürfnissen Rechnung zu tragen. Dabei setzt das Unternehmen auch auf Datenanalyse-Techniken, um Besucher von VHV.de besser zu verstehen und mit passgenaueren Informationen zu versorgen. Der Online-Vertriebsdirektor Lars Pankalla zieht eine positive Zwischenbilanz. Internetnutzer bleiben jetzt länger auf der Homepage. Die Personalisierung des Online-Auftritts will der Versicherer weiter ausbauen.
Bremst das Aufsichtsrecht die Digitalisierung?
Legal Eye – Die Rechtskolumne Die Aufsichtsbehörde BaFin sieht es gern, wenn neue Versicherungsvorstände langjährige Erfahrung in der Branche vorweisen können. Das hat sich bei der Digitalisierung von Versicherern allerdings als Hemmschuh erwiesen. Die Vorstände großer deutscher Gruppen setzen sich deswegen fast ausschließlich aus Versicherungsleuten zusammen und nicht aus branchenfremden Spezialisten der Digitalisierung, des Online-Handels oder der Telekommunikationsbranche. Dabei täte dieser frische Wind den Unternehmen gut.
Versicherer im Neuland
Was die Woche bringt An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: Leuchtturm-Preis, SZ-Konferenz „Versicherung und Internet“, Assekurata-Studie, Zurich-Kaminabend und Kreditversicherungs-Pressekonferenz.
Warum Allianz-Chef Bäte zukaufen muss
Herbert Frommes Kolumne Oliver Bäte hat Probleme im eigenen Haus, es knirscht hörbar im Konzern. Jetzt zieht er alle Register, um wieder in die Offensive zu kommen. Analysten und Anleger wurden beim Capital Markets Day am Mittwoch mit sieben Vorträgen über die Digitalisierung bombardiert. Aber das Entscheidende kam vom Chef selbst. Bäte sucht eine neue Börsenstory. Dafür eignet sich die Auswirkung der Digitalisierung nur mäßig. Die wichtigste Botschaft von Mittwoch: Die Allianz bereitet eine große Übernahme vor.
AGCS versichert Telekom-Cyberschaden
Allianz Global Corporate & Specialty, der Industrieversicherer der Allianz, führt das Versichererkonsortium, das die Deutsche Telekom gegen Cyberschäden absichert. Das hat die Deutsche Telekom gegenüber dem Versicherungsmonitor bestätigt. Damit könnte der Angriff auf Telekom-Router ein Fall für den Versicherer werden. Am Wochenende hatten Hacker weltweit Geräte angegriffen. In Deutschland waren rund 900.000 Router von Telekom-Privatkunden betroffen.
Die persönliche Beratung lebt
The Long View – Der Hintergrund Versicherungsmakler brauchen sich vor der Digitalisierung nicht zu fürchten. Sie wird nicht das Ende der unabhängigen Vermittler einläuten. Auch E-Books haben das gedruckte Buch nicht verdrängt – weil es auch Vorteile hat. Auch Makler sollten ihre Vorteile erkennen und ausbauen. Im Gegensatz zu Insurtechs verfügen sie über gewachsene Kundenbeziehungen. Der Rückzug der Banken aus der Fläche bietet ebenfalls Chancen.
Gesundheitsdaten digital zusammenführen
Digitale Trends 2017 Mit einem automatisierten Verfahren zur gezielten Auswertung und Einstufung von krankheitsbezogenen Daten der Kunden will das aktuarielle Beratungsunternehmen Risk-Consulting Krankenversicherer bei der Risikobewertung unterstützen. Das von dem Unternehmen entwickelte Tool AktuarCompress verdichtet die Informationen und gibt eine Prognose über die künftige Gesundheitsentwicklung. Das ermöglicht es den Gesellschaften, Risikoprofile der Versicherten zu erstellen und ihnen auf dieser Basis gezielte Angebote zu machen: bei Gesundheits- und Präventionsprogrammen, bei neuen Zusatzversicherungen oder beim Tarifwechsel.














