Die gewachsenen geopolitischen Spannungen, die zunehmende Bedeutung von Klimarisiken und die fortlaufende digitale Transformation sind zentrale Trends für das Versicherungsgeschäft von Unternehmen 2025. Zu diesem Ergebnis kommt der Industrieversicherungsmakler MRH Trowe in seinem aktuellen Bericht „Markttrends 2025“. Der Bericht bietet einen Ausblick auf die Marktentwicklung in verschiedenen Versicherungssparten und liefert Empfehlungen für die kommende Erneuerung.
Archiv ‘GDV’
Wir müssen über PFAS reden
The Long View – Der Hintergrund Die Risiken von PFAS, den sogenannten Ewigkeitschemikalien, sind bei Weitem noch nicht vollständig erforscht und deswegen für Haftpflichtversicherer kaum kalkulierbar. Ein pauschaler Ausschluss von PFAS wäre aber ebenso falsch wie ein pauschales Verbot dieser in vielen Bereichen unverzichtbaren Stoffe. Versicherungsschutz kann es nur noch für einen differenzierten und nachhaltigen Umgang geben. Dafür müssen Versicherer und Industrie miteinander reden. Der erste Schritt eines solchen Risikodialogs ist die vom GDV unverbindlich bekanntgegebene PFAS-Klausel.
GDV bringt Ausschluss-Klausel zu PFAS
Exklusiv Der Versichererverband GDV hat eine Klausel für den Umgang mit Schäden durch sogenannte per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS) für seine unverbindlichen Musterbedingungen erarbeitet. Demnach sind PFAS-Schäden zunächst vom Versicherungsschutz ausgeschlossen. In einem zweiten Schritt sollen Versicherer mit den Kunden individuell vereinbaren, unter welchen Bedingungen und in welcher Höhe Schäden durch bestimmte PFAS-Stoffe wieder eingeschlossen werden können. Die Industrie kritisiert die PFAS-Klausel des GDV scharf.
Keine Trump-Briefe für deutsche Versicherer
Exklusiv Neben den US-Zöllen haben in den vergangenen Tage auch Briefe von US-Botschaften in Europa für Aufsehen gesorgt. Mit den Schreiben wollen die Vertretungen der USA ein Dekret von Präsident Donald Trump durchsetzen, das Programme zur Diversität in Unternehmen unterbinden will. Deutsche Versicherer haben bisher noch keine Briefe bekommen. Auf die Forderung eingehen würden die meisten wohl nicht.
Was die Koalition für die Versicherer plant
Union und SPD haben in Berlin ihren Koalitionsvertrag vorgestellt. Er enthält verschiedene Aspekte zu Rente, Altersvorsorge, Elementarschäden, Regulatorik und anderen Themen, die für die Versicherungsbranche relevant sind. Das Niveau der gesetzlichen Rente bleibt mindestens bis 2031 bei 48 Prozent, die Frühstart-Rente für Kinder kommt, die private geförderte Vorsorge und die betriebliche Altersversorgung sollen überarbeitet und gestärkt werden. Außerdem gibt es Pläne zur Elementar-Pflichtversicherung mit staatlichem Rückversicherer. Versicherer und Vermittler blicken gespannt auf die konkrete Ausgestaltung der Vorhaben.
Versicherer wünschen sich schnelle Reformen
Die Union und die SPD haben sich auf einen Koalitionsvertrag geeinigt. Zu ihren Plänen zur zweiten und dritten Säule des Rentensystems, der betrieblichen und privaten Altersvorsorge, bleibt die künftige Regierung allerdings vage. Die Versicherer wünschen sich eine schnelle Reform der Altersvorsorge. Schon mit relativ einfachen Änderungen ließen sich große Fortschritte erzielen, sagte Moritz Schumann, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des GDV beim Insurance Summit des Verbands in Berlin. Die Chancen für Reformen stehen dabei gar nicht mal so schlecht.
Kfz und Politik
Was die Woche bringt An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: Kfz-Jahrestagung von Businessforum21, Jahresmedienkonferenz der VHV-Gruppe und der Insurance Summit mit anschließendem politischen Abend des GDV
Deutsche Rückversicherer behaupten sich
Der Anteil des von deutschen Rückversicherern unter BaFin-Aufsicht global bereitgestellten Rückversicherungsschutzes ist – verglichen mit dem Anteil Deutschlands an der weltweiten Wirtschaftskraft – überproportional hoch. Darauf weist der Versichererverband GDV in einer aktuellen Analyse hin. In puncto Nettoprämien liegt Deutschland im internationalen Vergleich auf Platz drei hinter Bermuda und den USA.
Ex-GDV-Europachefin De Mauro hat neuen Job
Leute – Aktuelle Personalien Im Oktober 2024 gab es Berichte, dass Lenka De Mauro ihren Posten als europäische Cheflobbyistin beim GDV räumen wird. Angeblich habe sie sich bei Insurance Europe beworben. Linkedin bringt Licht ins Dunkel: Lenka De Mauro arbeitet seit dem 1. April bei Lloyd’s Europe. Außerdem: Coface ernennt einen neuen Business Information Director Nordeuropa, Howden und Berkshire Hathaway Specialty Insurance schaffen neue Positionen, und Allianz UK holt sich weibliche Verstärkung im Doppelpack.
Altersvorsorge-Lösungen für Geringverdiener gesucht
Ob und wie die Reform der privaten geförderten Altersvorsorge unter der kommenden Regierung ausgestaltet wird, ist unklar. Klar ist jedoch, dass noch viele grundsätzliche Punkte geklärt werden müssen. Bei der Wissenschaftstagung des Bundes der Versicherten wurde zudem deutlich: Es braucht dringend Lösungen für diejenigen, die am dringendsten zusätzlich vorsorgen müssten, aber dafür keine Mittel haben – und deswegen auch nicht von staatlicher Förderung profitieren.
Wird Asmussen Minister?
Exklusiv Paukenschlag bei der Regierungsbildung in Berlin. Nach Informationen des Versicherungsmonitors denken führende Politiker der künftigen Koalition darüber nach, den GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen mit einem Ministeramt zu betrauen. Asmussen könne als „neutraler Fachexperte“ eine vermittelnde Rolle spielen, berichten mit den Verhandlungen vertraute Personen. Aber der Manager dürfte ablehnen – weil er nach VM-Informationen ein noch attraktiveres Angebot aus der Branche selbst hat. Nachtrag vom 1. April 2025 um 16 Uhr: Asmussen soll nicht Minister werden und hat auch kein Angebot aus der Branche. Es handelt sich um den Aprilscherz des Versicherungsmonitors.
R+V setzt auf Genobanken
Die R+V, die zum genossenschaftlichen Finanzlager gehört, konzentriert sich noch mehr als bisher auf Kunden und potenzielle Kunden der Volks- und Raiffeisenbanken und anderer genossenschaftlichen Einrichtungen. Die Gruppe baut die interne Führungsstruktur um und konzentriert die eigentliche Macht in den Händen weniger Vorstände. Für das neue Strategieprogramm setzt sich das Unternehmen vorsichtige Ziele. 2024 sanken die Marktanteile, der Gewinn stieg.
Mitarbeiterschelte für GDV-Geschäftsführung
Die Beschäftigten des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) sind mit ihrem Arbeitgeber mehrheitlich unzufrieden und würden ihn nicht weiterempfehlen. Das geht aus einer internen Umfrage hervor, die dem Versicherungsmonitor vorliegt. Vor allem die Geschäftsführung des GDV um Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen (Bild rechts) muss herbe Kritik einstecken. Die Zufriedenheitswerte haben sich gegenüber einer Befragung von vor zwei Jahren deutlich verschlechtert.












