Exklusiv Die Vorstände der deutschen Versicherer werden weiblicher. Am Ziel – nämlich einem ausgewogenen Verhältnis zwischen Frauen und Männern – sind sie aber noch lange nicht. Das wissen auch Munich Re, Talanx und Wüstenrot & Württembergische, die aufgrund einer Neuregelung künftig eine Mindestquote erfüllen müssen. Reine „Männervereine“ findet man nur noch wenige. Im europäischen Vergleich schneiden die deutschen Versicherer trotzdem schlecht ab.
Archiv ‘Frauenquote’
Diversität zahlt sich aus
Themenschwerpunkt Megatrends 2025 Immer mehr Versicherer schreiben sich Vielfalt auf die Fahnen. Britische Gesellschaften sind in der Umsetzung dabei deutlich weiter als ihre deutschen Pendants. Doch allein durch den demographischen Wandel können sich die Versicherer bald von weißen Männern dominierte Teams nicht mehr leisten. In seinem neuen gedruckten Dossier wirft der Versicherungsmonitor einen Blick in die Zukunft der Versicherer und auf die Megatrends 2025.
Sicher ist nur die Unsicherheit
Themenschwerpunkt Megatrends 2025 Noch nie zuvor in ihrer Geschichte musste die Versicherungswirtschaft so viele Veränderungen gleichzeitig bewältigen wie aktuell. Neue Wettbewerber wie Amazon und Google, die Digitalisierung, der Klimawandel, Diversität im Unternehmen – der Markt ändert sich schneller, als es so mancher Versicherer wahrhaben will. In seinem neuen gedruckten Dossier wirft der Versicherungsmonitor einen Blick in die Zukunft der Versicherer und auf die Megatrends 2025.
Sehm: „Viel Neugeschäft, unabhängig von Covid“
Exklusiv Die Rückversicherer konnten sich zuletzt über weiter steigende Preise freuen, müssen aber auch mit veränderten Risikosituationen fertig werden. Hannover Rück-Vorständin Silke Sehm spricht im Interview mit dem Versicherungsmonitor über künftige Erneuerungen, das Branchentreffen in Monte Carlo in Zeiten der Pandemie, Nachfragetrends und die Frauenquote.
AGV: Zahl der Frauen mit Führungsfunktion steigt
Es bewegt sich etwas in der Versicherungswirtschaft, zumindest ein bisschen. Die Anzahl der Frauen in mittleren und höheren Führungspositionen ist in den vergangenen zehn Jahren angestiegen. Das geht aus aktuellen Statistiken des Arbeitgeberverbandes der Versicherungsunternehmen (AGV) in Deutschland hervor. Am stärksten wuchs der Frauenanteil in den mittleren Führungsebenen. Derweil hat die Assekuranz wie viele andere Branchen ein Altersproblem.
Plädoyer für die Frauenquote
Die deutsche Wirtschaft hinkt in Sachen Gleichberechtigung in Führungsgremien im internationalen Vergleich hinterher. Das sagte die Wissenschaftlerin Philine Erfurt Sandhu bei einer Veranstaltung der Generali. Deutschland habe zu lange auf Freiwilligkeit gesetzt. Dabei sei die Frauenquote aus wissenschaftlicher Sicht das richtige Instrument, um die Beharrungskräfte in den mehrheitlich männlichen Führungsetagen aufzubrechen. Sie stelle keine Bedrohung für eine Auswahl nach Qualifikation dar, sondern einzig für mittelmäßige Männer, betonte sie. Dass Stellen heute vor allem nach Qualifikation besetzt würden, sei ein Mythos.
Nachhaltig verschenktes Potenzial
Bei Versicherern gibt es noch jede Menge Luft nach oben, was das Thema Nachhaltigkeit betrifft. Das zeigt eine aktuelle Studie des Analysehauses Franke und Bornberg. So schließt mehr als die Hälfte der untersuchten Gesellschaften die Versicherung von Unternehmen aus der Kohlebranche nicht aus. In der Kapitalanlage vermissen Franke und Bornberg aktive Nachhaltigkeitsansätze. Was die Diversität in den Unternehmen betrifft, hat das Analysehaus sogar Gesetzesverstöße festgestellt.
Alte Männer braucht kein Land
Meinung am Mittwoch Ob in Talkshows, im Aufsichtsrat, bei Tagungen oder in der Politik – Männer jenseits der 60 sind omnipräsent. Das gilt vor allem für den Versicherungsbereich. Langsam wird es mal Zeit, Platz zu machen. Junge Frauen braucht das Land, alte Männer dagegen nicht – ausgenommen alle lieben Opas und den Weihnachtsmann.
Munich Res ambitionierter Fünfjahresplan
Munich Re-Chef Joachim Wenning hat die Wachstums- und Gewinnziele für die Jahre bis 2025 genannt. Im Mittelpunkt steht die Steigerung von Rendite und Dividenden – die der Konzern trotz der weiterhin niedrigen Zinsen erreichen will. In der Rückversicherung glaubt die Munich Re an einen härteren Markt, der mehrere Jahre anhält. Die Branche werde sich eher durch Evolution als durch Revolution verändern. Covid-19 kostet die Gruppe rund 4 Mrd. Euro. Künftig will sie Pandemieschäden bei Veranstaltungsausfalldeckungen nicht mehr absichern.
Lohrmanns Verunsicherung: Hehre Ziele
An dieser Stelle nimmt sich unser Zeichner Konrad Lohrmann jeden Freitag ein Thema aus der Branche vor. Heute: Talanx hat Spitzenplatz bei der Frauenquote.
Wochenspot. Der neue VM-Podcast
Wochenspot Einmal in der Woche gibt es den Versicherungsmonitor jetzt auch zum Hören. In dieser Ausgabe sprechen Katrin Berkenkopf und Herbert Fromme über den geringen Frauenanteil in den Vorständen von Versicherungsunternehmen und warum sie beide die von der Großen Koalition in Berlin gerade beschlossene Frauenquote gut finden. Außerdem geht es um die Neuaufstellung in der Geschäftsführung für Deutschland beim Makler Marsh und welche Rolle die Erwartungen der Kunden dabei spielen.
Große Versicherer bei Vorstands-Frauenquote vorn
Exklusiv Was bedeutet die von der Großen Koalition geplante Frauenquote für Vorstände börsennotierter Gesellschaften für die deutschen Versicherer? Der Versicherungsmonitor hat bei Allianz, Talanx, Munich Re und dem Versichererverband GDV nachgefragt. Unmittelbaren Handlungsbedarf infolge des Gesetzesvorhabens sieht keine der drei Gesellschaften. Dennoch steht die Branche insgesamt nicht gut dar, was den Anteil von Frauen in Vorständen und Führungspositionen betrifft. Auch wenn die geplante Quote sie nicht betrifft, der Großteil der Versicherer in Deutschland würde eine solche Vorgabe nicht erfüllen.
Frauen und Pflege – ein Aufruf!
Meinung am Mittwoch Wenn es um Pflegebedürftigkeit geht, sind Frauenquoten obsolet. Nicht nur der größte Teil der Beschäftigten in Pflegeheimen ist weiblich, sondern auch zwei Drittel der Bewohner. Dennoch sind Frauen oft viel schlechter gegen dieses Risiko abgesichert als Männer. Was kann die Versicherungswirtschaft dagegen unternehmen? Frauenspezifische Unterlagen für Versicherungsprodukte oder die Umstellung auf mehr digitale Angebote können nicht die Lösung sein.
Die stillen Örtchen der Assekuranz
Nachschlag – Der aktuelle Kommentar In letzter Zeit wird viel über die Frauenquote diskutiert, vor allem in der Versicherungsbranche. Hier ist sie besonders schlecht und sinkt in einigen Bereichen aktuell sogar. Der GDV konnte zum Beispiel keine Nachfolgerin für den Vorsitzenden der Geschäftsführung Jörg von Fürstenwerth finden. Doch ein Gutes hat der niedrige Frauenanteil: keine Schlangen vor der Damentoilette.













