Der größte deutsche Strukturvertrieb DVAG meldet kräftige Zuwächse bei Umsatz und Gewinn. Die Zahl der Vertreter geht seit zwei Jahren leicht zurück. Trotzdem stiegen Umsatz und Gewinn 2023 deutlich. Das liegt auch an der Art und Weise, wie die DVAG mit Bestandsprovisionen umgeht – sie behält sie vollständig ein, die Vermittler gehen leer aus.
Archiv ‘Generali’
OVB sieht Trendwende in Deutschland
Nach einem Rückgang im Jahr 2022 musste der Kölner Finanzvertrieb OVB 2023 erneut Umsatzeinbußen in Deutschland verzeichnen. Schuld ist das rückläufige Geschäft mit Finanzierungen. Im laufenden Jahr wird der Konzern im hiesigen Markt aber die Trendwende schaffen, versprach Konzernchef Mario Freis. Weil OVB im Kernmarkt Mittel- und Osteuropa stark zulegte, konnte der Vertrieb 2023 trotz der rückläufigen Geschäfte in Deutschland insgesamt ein Umsatzplus auf Rekordniveau verzeichnen. Das operative Ergebnis brach aufgrund inflationsbedingter Kostensteigerungen allerdings ein.
BaFin von Signa-Exposure der Versicherer überrascht
Das Investment-Exposure der deutschen Versicherer bei Gewerbeimmobilien treibt die BaFin derzeit gewaltig um. Die deutsche Finanzaufsicht legt vor dem Hintergrund des Signa-Debakels aktuell besonderes Augenmerk auf die entsprechenden Risiken der Gesellschaften, betonte Julia Wiens, die neue Chefin der BaFin-Versicherungsaufsicht, beim Insurance Summit des GDV. Die Behörde erwarte von den Versicherern in der Kapitalanlage, insbesondere bei Immobilien- und Unternehmensanlagen, aber auch in der IT gutes Risikomanagement, betonte Wiens bei ihrer ersten Rede vor der Branche.
Deas gründet neuen Geschäftsbereich
Leute – Aktuelle Personalien Thorsten Köcher wird Leiter des neuen Geschäftsbereichs Real Estate Solutions der Deas. Der Industriemakler der Ecclesia Gruppe will sich im Immobilienbereich besser positionieren. Außerdem bekommt Allianz Partners eine neue Global Head of People and Culture, und die Alte Leipziger ernennt ein Vorstandsmitglied. Personelle Neuigkeiten gibt es auch bei der Vienna Insurance Group, dem Münchener Verein, Sompo und dem Analysehaus Morgen & Morgen.
Lohrmanns Verunsicherung: Schadenfreude
An dieser Stelle nimmt sich unser Zeichner Konrad Lohrmann jeden Freitag ein Thema aus der Branche vor. Heute: Schlechte Note für Musterschüler HUK-Coburg
Versicherer müssen mehr für Nachhaltigkeit tun
Die Politik allein kann das Ziel der Klimaneutralität nicht erreichen, auch auf privatwirtschaftliche Akteure wie Versicherer kommt es an, sagte Jörg Kukies, Staatssekretär im Bundeskanzleramt, bei einer Diskussionsveranstaltung der Generali Deutschland. Die Dekarbonisierung der Volkswirtschaft sei eine massive Aufgabe. Der Versicherer sieht sich bei der Kapitalanlage auf einem guten Weg, gesteht aber noch Nachholbedarf im Geschäftsbetrieb ein.
Generali erzielt Rekordergebnis
Die italienische Generali hat im Geschäftsjahr 2023 über nahezu alle Sparten Rekordergebnisse eingefahren. Das teilte Konzernchef Philippe Donnet bei einer Telefonkonferenz mit. So ist das operative Ergebnis gegenüber dem Vorjahr um 7,9 Prozent auf 6,9 Mrd. Euro gewachsen und das bereinigte Nettoergebnis um 14,1 Prozent auf 3,6 Mrd. Euro. Donnet hält an den Konzernplänen fest, Milliarden in Dividenden und Aktienrückkäufe zu investieren und zeigt sich dabei großzügiger als ursprünglich geplant.
Lohrmanns Verunsicherung: In der Generali-Bar
An dieser Stelle nimmt sich unser Zeichner Konrad Lohrmann jeden Freitag ein Thema aus der Branche vor. Heute: BaFin zu Generali: Geld zurück an die Kunden!
Wochenspot: Was Aktienrückkäufe erzählen
Wochenspot – der Podcast Regelmäßig gibt es den Versicherungsmonitor auch zum Hören. In dieser Ausgabe sprechen Redakteurin Katrin Berkenkopf und Herausgeber Herbert Fromme über Aktienrückkäufe, die von Analysten mittlerweile erwartet werden. Doch am Ende sind sie auch Zeichen dafür, dass den Unternehmen Ideen fehlen, was sie sonst mit dem Geld tun können.
Assekurata sieht keine Kickback-Exzesse
Die Ratingagentur Assekurata hat in ihrer Überschussbeteiligungsstudie auch Rückvergütungen von Fondsgesellschaften an Versicherer bei Fondspolicen unter die Lupe genommen. Übermäßig hohe Rückvergütungen konnte Assekurata bei den elf Versicherern, die Daten lieferten, nicht feststellen. Zudem geben viele die Mittel an die Kunden weiter. Kickbacks sind der Finanzaufsicht BaFin ein Dorn im Auge, die Generali will auf Druck der Behörde einen Teil der Kosten an Kunden zurückzahlen.
Generali gibt Kunden Kosten zurück
Exklusiv Die Generali wird Kunden mit fondsgebundenen Verträgen aus den Jahren 2021 bis 2023 einen Teil der Kosten erstatten. Das hat der Versicherer nach Informationen von SZ und Versicherungsmonitor in Gesprächen mit der Finanzaufsicht BaFin zugesagt. Die BaFin stören die hohen Abschlusskosten des zweitgrößten deutschen Lebensversicherers. Es dürfte nicht bei der Generali bleiben. BaFin-Präsident Mark Branson hatte Anfang Februar erklärt, die BaFin beschäftige sich mit zehn Gesellschaften wegen der Kostenproblematik.
Besser schlafen mit Generali
Was wirklich wichtig ist Klatsch, Tratsch und die wirklich wichtigen Informationen über Unternehmen und Manager – das gibt es am Kaffeeautomaten, auf dem Flur und hier. Heute: Chefetagenflair, buntbedruckte Stoffe und preisgekrönte Speisen und Getränke – diese ungewöhnlich anmutende Kombination können Reisende seit Kurzem im ehemaligen Generali-Hauptquartier in Mailand erleben. Das Gebäude wurde in ein Luxus-Hotel umgewandelt.
Aon Commercial Risk Solutions stärkt die Führung
Leute – Aktuelle Personalien Der Großmakler Aon erweitert die Führung seiner deutschen Industriemakler-Einheit Commercial Risk Solutions um drei neue Köpfe. Darunter ist Monika Behrens, die ehemalige Geschäftsführerin des konkurrierenden Maklers Willis Towers Watson. Außerdem: Die Munich Re will ein globales Team für parametrische Naturkatastrophendeckungen aufbauen, und die Industrieversicherungseinheit der Generali hat einen neuen Versicherungschef. Neues gibt es auch bei der Axa Schweiz, Swiss Re, Howden, Lloyd’s und der Aon-Tochter One Underwriting.
BaFin rügt Versicherer mit hohen Vertriebskosten
Die Finanzaufsicht BaFin hatte im vergangenen Jahr angekündigt, Lebensversicherer genauer unter die Lupe nehmen zu wollen, deren Policen zu den teuersten 25 Prozent des Marktes gehören. Sechs Unternehmen habe die Behörde bereits geprüft, vier weitere sind noch dazugekommen, berichtete BaFin-Chef Mark Branson beim SZ-Versicherungstag. In einem ersten Fall habe die Aufsicht auch Änderungen bei einem Versicherer durchgesetzt. Um welche Gesellschaft es sich handelt, wollte die BaFin nicht sagen. Branson mahnte die Versicherer, Exzesse bei der Provisionshöhe selbst in den Griff zu bekommen, sonst könnte ein erneuter Anlauf zu einem Provisionsverbot drohen.













