Archiv ‘Digitalisierung’

Neodigital und Check24 kooperieren

Der junge Versicherer Neodigital und das Vergleichsportal Check24 haben sich zusammengetan, um den Online-Policenabschluss zu beschleunigen. Mit dem Sofortpolicierungs-System des Saarländer Versicherers soll der Prozess in nur 14 Sekunden abgeschlossen sein. Auch Maklerpools und andere Versicherer können die Technologie nutzen, betont Neodigital-Chef Stephen Voss. Derzeit unterzieht sich Neodigital dem Corona-Härtetest, alle Mitarbeiter arbeiten ab Freitag im Homeoffice.

Der zähe Kampf um strukturierte Daten

Der moderne Versicherungskunde nimmt mit seinem Versicherer per E-Mail Kontakt auf. Die Gesellschaften stellt das vor ebenso große Herausforderungen wie ein Brief oder ein Anruf – da waren sich die Teilnehmer beim Breakfast Briefing des Versicherungsmonitors am Donnerstag einig. E-Mails sind zwar modern und in puncto Schnelligkeit gegenüber dem Postweg im Vorteil, Daten in strukturierter Form liefern sie allerdings genauso wenig wie Schriftstücke auf Papier. Wenn es um Automatisierung und Dunkelverarbeitung geht, steht den Versicherern das im Wege.

Petersen: Es geht um den Kunden, nicht um Kosten

Bei der Digitalisierung und Automatisierung in den Versicherungsunternehmen geht es in erster Linie um Erfüllung der sich ändernden Kundenerwartungen – und nicht um schnöde Kostenersparnisse im Back-Office. Das sagte Hanno Petersen, IT-Vorstand des Arag-Konzerns, beim Breakfast Briefing des Versicherungsmonitors in Köln. Im Wettbewerb sei es entscheidend, die Prozesse an der Kundenschnittstelle zu verbessern und zu beschleunigen. Die dadurch gewonnenen Wettbewerbsvorteile wirkten sich automatisch positiv auf die Kostenseite aus. Vom digitalen Aufpolieren der Altsysteme hält Petersen nicht viel.

Bildergalerie: Versicherungsmonitor Breakfast Briefing

„Der digitale Umbau: Dokumentenmanagement und andere Großbaustellen im Backoffice“ – das war das Thema des 15. Breakfast Briefings des Versicherungsmonitors. Am Donnerstagmorgen trafen sich im Hotel Mondial am Dom in Köln Experten von Versicherern, Maklern, Dienstleistern und Technologieexperten, um über dieses spannende Thema zu diskutieren. Die Bildergalerie gibt einen Eindruck von der Veranstaltung.

Beim Breakfast Briefing diskutierten Experten […]

Hypoport beteiligt sich an ePension

Der Finanzdienstleister Hypoport will seine Versicherungsplattform Smart Insur weiter ausbauen. Dafür beteiligt sich das Unternehmen mit 49 Prozent an dem auf betriebliche Altersversorgung (bAV) spezialisierten Softwareanbieter ePension – mit der Option, in ein paar Jahren die restlichen Anteile zu übernehmen. Kennengelernt hat Hypoport das Unternehmen, das eine Plattform zur Verwaltung von bAV-Verträgen betreibt, als Kunde.

Vom Ende der Unternehmensstrategie

 Meinung am Mittwoch  Auch wenn man das Wort Digitalisierung vielleicht schon nicht mehr hören mag: Sie ist gekommen, um zu bleiben. Und sie hat ihren Höhepunkt noch lange nicht erreicht, sie wird alle Unternehmensbereiche umwälzen. Ein Beispiel ist die Strategie-Funktion. Sie wird sich nicht wandeln, vielmehr wird sie vollkommen überflüssig und sollte aussterben. An ihre Stelle treten die Vision und das Projektportfolio. Viele Versicherer stehen erst am Anfang dieser Transformation.

Ottonova holt CIO von Munich Re

 Leute – Aktuelle Personalien  Der digitale Krankenversicherer Ottonova hat seit dem 1. März 2020 zum ersten Mal einen Chief Information Officer. Unternehmenschef Roman Rittweger hat Peter Bauer geholt, der 14 Jahre für die Munich Re gearbeitet hatte – zuletzt neun Jahre in Abu Dhabi beim Aufbau eines Krankenversicherers. Von Ottonova ist Bauer begeistert.

Zug fährt zu schnell, Telematik-Police weg

 Nachschlag – Der aktuelle Kommentar  Wenn sich der innere Schweinehund mal wieder durchsetzt und der Abend auf dem Sofa statt mit Joggen endet, lässt sich ein Handy-Schrittzähler noch vergleichsweise leicht überlisten. Bei einer App oder dem Dongle, der das Fahrverhalten aufzeichnet, ist das deutlich schwieriger. Dafür trickst die Technik manchmal den Nutzer aus – wie junge Telematik-Kunden in Großbritannien jetzt leidvoll erfahren mussten.

PKV will zurück in die Gematik

Die privaten Krankenversicherer wollen sich wieder aktiv am Aufbau einer Telematikinfrastruktur (TI) für das deutsche Gesundheitswesen beteiligen. Der PKV-Verband verhandelt mit dem GKV-Spitzenverband und den anderen Gesellschaftern der TI-Betreibergesellschaft Gematik über den Erwerb von Gesellschafteranteilen. Die PKV hatte die Gematik 2012 verlassen. Über die Rückkehr will die Branche sicherstellen, dass die Interessen der Privatversicherten bei der technischen Weiterentwicklung der TI nicht ins Hintertreffen geraten.

Omnius setzt zum Sprung nach Amerika an

Das Insurtech Omnius hat bei Investoren 13 Mio. Dollar (11,8 Mio. Euro) eingesammelt. Geldgeber sind Commerz Ventures, der Venture Capital Fonds der Commerzbank-Gruppe, der Fintechs-Fonds Viola Fintech und Uniqa Ventures, der Venture Capital-Arm des österreichischen Versicherers Uniqa. Mit dem Geld will das junge Unternehmen nach Nordamerika expandieren, in Europa will Omnius aber weiterhin wachsen, betont Chief Executive Officer Sofie Quidenus-Wahlforss.

MRH Trowe kauft erneut zu

 Exklusiv  Der Industrieversicherungsmakler MRH Trowe hat es wieder getan: Nachdem das Unternehmen im Mai 2019 die mehrheitlichen Anteile am Neusser Versicherungsmakler Nofri erworben hatte, hat es in diesem noch jungen Jahr gleich zwei Makler übernommen. Weitere könnten folgen, zwingend erforderlich seien sie aber nicht, erklären Ralph Rockel (Bild) und Michael Hirz, Vorstandsmitglieder bei MRH Trowe, im Interview mit dem Versicherungsmonitor. Sie sehen sich nicht als „M&A-Boutique“, sondern als Unterstützer der mittelgroßen Makler.

Herbert Fromme

Das alte, neue Lied

 Herbert Frommes Kolumne  Allianz-Konzernchef Oliver Bäte bemüht sich nach Kräften, den Versicherer gesellschaftspolitisch im Lager der „Guten“ zu verankern: umweltbewusst, sozial engagiert, eigentlich nur im Interesse der Kunden unterwegs (okay, auch der Aktionäre). Nachrichten über einen großflächigen Stellenabbau würden so gar nicht ins Konzept passen. Deshalb gibt Bäte die Parole aus: Wir müssen nur ordentlich wachsen, dann bleiben auch die Arbeitsplätze. Neu ist das nicht. Aber bei der Allianz klingt das etwas realistischer als bei anderen Versicherern.

Allianz steckt Industrie-Einschlag weg

Die Allianz konnte ihr Ergebnis 2019 trotz spürbarer Belastungen in der Industrieversicherung erneut steigern. Operativ verdiente sie 11,9 Mrd. Euro, das sind 3 Prozent mehr als im Vorjahr. Nach Steuern und Minderheitsanteilen waren es 7,9 Mrd. Euro, ein Plus von 6 Prozent. Für 2020 sagt Konzernchef Oliver Bäte erneut ein Gewinnwachstum voraus. Zu Bätes Agenda gehören auch die rasche Digitalisierung über global einheitliche Plattformen, die Umstellung der Kapitalanlagen auf nachhaltige Investitionen und die Reduzierung der Kostensätze.

Axa Deutschland will digitale Ernte einbringen

Die Axa Deutschland will 2020 bei wichtigen digitalen Entwicklungen entscheidend vorankommen. So soll im April das Gemeinschaftsprojekt mit der Bank ING online gehen. Außerdem werde es „noch die eine oder andere Überraschung“ bei neuen Partnerschaften geben, sagte Deutschlandchef Alexander Vollert dem Versicherungsmonitor. Mit 2019 ist er sehr zufrieden – auch wenn die Axa schlechter wächst als der Markt. Denn dafür sorgt laut Vollert vor allem das Einmalgeschäft in der Lebensversicherung, das der Konzern kaum betreibt.

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